Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 11 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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KORRESPONDENZBLATT DES VEREINS ZUR GRÜNDUNG UND ERHALTUNG EINER AKADEMIE FÜR DIE WISSENSCHAFT DES JUDENTUMS 11. JAHRGANG 1930 11. JAHRGANG Das Korrespondenzblatt hat die Aufgabe, durch allgemeinverständliche Aufsätze, die aus den Arbeiten des Forschungs-Instituts herauswachsen, die Auswirkung der gelehrten Arbeit auf die breitere Öffentlichkeit einzuleiten. Es soll außerdem die Jahresberichte des Forschungs-Instituts und des Vereins enthalten. INHALT: Ernst Simon-Haifa: Franz Rosenzweig und das jüdische Bildungsproblem ... 1 — 13 Selma Stern: Die Judenpolitik Friedrich Wilhelms I. von Preußen...... 14 — 29 Bericht des wissenschaftlichen Vorstandes............... 30 — 31 Bericht des Verwaltungsvorstandes.................. 32 — 37 Veröffentlichungen........................ 38 — 40 Mendelssohn-Jubiläumsausgabe / Anzeigen............... 41—42 Franz Rosenzweig und das jüdische Bildungsproblem Von ERNST SIMON, HAIFA. Wir bringen nachstehend den Vortrag zum Abdruck, den Herr Dr. Simon bei der diesjährigen Generalversammlung der Akademie gehalten hat. Die Akademie hatte ihn um Übernahme des Vortrages gebeten, weil er Franz Rosenzweig als Schüler und Freund eng verbunden war. Um der geistigen und menschlichen Nähe willen, aus der heraus Rosenzweig hier erfaßt und gewürdigt wird, machen wir den Vortrag auch dem weiteren Kreise der Freunde der Akademie zugänglich. Bei einer Würdigung so persönlicher Art versteht es sich von selbst, daß sie nur den eigenen Standpunkt des Verfassers zum Ausdruck bringt. Die Redaktion. Als Franz Rosenzweig im philosophischen Doktorexamen, Freiburg 1913, auf Heinrieh Rickerts Frage: „Wer liat Hegel seine Stellung in der Geschichte der Philosophie angewiesen?" die Antwort gab: „Hegeil" — da war der Ansatz zu einem neuen Wisseiischafts- und Bildungsbegriff gemacht. Der Professor mag auf manchen Namen gefaßt gewesen sein, sicherlich nicht auf den des Philosophen selber, den die göttliche Frechheit des jungen Studenten sein Werk