Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 3 (1936)
- Issue
- 19-20 (November 1936)
- Date
- 1936-11-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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I1§I§1 Oberhausmitglied R. Adolf Frankl. Nekrologe Rabbi Abraham Frankl, Präsident der ortn. Landeskanzlei Ungarns, Nassi von Erez Israel, Mitglied des ungarischen Magnatenhauses. Verklungen sind die zahllosen Nachrufe in der Tagespresse Ungarns und in der jüdischen Presse der ganzen Welt. Ebel jachid assi lach! Wir aber veranstalten unsere besondere Gedenkfeier, einem der Besten aus der besten Zeit der Pressburger Schule! Als der junge Abraham Franlkl in die Pressburger Jeschiba eingetreten war, wiesen die Collegien des Meisters der Rabbinatschule Oberrabbi Sebet Sofer s. a. noch jene geniale Konzeption auf, die das bedeutungsvolle Urteil errungen haben jofe koah haben mikoah haab, er habe mit seiner scharfsinnigen Lehrweise selbst seinen gefeierten Vater, den Ketab Sofer s. a. übertroffen. Die gute Saat fiel bei Abraham Frankl auf einen fruchtbaren Boden. Auch war der Matmid (wie ihn Bialik so erschütternd schildert) noch Regel und nicht Ausnahme. Freilich war nicht bloss die Theorie das Erziehliche der Jeschiba, sondern die Tat. Io hamidras .. . elo hamasse. Noch lebten würdige Nachfahren und auch schwächere Epigonen aller jener Patrizierfamilien, deren Beispiel 'eindrucksvoller war, als die Lehre. Von der ruhmreichen Dynastie Brüll, lebte noch der treffliche Kaufmann und Gelehrte David Brüll, Aaron, der Sohn des Judenrichters Abraham H. Lemberger, der elegante Junggeselle, der Chatam Sofer-Liebling, 35