Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 1 (1934)
- Issue
- 1-2- (August-September 1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 19 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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dak al hatorah" 1847.) Wir sehen ihn in Audienz bei Fürst Milan von Serbien, um die Rechte der dortigen Juden zu sichern. Er ist Talmudist, Orientalist, Staatsmann, Philantrop, Schriftsteller, Prediger in vielen Sprachen, hervorragender Pädagog und vor allem ein treuer Sohn seines Volkes und Zions. Sein Adoptivvaterland füllt aber seine ganze Seele aus und es ist seines Lebens heißester Schmerz, als Frankreich seinen Nacken unter dem Joche des deutschen Eroberers senken muß. Er ver bleibt in Paris in der schwersten Stunde der Bela^erun^ und 1 predigt im Tempel Worte des Schmerzes und des Trostes. Er soll in diesen Tagen eine Herzenswunde erworben haben, die sein Leben verkürzt hat. Er starb am 15. März 1877 in Paris. Inseiner Vaterstadt hielt Rabbi Feisch Fischmann einen Nachruf in der Trauerrede des 7. Adax. Im Neologentempel fand eine Trauerfeier statt, bei welcher Rabbiner Dr. Julius David die Gedenkrede hielt, die auf Kosten der Gemeinde gedruckt wurde. Da Albert Cohn die Bestrebungen der Fortschrittspartei, in Preßburg begünstigte, war sein Verhältnis zur Gemeindeleitung kein freundschaftliches. Doch hat die Gemeinde einen besonderen Gottesdienst im großen Tempel abhalten lassen, um Albert Cohn, der das Grab seiner Eltern besuchte, das Kaddischgebet vor der Abreise zu ermöglichen. Damals besuchte er auch die Brillsche Synagoge und sagte zu seiner Segleit-mg: „Hier bin ich raiige wachsen." Das Grab seines Vaiers Simson Katz Elsaß befindet sich im alten Friedhof, das seiner Mutier Dinah Elsaß, geborene Reckendorf, am neuen Beth Hachajim. 1 <j ' t i Die Mutter hatte auf ihn den größten Einfluß ausgebt/* > Dieses Grab verdient in Ehren gehalten zu werden, Grabstein heiß1: auf Hebräisch auch Zion. Dieser Grabstein verdient gewiß so genannt zu werden! Zwei verschollene Dichtungen Gabriel Südfelds Die „Ungarlandische jüdische Zeitung" hat die erste biographische Skizze von der eigenartigen Persönlichkeit Gabriel Südfelds, des Vaters des unsterblichen Polyhistors. Max Nordau, geliefert (siehe „U. J. Z/' Jhg. 1914 Nr. 7 und Bettelneim, „Zurück zur Bibel" Wien-Bratislava 192 z. Auf Grund der von Max Nordau gegebenen Daten ist Gabriel Südfeld 1799 in Krotoschin geboren, wo seine Vorfahren eine Dynastie von hochgelehrten Gemeindenotären gebildet haben, < Sokolow begeht in seiner in ,.Haolamik erschienenen Biographie Südfelds der Irrtum, die Südfelds als Gemeindenotäre in Pest wirken zu lassen, ebenso unrichtig ist seine Behauptung, daß Südfeld Schüt- ®) Dieses Grab war völlig vergessen und gänzlich in einem Strauche verbergen. Es war Eduard Frankl, der uns durch seine Mitteilung, dass die Mutter Albert Cohns,-Dinah Elsaß genahnt wurde, möglich machte, das Grab aufzufinden. 19