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Judaica · 1937-02-01 · 21-22 (Februar 1937) · page 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
21-22 (Februar 1937)
Date
1937-02-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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Historische Notizen Das „kleine Geschenk” der Pester Juden für den Palatin. Zu der Seite 32 reproduzierten Adresse der Pester Juden an das neuvermählte Paar, sei hinzugefügt, dass das kleine Geschenk aus einem prachtvoll getriebenen Silberkrug und Tasse bestanden hat. Das Geschenk wird noch heute von Erzherzog Josef auf bewahrt. Das jüdische Museum in Budapest besitzt davon eine Photographie. Hingegen dürfte der etwas kindlich-naive Text der Adresse unbekannt sein. Er lautet: „Erhabenes Fürstenpaar! Auch in die Jubelkreise der edlen Nationen Ungarns, welche Dich umjauchzen, wagt sich Israels getreues Völkchen zu mengen, schüchtern, aber froh und wonniglich. Der Freuden Loose schönstes fiel jetzt dir zu. Die Fülle des Segens, die Jeh .. . über Dich ergiesst, schafft Wonne Dir und bringt auch freudiges Entzücken in unser Dir in Treu und Lieb5 ergebenes Herz . . . Empfange huldvoll gnädig die geringe Gabe, die wir zum Denkmal unsrer Freude Dir jetzt weihen und nur mit einem Blick voll Milde sende Freude dem Völkchen zu, das innig Dich verehrt und liebt.” Posoniensae Pressburger Ghettobilder von Hermann Löwinger, Druck und Verlag der Joh. Wirt’schen Hofbuchdruckerei A. G. Mainz 1900. Inhalt: Typen aus der Judengasse — Jüdische Sagen und Altertümer in Pressburg — Jüdische Feste in Pressburg — Leben und Treiben auf der Pressburger Jeschiwa — Verschiedenes. — Hermann Löwinger ist ein Spross einer alten Pressburger Familie, zu deren Ahnen auch der Judenrichter Koppel Theben gehörte. Sein Vater, R. Lämel-Löwinger hatte allerdings den bescheidenen Beruf des Schames der Brill’schen Synagoge bis zu seinem Lebensende gewählt, Hermann Löwinger war Schüler des Ketab Sofer, heiratete eine Szidon aus Trnava, und errichtete ein Nürnbergerwarengeschäft in Pressburg. Er heiratete ein zweitesmal nach Frankfurt, musste sich aber von seiner zweiten Frau scheiden und liess sich in Wien nieder, wo er anfangs dieses Jahrhunderts gestorben ist. Er hat eine Reihe von Feuilletons über das Pressburger Ghettoleben im „Israelit” und in anderen Blättern geschrieben. Eine Herausgabe dieser Aufsätze wäre ein Gewinn für die Pressburger Ghettogeschichte. Nebst der mehr beliebten als wertvollen humoristischen Schilderung des Raritätenkabinets des Ghettos, wie Mendel mit der Gewüre, etc. hat er auch mit viel Liebe gezeichnete Skizzen von Pressburger Gemeindeführern geliefert. 43

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