Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 11 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
…/2707513-2707530--493-2708066- Visual Library
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34 Verwaltungsbericht Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung ihrer Mitglieder und Freunde hielt die Akademie für die Wissenschaft des Judentums am 25. Juni abends im Hause der Loge Kleiststraße 10 ihre 11. Jahresversammlung ab. Vertreter hatten u. a. entsandt: Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden, Jüdische Gemeinde Berlin, Deutsch-Israelitischer Gemeindebund, Großloge U. 0. B. B. für Deutschland, die Berliner Logen und Schwestern-Vereinigungen, Jüdische Gemeinde Breslau, Hermann Cohen-Loge in Frankfurt a. M., Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und Rabbinerseminar zu Berlin, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, Gesamtarchiv der deutschen Juden, Jiddisches Wissenschaftliches Institut, Gesellschaft für jüdische Familien» forschung, Soncino-Gesellschaft, Freie Jüdische Volkshochschule, Rabbiner-, Lehrer¬ und Kantoren-Verbände, Hebräische Lehranstalt, Schule der Jugend, Vereinigung für das liberale Judentum, Verein zur Erhaltung des überlieferten Judentums, Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde, Hilfsverein der deutschen Juden, Centrai- Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berliner Zionistische Vereinigung, Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Verein zur Abwehr des Antisemitismus, Jüdischer Frauenbund, Verband ostjüdischer Organisationen, Verband Russischer Juden, Gesellschaften ORT und OSE, Verband der Posener Heimatvereine, Hilfsverein für jüdische Studierende und die Studentenverbindungen. Auch die allgemeine Presse und die jüdischen Zeitungen waren vertreten. Der 2. Vorsitzende, Herr Oscar Wassermann, eröffnete die Versammlung mit kurzen Worten über die Bedeutung und Ziele der Akademie und gedachte der Toten des Jahres: des Philosophen Franz Rosenzweig dessen Initiative die Akademie ihr Dasein verdankt, und des Kommerzienrats Albert Moos-Stuttgart. Dann begrüßte er den aus Amerika zurückgekehrten Professor Dr. Julius Guttmann und gab der Freude darüber Ausdruck, daß er den dringenden Einladungen amerikanischer Institutionen, seinen Wirkungskreis dorthin zu verlegen, nicht gefolgt, sondern der jüdischen Wissenschaft in Deutschland, insbesondere der Akademie, deren Forschungsinstitut er so erfolgreich leitet, erhalten geblieben sei. Hierauf erstattete Herr Professor Guttmann den Jahresbericht des Forschungsinstituts; den Bericht des Verwaltungsvorstandes und der Hermann Cohen-Stiftung der Generalsekretär Dr. Israel Auerbach. Die Kassenprüfer Moritz Rosenthal und Sally Bradt stellten fest, daß Buchhaltung und Belege in bester Ordnung sind. Der Etat für 1930 in Höhe von RM 170 000 in Einnahmen und Ausgaben wurde genehmigt. Die vom Ausschuß beantragte Entlastung wurde einstimmig erteilt. Für das Geschäftsjahr 1930 wurden die Ausschußmitglieder Rechtsanwalt Paul Brasch und Moritz Rosenthal zu ehrenamtlichen Revisoren ernannt. In den Ausschuß der Akademie wurde Herr Sally Bradt-Berlin hinzugewählt. Der Mitgliederversammlung ging eine Sitzung des Ausschusses und der Vorstände voran. Nach Schluß der Versammlung hielt Herr Dr. Ernst Simon-Haifa einen Vortrag über „Franz Rosenzweig und das jüdische Bildungsproblem".