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Judaica · 1935-08-01 · 11-12 (August 1935) · p. Seite 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
11-12 (August 1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 14 (sequence 16)
Language
German
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2. Hat die hiesige Judengemeinde zwey geräumige Schulzimmer der Schuldirektion bereits gezeiget, wo die Schulen in Zukunft sollen gehalten werden. 3. Erwähnte Schulzimmer werden von der Gemeinde baldmöglichst gehörig mit Bänken, und anderen nöthigen Gerätschaften versehen werden. Auch die nothwendige Heitzung wird in dem Winter von ermeldten Gemeinde besorget werden. 4. Die nöthigen Schulbücher hat die Gemeinde bereits von Prag verschrieben und wird selbe auch in Zukunft von dannen kommen lassen. 5. Was die zukünftigen Lehrer, sind den königlichen Herrn Oberaufseher bereits vier taugliche, der Methode kundigen Juden zur Auswahl vorgeschlagen worden. 6. Die Judengemeinde verspricht ihr Äußerstes dazu anzuwenden, daß die Kinder fleißig und ununterbrochen in die Nationalschule geschickt werden. 7. Was den Gehalt so wohl des Oberals des Unterführers betrifft, so wie auch die Genehmigung des gegenwärtigen Kontraktes; dieses unterwirft die Judengemeinde dem gnädigen Ausspruche einer hohen Stelle. Preßburg, den 23. Brachmond 1783. (Siegl.) Wolf Hirsch Mandl*) Judenrichter Mojses. Gabriel Dux Israel Wo. Zappert Coram Me Franc. Szäszi P... (Siegel) Coram Me Stephano Jankö etc. *) Wolf Theben genannt, Urahne der Familie Grünsfeld. Jüdische Ärzte als geistige Führer In die Reihe der Ärzte, welche die geistige Führung in der Gemeinde inne hatten, gehört auch Dr. Leopold (Sohn des) Josef Bettelheim. Dazumal gab es zwei Träger des Namen Josef, Josef der Sohn Salomos, der einer der Gründer der Talmud Thora gewesen ist und im Gemeindeleben eine Rolle gespielt hat und Josef der Sohn Simons. In der Bibliothek des Ungarischen Nationalmuseums in Budapest befindet sich die hier abgebildete Dissertation des Leopold B. an der Wiener Universität 1830. Zur selben Zeit erhält ein anderer Dr. Leopold Bettelheim aus Preßburg stammend aber in Hlohovec (Freistadtl, Galgoc) lebend, vom Kaiser eine goldene Medaille für seine Verdienste um die Gesundung des Hofkanzlers Graf Erdödy. Die Dissertation behandelt den Scheintod, eine aktuelles Thema, da die Fortschrittler mit diesem Argument gegen den orthodoxen Brauch, den Toten womöglich am Sterbetag zu beerdigen, gekämpft haben. Dr. Leopold Bettelheim gesellt sich zur Partei der Primärschule. In unserer letzten Nummer registrieren wir seine hier im Jahre 14

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