Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 3 (1936)
- Issue
- 19-20 (November 1936)
- Date
- 1936-11-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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]U DAICA ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTE, LITERATUR, KUNST UND BIBLIOGRAPHIE ERSCHEINT MONATLICH III. Jahrgang NOVEMBER —DEZEMBER 1936 19-20 Heft Weitere Daten zur Heine-Forschung Das Judentum Heines Wer den Dichter will versteh’n, muss nicht nur, wie Goethe belehrt, in des Dichters Lande geh'n, sondern auch in das seiner Vorfahren! Das alte Schlüsselein zu dem Vexierschlosse vor der geheimsten Herzkammer des grossen, tragischen Minnesängers lag Jahrzehnte hindurch unentdeckt in den Archiven der alten Krönungsstadt Pressburg und der „gekrönten Judengemeinde” daselbst. Einst, ehe noch das furchtbare Element der Vernichtung dreimal die kostbaren Archivschätze der Judengemeinde in Asche verwandelt hat, hat das Pinkas hakahal (Gemeindeprotokollbuch) und das reiche Aktenmaterial alle Mosaiksteinchen zu dem grossen Historiengemälde der ruhmreichen Aera des Stammhauses Heines gebildet, von welchen uns nur noch kümmerliche Reste erhalten geblieben sind. Doch noch genug, um die Grösse jener Zeit kennen zu lernen, wie das durch Generationen hindurch vererbte und hochgezüchtete Führergenie, das hohe Verantwortlichkeitsgefühl für das Ganze und besonders für das ewig unmündige Volk des harten Nackens. Die flammende Liebe zum Bibeljudentume, die weder im Taufbecken erloschen ist, noch von den unholden Formen des dem Ghetto entstiegenen Judentume vertrieben worden ist, diese In der ^Matrazengruft’ 1