Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- 11-12 (August 1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 17 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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schütze noch ferner, o, Ewiger, unseren Kaiser, unseren Vater, unseren Schützer, unseren Hort! Gebeut Deinen Segensengeln, dass sie beschirmen und segnen mögen unser hohes, gnädiges Kaiserhaus und unseren vielgeliebten Vater und Kaiser Franz! Ja, Er ist unser Vater, der Vater aller seiner Unterthanen, der Vater des Friedens, der Vater der Kühe und des Glückes, der Vater alles Schönen, Guten, Grossen und Gerechten! Er hat den Krieg bekriegt und überwunden, Er hat den Völkerdruck unterdrückt und verbannt! Er hat unterjocht das Joch Europas! Er sprach: Es werde Friede und es ward Friede! Eine neue hoffnungsvolle Morgenrot he führte er über Europa und eine wohltätige, seegenbringende Sonne über seine Staaten herauf, mau schliff die Schwerter um zu Sicheln und zu Spaten den Degen, das Land wurde zur blühenden Flur, wie die Thaler des Karmels, wie em Garten am Wasser und dies Alles bewirkte sein Vaterauge, Seine Weisheit hat es erdacht, Seine Thatkraft aufgeführt und Seine Milde vollendet! Ounaussprechliches Wesen, Alibarmherziger gerechter Gott!, beschütze Ihn ierner, lasse Alles gedeihen, was Seme Regentenweisheit unternimmt! Stets blühe der Scepter (sic!) in Seiner weitgebietenden Rechten! Lasse Seegen spriessen auf jedem Seiner Schritte, befördere Alles wras Er, der Gütige, Grosses thut und sinnet für Menschenglück und Nationenheil! Sende die geflügelten Bothen des Glückes, der Gesundheit und des langen Lebens, damit sie Ihn den Vielgeliebten und Allverehrten, für dexi alle Herzen schlagen und alle Pulse klopfen noch lange, lange erhalten mögen zum Wohle des Kaiserhauses, des Landes und der Menschheit! O, Ewiger, Wesen aller Wesen! erhöre das Flehen Deines Volkes, neige Dein Ohr unserem inbrünstigem Gebethe, Du, Gott unsrer Väter, der Du uns erhörtest im Lande Goschen der Du unsere bittende Stimme vernähmest am Binsensee, am Ufer des Jordans, in Zions heiligen Hallen, in Babylons trüben Mauern, erhöre auch jetzt die kleine Schaar der Söhne Abrahams, Isaks und Jakobs, die sich heute am festlichen Tage des beglückenden Hierseins unseres aliergnädigsten Vaters und Kaisers Franz und der durchlauchtigsten Kaiserin und Landesmutter Caroline Auguste versammeln, um Dir Ewiger eine Dankeshymne zu bringen, an diesem dopeltgesegneten Tag, an welchem jedes Herz in reiner Freude klopft und neues Leben durch die Adern rollt. Siene. Du hoher Lenker der Dinge mit Liebe und Wohlgefallen herab auf die gnädigste Kaiserin und Landesmuttcr aur die Beglückerin ihrer Kinder. Sie ist gehüllt in Majestät und Anmuth und Würde sind ihre Kleider. Zur Sanftmuth spricht Sie: „Ich habe Dich gezeugt und zur Milde und Tugend: Ihr seid meine Schwestern'*5. Gnadenblickend lieblich leuchtend, wie der Morgenstern zog Sie voll Majestät zum ersten 17