Mannheim
Compact Memory

Judaica · 1937-02-01 · 21-22 (Februar 1937) · page 49

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
21-22 (Februar 1937)
Date
1937-02-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2708078-2708092-2708093--467-2708590
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

nen jüdischen Gemeinden Westungarns vorkommt, die wie Waagneustadtl, Becko, Verbo u. a. von jüdischen Exultanten aus Ungarisch-Brod, die nach dem Kuruczen-Überfall von 1683 nach Ungarn flüchteten, gegründet wurden, lasst sich mit grosser Wahrscheinlichkeit vermuten, dass dieser Zweig von Herzls Aszendenten aus Mahren oder der Slovakei stammt. Das Werk Paul Diamants ist umso wichtiger, als seine Forschung andere Resultate ergibt, als die gewöhnlich erzählte Legende von Herzls Ahnen, wenn auch die historische Wahrheit, viel nüchterner klingt als die glorreiche Sage. (Andere Besprechungen verschoben.) Nekrologe Gustav Magyar-Mannheimer, der berühmte Budapester Maler, über dessen Tod die Presse so ausführlich berichtet hat, war ein Grossneffe des Wiener Predigers, Rabbi Noah Mannheimer, wie auch sein Kollege, der bekannte Maler Adolf Fenyes ein Grossneffe des Pressburger Kanzelredners, Rabbi F. Fischmann ist. Frau Rosa Rosenbaum, die Frau des Gründers der berühmten hebräischen Druckerei in Paks, Ungarn, ist am 23. Dezember a. p. im 81. Jahre ihres frommen Lebenswandels gestorben. Sie war die Tochter des R. Wolf Berczelier in Balassa-Gyarmat. An ihrer Bahre sprach Oberrabbiner Altmann. Herr Heinrich Rosenbaum, Besitzer der „Globus”- Drudkerei in Bratislava, verliert in der Verklärten seine innigstgeliebte Mutter. Wilhelm Kohn jr. Am 11. Dezember 1936 hat Wilhelm Kohn seine irdische Laufbahn beendet. Er war einer jener stillen, altruistischen Naturen, die Zeit ihres Lebens stets das Beste wollen und tun. In Battelau in Mähren am 12. Mai 1855 geboren von frommen, guten Eltern erzogen, ging er nach Triesch in die Kaufmannslehre. Die Bibel war sein Lieblingsstudium und Erzieher. Im Jahre 1876 übersiedelt er nach Budapest, heiratet 1883 Bertha, die Tochter des Marcus Taussig. In dem aufstrebenden Franzstädtler isr. Gemeindebezirk wird er wertvoller Faktor, und wirkt 43 Jahre als Vorsteher und einer der ersten Gründer des Tempels in der Päva ucca. Er war mehr als ein halbes Jahrhundert Mitglied, auch Repräsentant der Pester Chewra Kadischa, gründendes Mitglied des Jüdischen Museums, dem er wertvolle Objekte spendete! Seine stete Hilfsbereitschaft, Wohltätigkeit und Selbstlosigkeit würde ihm schon einen Ehrenplatz in der Geschieht e seines Gemeindebezirkes sichern. Mehr als das bleibt aber sein Andenken unvergänglich durch die bemerkenswerte Rolle, die er in der zionistischen Bewegung Ungarns bekleidet hat. Er war einer der eifrigsten Mitarbeiter der Bewegung und Präsident des Budapester Theodor Herzl-Vereines. Als solcher wurde er Budapester Delegierter der I. konstituierenden Landeskonferenz der ungarländischen Zionisten am 22. März 1903 in Pressburg. Er hat de? Sache wichtige Dienste durch die Opfer, die er als Besitzer der Buchdruckerei 47

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.