Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 1 (1934)
- Issue
- 1-2- (August-September 1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 20 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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ler des Chatam Sofer war.) Der Erste dieser Notardynastie war Josef ben Jehuda ben Gser aus Saloniki, der nach Wien als Jeschibalehrer berufen wurde und 1661 bei der Vertreibung der Juden aus Wien mit Auerbach nach Krotoschin zog und dort „Neemann“ der Gemeinde wurde. Gabriel besuchte das Gymnasium in Krotoschin, später die berühmten Rabbinatssichulen des Rabbi Akiba Eger-Posen und des Rabbi Jakob Lissa. hörte Philosophie in Breslau und Berlin, später Medizin in Pest, ohne seine Studien abzuschließen. Er war Erzieher bei Rabbi Rapipaport in Prag und wirkte von 1825—1828 als Erzieher in Preßburg, wo er auch dem Sohne des Chatam Sofer s. A. Juspa, profanen Unterricht erteilt hat. Später wirkte er in gleicher Eigenschaft im Hause Fischof in Altofen, dessen Sohn Adolf, der spätere, gefeierte Freiheitsheld wohl von Südfeld manchen Eindruck fürs Leben mitgenommen hat. Südfeld trat 1834 an die Spitze einer Schule in Pest, mußte aber nach Einführung des österreichischen Schulgesetzes zurücktreten. Er lebte in sehr ärmlichen Verhältnissen in Pest, wo er 1872 am 4. Weader gestorben ist. (Sein Grabstein, dessen hebräisldhesi Akrostichon Max Nord au gedichtet hat, ist jüngsthin auf Grund des in dem Buche „Zurück zur Bibel“ abgedruckten Textes restauriert worden.) Die Familie hieß nach ihrem Herkunftsort Wiener, hat aber, als der Staat die Juden zur Annahme eines Familiennamens verhalten hat, den Namen des Vorortes von Krotoschin, Südfeld angenommen, während ein Teil der Familie den Namen Wiener behalten hat. In der „U. J. Z.“ ist ein Faksimilie aus der hebräischen Übersetzung des „Lied von der Glocke“ von Südfeld reproduziert worden. Das Manuskript hat uns seinerzeit Nord au selbst zur Verfügung gestellt. Südfeld gab schon in Prag das Werkchen „Asrhusat Mereim“ heraus, in Pest ver öffentlichte er einen Kommentar zu KoheleF dem auch eine Kanzel re d e des Rabbi Jakob Lissa, die Südfeld notiert hat, beigegeben ist und endlich eine Hymne nach dem verstorbenen Chatam Sofer, in chassidi sch-dithyrambischer Ma_ nier, die merkwürdigerweise völlig unbekannt geblie- MgtMöe Douglas oder Die Gräfin als Hirtenmädchen (Ein romantisches Srbanfprel in 5 Akten nach einer schottischen Novelle für die Bühne bearbeitet von Gabriel 5üdfe!d Pest 1834 Gedruckt auf Rosten des Verfassers 20