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Judaica · 1935-11-01 · 13-14 (November 1935) · p. Seite 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
13-14 (November 1935)
Date
1935-11-01
Page
Seite 26 (sequence 28)
Language
German
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■Emigrirende rumänische Juden in Pressburg. Am Landungssteg das Komitee: Frl. Charlotte Schreiber, Schwester der Frau Oberrabbiner; Adalbert Schneersohn, Rabbinatsschiiler, Kassier des Ahawat Zion- Vereines; Frl. R. Bettelheim und der Vereinspräses. Anwesend ist auch weil. Ign. H. Frey, Dun.-Streda, Mitglied der orth. Landeskommission. mehr die alte Mutterstadt in Israel, sie ist Rabenmutterstadt geworden. JCein anderes Gebot war dem Juden so heilig als Mizwat hager. Sechsunddreißigmal wird im Pentateuch allein der Schutz des Fremdlings anbefohlen. Niemals war die Tragödie des Fremdlings so erschütternd gewesen als in diesem Falle. Dieses heiligste aller Gebote kann nicht als Programmpunkt einer politischen Partei benützt werden und nicht berufsmässig betrieben werden. Wir haben ein ungeahntes, herzerschütterndes Elend der ausgewanderten deutschen Juden erfahren und das Erschreckendste ist, daß solches in den Gemarkungen der ,,Kehilla kedoscha Preßburg“ geschehen kann. Als sich im Jahre 1882. der Emigrationsstrom der russischen Juden über Westeuropa ergoß, ist durch einen von Hildesheimer angerufenen Rabbinatsbescheid beschlossen worden, die Palästinagelder für die russischen Emigranten zu verwenden. Derselbe Beschluß ist jetzt umso gerechter, da man diese Gelder ja mit Berufung auf die heimatlosen deutschen Juden sammelt! Die Frage der jüdischen Emigranten aus Deutschland in unserem Lande ist eine offene Wunde, eine vergiftete Wunde! Wie kann man angesichts dieses namenlosen Elends Hunderttausende für Zwecke fordern, die an Dringlichkeit und Heiligkeit hinter diesem kategorischen Imperativ der Menschlichkeit Zurückbleiben? Hat die Wizo garnicht von den Höllenqualen der Emigranten gehört3;Wer denn als das Herz jüdischer Frauen soll diese Not am tiefsten empfinden und zu deren Linderung beitragen? Gebt ihnen das Geld, das Ihr durch ihre Leiden gesammelt habet! Die brüderliche Hilfe für den obdachlosen Juden aus der Fremde, gehörte Zu den obersten Pflichten der Zionisten und noch mehr 26

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