Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 4 (1937)
- Issue
- 23-24 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Die bereits abgetragene Soroksärer Synagoge, in welcher Stephen S. Wise im frühen Kindesalter geweilt hat. (28. Adar) 1874 ein Sohn geboren, der mit dem bürgerlichen Namen Sigmund, hebräisch Jaakow Smuel genannt wurde. Die Matriken der orthodoxen Gemeinde in Budapest besagen: Vater, Dr. A. Weiss, Mutter: Sabine Fischer de Farkashäzy. Wohnung: Soroksäri u. 34. Hebamme Barbara Schiller. Circumcision zu Hause 6. Nissan, 24. März. Mohel: Leopold Weiss. Gevatter: Simon Stern und Frau (Gemeindepräses). Sigmund Weiss, später Stephen S. Wise, war vier Jahre alt, als er mit den Eltern die weite Reise über den Ozean antrat. Aber dazumal wurde das zwei- oder dreijährige Kind schon fleisisig in die Synagoge mitgenommen. So hat auch Stephen S. Wise in seiner frühen Kindheit hier an der Seite seines Vaters manch hebräisches Gebet geflüstert und galt wohl als die Hoffnung der Orthodoxie. Eine Sonnenthal-Anekdote. Philipp Stern, der Armenvorsteher der Pressburger Neologengemeinde, hatte Sonnenthal das Versprechen abgenommen, dass er in Pressburg ein Gastspiel zu Gunsten der Armen dieser Gemeinde geben würde. Aber es waren drei Jahre verflossen, ohne dass Sonnenthal seine Zusage erfüllt hätte. Als Sonnenthal später in Pressburg aufgetreten ist, fand er unter den Blumenkränzen einen solchen mit der Aufschrift: „Die Pressburger jüdischen Armen5''. Er verstand die zarte Andeutung. Er entschuldigte sein Versäumnis, er hätte seine notwendige Partnerin bisher nicht bewegen können, .mitzukommen. 4