Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- 5-6 (Januar 1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Straße, wohin uns s;ein Empfehlungsbrief versetzt hat. Dieser „Paß“ stammte aber von keinem Geringeren aLs dem Hohen Rabbi Löw in Prag. Die jüdische Literatur besitzt wenige solcher „Wegbriefe“; ich kenne z. B. einen, den mein Lehrer Prof. Dr. David Kauf mann s. A. Veröffentlicht hat in „Monatsschrift“ 1895 (557), aber der ist von ganz' anderer Art, und so auch die anderen, die man etwa von diesem Genre besitzt. Ein Preßburger hebräischer Buchdrucker in Deutschland Im Jahre 1767 errichtet Zwi Hirsch Spitz, der Levite, aus Preßburg in Offenbach eine; hebräische Buchdruckerei. Das 'erste von ihm verlegte Werk ist „Ma.schmiiah Jieschua“ von Don Isaak Abrabanfel,*) dem spanischen Finanzminister und theologischen Schriftsteller. Auf dem Titelblatte rühmt der Ver- ^0^2 IPv.t Druckerzeichen des Zwi Hirsch (Spitz) aus Pressburg in Offenbach leger die außerordentlich sorgfältige Korrektur „in der Druckerei, die jüngsthin errichtet worden ist, von Hrr. Hirsch Sega! Spitz aus Preßburg“. Er schreibt ein Vorwort von poetischer Schönheit über den Wert des Buches. Dieses Vorwort, das auch von profunder Gelehrsamkeit zeugt, beginnt mit den Worten: „Heute beginne ich damit, Dir mein Freund, Leser, das 'erste Buch vorzulegen, das aus der Druckerpriesse her vor geht, die ich, mlit Hilfe Gottes, jüngsthin errichtet habe...“ Nach feiner von virtuoser Beherrschung der hebräischen Sprache zeu- *) Ein Exemplar befindet sieb in der Komensky Universitätsbibliothek in Bratislava 22