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Judaica · 1936-02-01 · 15-16 (Februar 1936) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
15-16 (Februar 1936)
Date
1936-02-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Rebekka Kohu t-B ettelheim, Newyork (Jugendbildnis). Mutter zu sein. Der Staat und die Stadt Newyork haben ihr wiederholt ehrende Aemter und Missionen übertragen. Sie hat vor dem Präsidenten Harding über soziale Fragen vorgetragen und ihre Bedeutung als Führerin der jüdischen Frauenbewegung drückte sich in ihrer Wahl zur Präsidentin des Weltverbandes jüdischer Frauen aus. Als solche hat sie vor etwa zehn Jahren, den Wiener Weltkongress der jüdischen Frauen geleitet, der in dem Rittersaal der FJofburg getagt hatte. Die Zahl ihrer Tätigkeiten und Aemter ist Legion. Sie griff mit kräftiger Hand in das so komplizierte Getriebe des Newyorker gesellschaftlichen Lebens, dessen Klaviatur sie souverän beherrscht. Sie ist die geborene Herrscherin, voller Verantwortungsgefühl, eine Mutter in Israel bedeuten zu müssen. Bertha Pappenheim Die Dritte im Bunde ist Frl. Bertha Pappenheim, die Gründerin und erste Präsidentin des Weltverbandes jüdischer Frauen, geboren 1859 in Pressburg (Wien?). Sie ist die Enkelin des Pressburger Judenrichters unter dem Chatam Sofer, Wolf Pappenheim, eine Tochter des Mitbegründers der Wiener Orthodoxie Siegmund P. und seiner Frau Recha, geb. Goldschmied in Frankfurt. Sie hat, gleich Henrietta Szold statt des häuslichen Herdes einen Altar, wohlgefällig vor Gott und Menschen, erbaut. Sie war 20 Jahre lang Präsidentin des Weltverbandes jüdischer Frauen und hat anerkannte Verdienste auf dem Gebiete der Bekämpfung des Mädchenhandels, der Tuberkulose und der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Sie hat zu diesem Zwecke Russland, Palästina und den Balkan bereist. Von ihren Schriften seien hervorzuheben: „Die Judenfrage in Galizien55, „Die Denkwürdigkeiten der Glückei von Hameln55, „Die Frau im kirchlichen und relig^sen Leben5’, „Sisyphus Arbeit55 „Reisebriefe aus Russland und Palästina55, „Verteidigung der Frauenrechte55, „Kämpfe55, „Tragische Momente55. Sie wirkt gegenwärtig in Frankfurt am Main. Das Leben der drei grossen Frauen ist viel ausführlicher in lexikalischen Werken dar gestellt. Hier haben wir eine flüchtige Skizze gegeben, die vornehmlich die Gemeinsamkeit des geistigen Ursprunges der von ausserordent- 5

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