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Judaica · 1935-08-01 · 11-12 (August 1935) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
11-12 (August 1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 9 (sequence 11)
Language
German
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76. More nebochim, deutsch (Wien 1864 neu aufgelegt). 77. Kether Thora (Wien Selbstverlag 1864). 78. Tofet und Eden (1865 '. 79. Pentateuch deutsch (Wien 1868). 80. Das Buch Josua und der Richter (Wien 1869). 81. Siddur deutsch (J. Schlesinger (Wien 1861, zahllose Auflagen). 82. Ozar hakodesch (Wien 1871 >. Im Jahre 1843 darf er dem Kaiser in Privataudienz 15 Bände seiner Werke überreichen, im Jahre 1846 wieder 12 neue Werke, bei welcher Gelegenheit er die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft erhalten hat. Von. unvergänglichem W7erte sind seine Übersetzungen der klassischen religionsphilosophischen WTerke, wie Chobai halebabot More nebochim, Bechinat Olam, Tachkemoni. Sein Maslul wurde jahrzehntelang als die beste hebräische Sprachlehre für Schulen verwendet. Sein kostbarstes Vermächtnis bleibt die Perlenschnur von den 36 Sammelbüchern der ,,Kochbe IzchakV Eine ideale Freundschaft hat ihn mit seinem Landsmann dem großen Bibliographen Leop. Dukes verbünde 1. Für ihn erreicht er den überraschenden Erfolg, daß Chatam Sofer die deutsche Raschi-Ubersetzung des Dukes mit seiner Approbation versieht. Bei der erstaunlichen Fülle seiner geistigen Produktion, zu welcher sich noch die ewige Jagd nach den Geldmitteln gesellte, ist es nicht zu verwundern, daß manches Werk den Stempel hastiger Arbeit trägt. Nehmt Alles nur in Allem., Ihr findet seinesgleichen nicht in der hebräischen Literatur, der mit solcher Selbstvergessenheit und Aufopferung, mit solcher Begeisterung und Seelenreinheit jeden Atemzug der Wissenschaft und der geistigen Flebung seines Stammes geweiht hätte. W7as Stern selbst über sich in den folgenden Versen sagt, ist nicht, wie Wurzbach höhnt, Selbstlob, sondern Gelöbnis: Wie ich gestrebt und wie ich auch gerungen W7elches Lied sich mir auch in des Herzens Drang In sanggeweihter Stunde oft entrang, W7ie es nach beschränkten Kräften mir auch gelungen Kühn darf ichs sagen: nimmer habe Ich je des Dichters heilge Gabe Die Macht des Wortes, wie sie mir gespendet Entweiht, zum unedlen Zweck verwendet. Zur Bibliographie ist noch nachzutragen: 83. Kol anot Terua Wien 1858. 84. Musre hafilosoiim (?) 1861. —■ Ein Portrait Sterns hat J. Knöpfelmacher-Wien herausgegeben, wir konnten aber keines ausfindig machen. Zur Familie M. E. Sterns gehören: der Privatgelehrte R. Moses W7eiß-Bratislava und sein Bruder Rabbi Isak W7eiß Dayan in Vrbove. 9

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