Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 4 (1937)
- Issue
- 21-22 (Februar 1937)
- Date
- 1937-02-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2708078-2708092-2708093--452-2708575- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Menge von Lampen, transparenten Inschriften und allegorischen Bildern besonders aus. Der jüdische Tempel stellte eine Lauberhütte vor und war mit Tannen und Fichtenreisigen, dann reichen, kostbaren Tapeten ausgeziert. Von aussen in Form einer Triumpfpforte, also auch von innen zahlreich und geschmackvoll beleuchtet. Beide K. K. Majestäten, der Kronprinz und die ältere Prinzessin, wie auch die Erzherzogen Anton und Rudolph K. K. Hoheiten besahen Abends die Beleuchtung und beglückten auch die jüdische Synagoge mit Höchstihrer Gegenwart, wo dann zu dieser Feyerlichkeit in hebräischer Sprache verfassten Gebete und Lieder in abwechselnden Absätzen von Vokal-Gesang bei gut besetzter Musik abgesungen wurden. Zuletzt ward auch nach dem Wunsche des Kronprinzen Ferdinand K. hi. der Tabernakel eröffnet, derselbe dahin hinauf gehoben und ihnen alle Religionsgeheimnisse vorgewiesen, sodann die Allerhöchsten Herrschaften unter unzäligen Vivatruffen durch die in Reihen und Spalieren, aufgestellten, ganz schwarz gekleideten Juden, die Synagoge mit wahren Vergnügen und Wohlgefallen verlassen haben.” 8T » 3&re Äatfcrli^e ÄdnigUc&e Soffpf Sfnfoit €r$cr$og i?on Ocfltctcf), Palatin öeS .$6mgvUd)3 Ungern, u n t> 9rupnbra ^awloiDiia ©rofifürftin t>on SHujilanb. p W'T r\ t,> ms big gcfammtf 3fraelitm©rnmne Drr Äönigl. grrpjafct $$ ium 2)cnfmal t&rcr ‘Srcubc über t»tt glutfltcfte Slnfunft i c t Ij o b c n 3ittn>etntäMsefl rin f 1 c t n c 6 @f f$ cn £ ftarjubtingen Bcaatr. cn Februar i goo, gtttvtft btp fcatCutr. zig dastehenden Ehrung des Judentums verbreitet sich über die ganze Diaspora. Als im Jahre 1837 die „Allgemeine Zeitung des Judentums” gegründet wurde, hat sie nach 35 Jahren in den ersten Nummern dieses Ereignis nochmals festgehalten. Selbstlose, opferfreudige Führer haben das jüdische Volk von Unehre zur Ehre, von Unfreiheit zur Freiheit emporgehoben. Was hier angenehm auffällt, ist, dass diese, sicherlich von der Gemeinde redigierten Berichte nur von der Ehrung des Judentums erzählen, aber selbstverläugnend nicht die Namen der Vorsteher, nennt, was der Historiker wohl bewundert, aber doch bedauert. Bei beiden Festlichkeiten stand die Gemeinde ohne Oberrabbiner und Rabbi Daniel Prossnitz, begleitet von den Rabbinern Mordechaj Tosk, Moses, Salamon Frankel-Fürth, dürften in beiden Fällen die oben sichtbare Segensformel rezitiert haben. Für die Gemeinde dürfte wohl Wolf Theben die Feier geleitet haben. Die Kunde von der ein- 32