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Judaica · 1936-02-01 · 15-16 (Februar 1936) · page 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
15-16 (Februar 1936)
Date
1936-02-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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Mitteilungen über die Liga gegen den Antisemitismus Die in unserer letzten Ausgabe veröffentlichte Kritik der sozialen Fürsorge und besonders der Behandlung der Emigranten hat unsere Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit der hiesigen Kanzlei der slovakischen Landesorganisation der Liga gegen den Antisemitismus gelenkt, als deren rühmlichste Leistung wir die humanitäre Hilfe für die Opfer des Antisemitismus betrach- Ehrenpräsident Univ.-Prof. Senator Albert Milota. ten. Das andere Programm der hiesigen Liga, die ideele Bekämpfung des Antisemitismus will jene agressive Weise des Kampfes gegen den Antisemitismus vermeiden, die oft über das Ziel hinaus schiesst und will vielmehr durch Aufklärung der gewollten und ungewollten Missverständnisse zwischen den Konfessionen und durch Hinweis auf die Ursachen, die zur Verschlechterung des Verhältnisses zwischen den Konfessionen führen könnten, ihrer Aufgabe gerecht werden. An der Spitze der slovakischen Liga stehen prominente christliche Persönlichkeiten, deren Name und Charakter Gewähr für die Bedeutung und für das Ansehen der Liga bietet, wie Ehrenpräses Univ. Prof. Senator Albert Milota, der päpstliche Protonotar und Stadtpfarrer Dr. Ludwig O k a n i k, der ev. Bischof Dr. Elemer B a 1 o g h, Bürgermeister Dr. Franz Kraus, der gewesene Minister Abg. Dr. Anton Stefane k, Abg. Ing. Johann L i n k a und besonders die illustre, achtungsgebietende Persönlichkeit des Armee- Generals Josef Snejdärek. Eine wertvolle Kraft bildet die bekannte slovakische Schriftstellerin Hana Gregor o v a. Als Vertreter des Judentums Präsident Prof. Josef Maria Seewarth. ist Oberrabbiner Akiba Schreiber in das Ehrenkomitee eingetreten, dem auch Kommerzienrat Sigmund Fornh e i m mit angehört. Das ausgezeichnet organisierte Zentralbüro leitet der bekannte Pädagog und Philolog Professor Josef Maria Seewarth, Gründer der deutschen Handelsschule und der Deutschen Masaryk-Volkshochschule, langjähriger Obmann des Reichsverbandes deutscher Mittelschullehrer etc. Demselben gehören an, der Kassier Dir. Eugen Steinberger, die humanistische Schriftstellerin Elsa Grailich, Prof. Ärpäd Sebestyen. Von bewundernswerter Hingabe und Organisationstüchtigkeit ist das Werk des Büroleiters, Doz. B. Wurm, der, wie alle Funktionäre die übernommene Mission ohne Entgelt ausübt. Unbezahlte Kräfte sind unbezahlbar. Die Liga hat 34

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