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Judaica · 1934-08-01 · 1-2- (August-September 1934) · p. Seite 1

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Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
1-2- (August-September 1934)
Date
1934-08-01
Page
Seite 1 (sequence 2)
Language
German
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JUDAICA ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTE, LITERATUR, KUNST UND BIBLIOGRAPHIE ERSCHEINT MONATLICH I. Jahrgang AUGUST-SEPTEMBER 1934 1-2 Heft „JUDAICA" Wir greifen aus der wissenschaftlichen Terminologie das Wort heraus, das eine interparteiische, sogar interkonfessionelle und internationale Perspektive von jüdischer Kultur bezeichnet» Im engeren Sinne bedeutet es für uns das Bestreben, das völlig brachhegende Feld der Geschichte, Literatur und Bibliographie des Judentumes [in der Slovafeei urbar zu machen und den Sinn für die Heimatsgeschichte und Heimkultur in die weitesten Schichten der jüdischen und auch nichtjüdischen Gesellschaft zu tragen. Es wäre eine beleidigende Zumutung an den Leser, wenn wir ihm erst den Wert der Kenntnis seiner eigenen Geschichte und Kultur begreiflich machen wollten. Wenn es schon bei allen anderen Völkern gilt, daß die Zukunft nur die bei einer anderen Türe hereintretende Vergangenheit sei, so ist das jüdische Volk längst darüber belehrt, in seiner Geschichte die Urimj Wetumim zu sehen, die es um die Zukunft befragen kann*. Wenn aber die Geschichte die Lehrmeisterin der Völker sein soll, muß sie gemeinverständlich dargestellt werden, um vom ganzen Volke in ihrer ganzen Bedeutung begriffen zu werden. Die Menorah, das ewige Sinnbild d^r lichtspendenden Mission des Judentums, haben wir zum Panier erhoben, aber „das Licht der Menorah, die über 20 Tefachim hoch ist, ist unwirksam/' Wir wollen populär, wenn auch nicht vulgär sein. Der Gelehrt tendünkel, der tour zu seiner Kaste in exklusiven Ausdrucks»- formen spricht, hat seine Mitschuld an manchen der vielen Fehler der jüdischen Volkserziehung. Nichts Zünftiges soll hier dargebracht werden. Unser Werk entspringt selbstempfundenen Notwendigkeiten des jüdischen Lebens um uns herum. Wir wollen auf lalten Bahnen wandeln. Die ersten Kapitel unserer

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