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Judaica · 1935-01-01 · 5-6 (Januar 1935) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
5-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 28 (sequence 30)
Language
German
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gewählt wurden und zwar durch 9 von den Gemeindemitgliadern gewählte Elektoren (Borrerim). Die Repräsentanz, die aus 16 Männern bestand, und dahier die; Sechzehner genannt werden, wurde jpdoch von der Schutzherrschaft Pälffy (ernannt. Dazzi mal biestand der Vorstand aus dem Präsidenten M. H. Singer, Samuel Oppenheim!, Samuel Brüll, Joachim Heim und Abraham Schreiber. Singer (de;r ein Gegner des Rabbiners war) wird als Erbauer des Schulgebäudes und Ordner des Armjenwiesens gerühmt. Die NationalschuLe wurde, dem Schulgesetze Josef II. entsprechend, 1783 von Domherr v. Sober eröffnet. Sinai Lamdens Nachlass Noch immer lehen im Ange:denkem der Juden von Mikolas der hochgelehrte,, edle Sinai Lamden und stein Sohn Ber Mikolas, zwei Gestalten von biblischem Format. Weniger bekannt dürfte sein, daß Sinai Lamden einen vollen Konkordanz des Talmuds bis zum Buchstaben „Jud“ verfaßt hat. Dias prachtvoll geschriebene Manuskript bildete 2 Foliobände. Das Werk soll „Pachad Jizchok“ an Ausführlichkeit und Systematik weit übertroffen haben. Es befand sich in den 40. Jahren des vorigen Jahrhunderts im Besitze, des Dr. Schwimmer in Pest, doch fehlen uns weitere Daten über das Schicksal diesies wertvollen Vermächtnisses des gefeierten Mikolasier Patriarchen. Zu Susanne Sulka Schlesinger In der Biographie der Frau Susanne in Nummer 1—2 ist nach den Daten in Reichs „Befth-El“ und Magyar Zsido Lexikon als Ihr Geburtsjahr 1779 angegeben. Die bei der Budap’ester Gemeinde erliegende Konskriptionsliste der Pester Juden belehrt uns aber, daß Frau Susanne Schlesinger in Preßburg im Jahre 1782 geboren ist, im selben Jahre wie ihr Gatte, denn sie wird, ebenso wie Samuel Schlesinger, im Jahre 1833 als 51-(jährig angegeben. Wir erfahren dort auch, daß die Familie erst im Jahre; 1813 nach Pesth übersiedelt ist. In Preßburg wurden ihnen se;chs Kinder geboren. Bernhard, wohl derjenige, der Leiter einer Schiffahrtsgesellschaft in Preßburg geworden ist, Ignatz, der Arzt und PoHtiikfer in Pesth gewesen ist, Mitbegründer des Magyarisierungsviereines, Mitarbeiter des (ersten „Magyar Zsido Naptär’s“, Mitbegründer des Garten- und Acker bau verei ne,s und Zuletzt Präsident dar Piester Gemeinde wurde. Er starb allzu jung 1849 an Lungenschwindsucht. Andere Kinder waren Wilhelm, Heinrich, Anna, Regina,, geboren in Preßburg und Israel, Rosinje, geboren in Pest. Da ihr Mann als Samuel Moses Schlesinger eingetragen ist, wird er wohl der Sohn des Moses L. Jafe. Eidam des S. Brill und Wolf Thielen sein. Über den Dichter der Elegie, Adolf (Aron) Pivany erfahren wir, daß;er 1833 im Alter von 45 Jahnen steht, in Prag geboren ist, in Debrecen gelebt hat, wo er auch die Frau zurückgelassen hat, den ioJjährigjen Sohn Ignatz aber zu 28

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