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Judaica · 1935-01-01 · 5-6 (Januar 1935) · p. Seite 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
5-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 16 (sequence 18)
Language
German
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Unbekannte Briefe und Dichtungen Nordaus Der 20. Tammus (3. Juli 1904), der Tode-stag Theodor Herzls ist zum Nation,altrauertag des jüdischen Volkes erhoben worden, nicht aber der 5. Sche;- bat (22. Januar 1923), an welchem der weltweise Kanzler des Fürsten Herzls, Max Nordau, seine wundersamen Augen, die allen Dingen bis ,a.uf den Grund zu sehen vermochten, für immer geschlossen hat... im besehe?dienen Pariser Heitre im fünften Stoche Rue Hennpr . . . verraten und verlassen ... der jüdische König Lear! Im Heldentempcl;n Budapest, der neben dem Geburtshause Herzls und gegenüber dar Stätte der Geburt Nordaus steht, .erglimmt doch alljährlich das See&enlämpchen und ein Sproß der Familie- Südfeld betet die aramäische Hymne von der Herrlichkeit Gottes und der Erlösung, den Kaddisch. Anders als bei dem Glückskinde, Herzl, war der Lebensweg Max Nordaus (Max Simon Südfeld) niemals mit Rosen bestreut. Frau Sorge sjtand als Patin an seiner Wiege. Frühzeitig mußte er, fast noch ein Knabe, seine Feder dem Broterwerbe fürs Elternhaus dienstbar machen. Mühsiam erklomm br die Vorstufe zur Universität, die Matura, zu welcher ihm wahrlich nicht der Geist, sondern das Geld fehlte. Er teilt sein Schicksal mit dom nachmals als einer der größten Lyriker Ungarns berühmt gewordenen Dichter Josef Kiss. Das ungarische Nationialmuspum hat dieser Tage elf Briefe Max Nordaus an seinen Freund Kisis ierworben, die. Schimi (so wurde Nordau im Vaterhause genannt) als Ideal eines Freundes zeigen. Josef Kiss ist da der Glücklichere, er erfreut sich der Erzieherstelle in Pankota, Max ringt eine Zeitlang vergebens nach einem Erzieherposten, der ihm das nötige Geld zur Matura liefern sollte. Der Siebzehnjährige lernt Hiobs Qualen kennen. Traurige Epistel an seinen geliebten Freund berichten darüber ausführlich. Nachdem er seinem Freunde von der Qual eines bösen Unterleibsleidens berichtet hat, kommt ein erschreckender Brief: 16

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