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Judaica · 1935-08-01 · 11-12 (August 1935) · p. Seite 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
11-12 (August 1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 1 (sequence 3)
Language
German
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JUDAICA ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTE, LITERATUR, KUNST UND BIBLIOGRAPHIE 0 ERSCHEINT MONATLICH II. Jahrgang AUGUST-SEPTEMBER 1935 11-12 Heft Leopold Schick geboren in Preßburg 1816, gestorben daselbst 2g. Dezember Rabbiner Dr. Albert Stern-Szte;~ renyi (der Vater des ungarischen Handelsministers a. D. Baron Szterenyi) beginnt seinen Nachruf über Leopold (Selig Leb) Schick mit den bedeutungsvollen Worten: „Djer ohnedies stark gelichtete Eichenwald auf dem Territorium echter und intensiver jüdischtheologischer Wissenschaft ist wieder um ein,en von der Wurzel bis zur Kron'e zierlichen Stamm ärmer geworden. Eie jüdische Wissenschaft hat viel, die Preßburg,-er jüdische Grem'eind;e hat ihren einzigen von der alten und der modernen theologischen Welt gekannten und geachteten Sohn - Leopold Schick ist im Jahre 1816 als der Sohn iner Frömmigkeit, Gelehrtheit und seiner eisern,m Rechtlichkeit hochgeachteten Kaufmannes, geboren. Sein Vater 'ernährte* sjeine. Familie von einem kleinen Geschäfte, das er aber gegen das ArrA eines Taldmudlehrers vertauscht hat. Sein kleiner Wunderkna.be, Selig war seine Seligkeit. Gar als das sensationelle Ereignis eintrat, daß der 12-jährige Knabe beim Schnur (Coileg) des Chatam Sofer in die theologische Debatte mit solcher Bravour eingetreten war, da.ß der große Rabbiner ihm di’e Auszeichnung verlieh, beim Schiurvortrag auf dem Almemor Platz n'ehmen zu .können! Aber Selig Leb Schick genügte nicht das unendliche „Meer des Talmuds“, ihn dürstete es auch nach d'em Süßw,ass,er weltlicher Bildung. Der Meister erfuhr davon durch die Aufseher, deren Aufgabe es war, solchen Vergehungen nachzuspürün und di;e Sünder vor die; Jeschiba-Leitung zu stellen. Selig L. Schick wurde auch vor dem menschenfreundlichen aber im Kampfe gegen den modernen Geist unerbittlich strenger Gaon zitiert. Dieser aber hatte zur Gla.ubenstreae seines Liobvenoren. 'eines ob

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