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Judaica · 1935-04-01 · 7-8 (April 1935) · p. Seite 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
7-8 (April 1935)
Date
1935-04-01
Page
Seite 34 (sequence 36)
Language
German
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Newyork 1933* Ein grossangclcgtes Werk, das uns den erhabenen Reigen dei Tempelfiirsten vorüberziehen lässt. Der Verfasser wächst mit seinem grosseren Zwecken. Ausgezeichnete Kenntnis der jüdischen Geschichte und ausserordentliche Bewandertheit im Talmud haben dieses wertvolle Buch geschaffen. Das zweite Werk „Mekorot lekorot Jisrael” (Quellen zur Geschichte Israels) hat für uns ein intimes Interesse. Es behandelt die Geschichte der Juden in der Slovikci, Ungarn, Siebenbürgen und Jugoslavien, eine Materie, die Rabbi Grünwald besonders gut beherrscht, vornehmlich Monographien det Gemeinden Unsdorf, Mtofen, Waag-Neustadt, Karlsburg, Szöllös, Deutsch-Kreutz und Nagykaioly. Das Werk ist ein Separatabdruck der im „Ozar Hachajim” (Humenne) erschienenen historischen Arbeiten. Unsere Mitarbeiter Prof. Dr. Samuel Krausz, Wien, der Altmeister jüdischer Wissenschaft ist uns nicht allein durch die Legion seiner Bücher und Artikel, sondern auch persönlich vom Vortragstische bekannt. Seine Hauptwerke sind: „Griechische und lateinische Lehnwörter im Talmud. Midrasch und Targum” Berlin 189S und das bahnbrechende dreibändige Werk „Talmudische Archäologie” (1910 —1912). Professor Krausz hat auch in ungarischer Sprache Werke und Essays geschrieben. Rabbiner Dr. Vilem Sole, Straznice. Fin Repräsentant der zukunftsfrohen jungen Rabbinergeneration, geboren in Mukacevo 1908, dem fruchbarsten (und furchtbarsten) Boden unseres Judentu mes der CSR. Nach Beendigung der Gymnasialstudien in der Vaterstadt, absolviert er 1928—31 das Breslauer Seminar, 1931—33 die Hochschule für jüdische Wissenschaft in Berlin, 1933 promoviert er von Philosophie und Pädagogik in Prag. Schon als Student war er zum Rabbiner in Straznice gewählt. Rabbiner Dr. Sole hat eine Reihe von jüdischen Aufsätzen in verschiedenen Blättern veröffentlicht, die unter dem Titel „Betrachtungen über Kulturprobleme des Judentum^” erscheinen werden. Rabbiner Dr. Max Schay, Newyork, ein Presburger Kind, hat die Frucht seiner Forschungen in mehreren wissenschaftlichen Zeitschriften verwertet. Seine wertvollste Arbeit ist wohl „Die Familie Theben”. Louis Lamm, der rühmlichst bekannte Verhigsbuchhändler Berlin - Amsterdam bedarf eigentlich keiner Vorstellung. Geboren in Wittelshofen am 12. De zember 1S71, hat er aus Liebs zum jüdischen Buche den Metallhandel gegen das 1903 in Berlin gegründete Buchgeschaft vertauscht. Er trat zu allen literarischen Grössen in Beziehung. Er bereiste Europa und den Orient auf der Suche nach jüdischen Schätzen Sein jüdisches Antiquariat erlangte Weltruf. Er hat 28 Kataloge von angekauften wertvollen Bibliotheken herausgegeben. Als historischer Schrittsteller besitzt er seit Langem einen guten Namen. Seine Werke sind: Memoirbuch von Butccnwiesen (1901), Jüdische Friedhöfe (1911), Nehemia Juda Löb (1909), Beiträge zur Geschichte der Juden etc. (1912/15), Isaac Bernhard Lamm (1915), Makkabea Sammelbuch (1915), Juden von Schwaben (1915). Jüdische Kriegsliteratur (1916) u. A. nebst zahlreichen Beiträgen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Dr. Leo Deutschländer, Wien, ein Enkel des grossen, hochgelehrten Rabbiner von Püchov, ist 1889 in Berlin geboren, absolvierte das Gymnasium, besuchte das Hildesheimersche Seminar und die berühmte Jeschiba in Slobotka- Kowno. An den Llniversitäten in Berlin, Marburg und Giessen studierte er Pädagogik und Philologie, war Professor am Gymnasium in Berlin und Lithauen, später Ministerialrat im Unterrichtsministerium in Lithauen, gegenwärtig Leiter der Keren Hathora-Zentrak und des Beth Jakob Schulwerkes. Dr. L. Moses, Wien, früher Herausgeber einer Zeitschrift für jüdische Geschichte, ist auch hier durch seine zahlreichen, wertvollen Publikationen in \ erschiedenen Zeitschriften vorteilhaft bekannt. Sändor Jäsz-Farago, der bekannte Budapester Künstler, ein sehr guter Christ, war so liebenswürdig uns das historische Gemälde des Einzuges Jakob Mendels zur Königskrönung zu widmen. Der Entwurf trägt alle Merkmale der schöpferischen Phantasie Farago’s. (Wir haben das Bild schon früher dem Herausgeber der „Geschichte der Stadt Pressburg”, Herrn Redakteur Portisch für sein Werk zur Verfügung gestellt.) 34

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