Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1917-1919)
- Issue
- 5 (8.1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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L lieber persönliche Eitelkeit: Opfer für sein Volk, auch materielle, sind selbstverständlich und darum unbemerkt zu bringen. Der Spendenausweis der Züd. Rundschau ist eiu Kompromiß mit dem Leben, mit der Eitelkeit der Menschen. Sir Blau-Weiße verwerfen ihn. — Ein Opfer kann relativ klein und muß absolut groß sein. Wenn cs nicht so ist, bleibt es wertlos. Unser wesentliches Instrument soll die k'. Büchse sein! 2. Ueber Eitelkeit des Bundes: Wir wollen Bewegung, nicht Verein sein. Zasignierr des Vereins sind Gemütlichkeit und Anerkennung persönlicher, Leistung. Tie .Familiennachrichten", die nun schon eilten gehörigen Teil unserer Blau- Leiß'Blätter einnehmeu, sind unserer unwürdig, weil sie teils vereinsmäßig, teils »»wahr sind! 3. Ucher Reklame: Wir sind unendlich stolz, was haben wir es nötig zu ichreien, unsere Erfolge der Außenwelt zu verkünden und uns mit falschen Federn zn schmucken! Die Jugendbewegung in der Zeitung, wie ekelhaft! Und doch, wie oft liest man in der Jnd. Rundschau davon. Erst jüngst: „Treffahrten des Blau- Beiß-Bundes". Wem erzählt man eigentlich davon: uns, den Zionisten oder den Äjsimilanten? Wozu also? — Es gibt jetzt „3000 Blau-Weiße in Deutschland" — nun wenn schon, aber es ist garnicht wahr! — Sind uns unsere Treffahrten nicht zu heilig als daß wir uns von ihnen wie von Vereinsausstügen berichte:: lassen: „Die Tagung von herrlichem Wetter begünstigt brachte neben gemeinsam derungen und Sportspielen eine Aussprache der Führerschaft...... die Hinsicht in letzter Zeit bedeutende Fortschritte gemacht hat."? Wie tut das geradezu weh. — Vielleicht bin ich falsch berichtet, aber .hat man nicht vor allem über ^Orthodoxie" gesprochen? Wir brauchen ja andern nicht zu sagen, was auf unseren Sitzungen vor sich geht, aber wenn wir es tun, dann keine halben oder ganzen Unwahrheiten. Ich verzichte. Weiteres aus dem „Artikel" zu entnehmen. Wer ein Blau-Weißer ist, wer auch nur ein wenig Jugendlichkeit besitzt, wird sich mit mir für uns schämen. Hans Oppe-nheim Der Aufsatz in der Rundschau ist zwar nicht auf meine Veranlassung, aber mir meiner Erlaubnis erschienen, nachdem ich Herrn Dr. Mayer auf seine Bitte das Erforderliche mitgeteilt hatte. Es handelte sich lediglich um eine organisatorische Maßnahme, um eine Angelegenheit der Propaganda, Bedauerlicherweise schicken nämlich die Zionisten ihre Kinder nicht in den Blau-Weiß. Es fehlt ihnen jeder Maßstab für die Bedeutung der Sache. Der sollte ihnen durch die kurze Notiz in einer ihnen verständlichen Skt gegeben werden. Daß an die Treffahrten angeknüpst wurde, war nur natürlich, die angegebenen Zahlen sind absolut richtig (auch die 3000 Blau-Weißen, an deren Vorhandensein Hans Oppenheim nicht glauben will!), höchstens zu niedrig gegriffen. — Wir wollten nicht protzen, sondern unsere Werbetätigkeit erleichtern, auf uns aufmerksam machen, die Sympathien der Zionisten und damit ihre Bereitschaft uns z. B. mich finanziell zu unterstützen, stärken. Wer es erlebt hat, wie schwer es ist, Geld auch nur zur Bestreitung notwendigster Arbeiten zu bekommen, wird das verstehen. / 97