Mannheim
Compact Memory

Judaica · 1937-07-01 · 23-24 (Juli 1937) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
23-24 (Juli 1937)
Date
1937-07-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2708078-2708092-2708094--490-2708614
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

die Bemerkung hinzu, wie schwer es dem Chat am Sofer gefallen sein musste, einen Akt zu unterschreiben, in welchem1 von dem seligen Anton Wannefried die Rede ist. Wir baten ihn, von dieser Bemerkung abzustehen, schon mit Rücksicht auf die Empfindungen unserer vielen nicht jüdischen Leser und dann weil Chatam Sofer nichts tat, was seinem Gewissen zuwiderlief. 11I1SI imSlim * X- . v #1111 Deutsche Unterschriften des Rabbinats und des Vorstandes als Identitätszeugen. Die Unterschriebenen sind: Moses Schreiber (Chatam Sofer), Markus Tosk, Rabbinatsassessor, Ahne der Familien Grünhut, Kalisch, Bonyhädy, Wellisch, Salamon Frankl, Rabbinatsassessor, Ahnherr der Pressburger geadelten Familien v. Frankl. Moses L. Schenfeld, Notar. Wolf Breisach, Judenrichter, Vorkämpfer des Fortschrittes. Abraham H. Lemberger (Siehe Judaica i—2, Seite 13.) Aron David (Iritzer). Hirsch Moses Schlesinger, Beisitzer (Schwager der Sulka Schlesinger), Simon Prager und Notar Aaron Lippmann Janowsky. Freilich der Leser jüdischer Zeitungen am Samstag-Nachmittags-Sopha, für dessen Behagen der Redakteur zu sorgen hat, wenn er sein Geld kriegen will, liest dieses zweck- und heillose Geschimpfe auf Antisemiten, Täuflinge, Andersgläubige und Andersgesinnte mit verdauungsförderlichem Vergnügen. Es ist das Unglück unserer Publizistik, dass sie diesem Zwecke dienen muss, sich wenig kümmern darf, wie sie auf den nichtjüdischen Mitbürger wirkt, (die doch keine Abonnenten sind), sondern für die Vorfreude des Samstagnachmittagschlafes des Abonnenten sorgen muss. Diese paradiesische Stimmung wird weidlich gefördert durch die optimistischen Berichte über die Landnahme Palästinas und ärgerlich gestört, wenn man von der Arabergefahr sprach. Wie in der bekannten Anekdote wäre das beste Mittel zur Gesundung der jüdischen Publizistik gewesen, das Kanapee hinauszuwerfen. Schlimmer noch war die ohnedies so schlecht bestellte jüdische Geschichtsschreibung durch die terroristischen Methoden zur 18

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.