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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · 9 (1928) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1928)
Date
1928-01-01
Page
[Seite] (sequence 57)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707534--400-2707971
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arveit, in einwandfreien und hochwertigen Büchern veröffentlicht, dazu beitragen, die Ueberzeugungen unserer Generation zu festigen, Stolz und Liebe zum Judentum zu erneuern. Die Akademie ist demnach Planzstätte intensivsten jüdischen Geisteslebens, Arbeitszentrum und Existenzgarantie jüdischer Gelehrter, Anziehungspunkt neuaufstrebender jüdisch-wissenschaftlicher Kräfte. Ihre Organisationsform ist das Forschungsin st i t u t lkeine Lehranstalt), geführt und gestützt von einer akademischen Körperschaft, gegliedert in eine Reihe von Fachsektionen. Nicht alle vorgesehenen Abteilungen entstanden mit einemmal, aber eine talmuöische, eine historische, eine literar-historische. eine sprachwissenschaftliche. eine philosophische Sektion und eine Sektion für Statistik und Wirtschaftskunde der Juden sind bereits in Funktion, betreut von Sonderkommissionen, die sich aus Autoritäten des Jn- und Auslandes zusammensetzen. Das Forschungsinstitut stellt beamtete Mitarbeiter an. übernimmt jüngere Gelehrte als Stipendiaten zu ihrer weiteren Fortbildung und beteiligt sie an den laufenden Arbeiten. Es publiziert endlich die Forschungsresultate in den „Veröffentlichungen der Akademie". Der grundlegende Entwurf zur Organisierung des Instituts,'die Aufstellung des großen Arbeitsprogramms sowie der Beginn seiner Durchführung stammt von seinem ersten Leiter, dem Historiker Eugen T ä u b l e r. Gegenwärtig steht Professor Julius G u t t - mann an seiner Spitze, ihm zur Seite der wissenschaftliche Vorstand, den Kern der akademischen Körperschaft bildend, bestehend aus Vertretern der jüdischen Wissenschaft in Deutschland. Zur Zeit sind annähernd 26 junge Gelehrte an den Aufgaben der Akademie und der ihr angeschlossenen Cohen-Stiftung beteiligt. Ueber die wichtigsten laufenden Forschungen und in Druck befindlichen Werke unterrichtet alljährlich das „Korrespondenzblatt" durch Gesamtberichte und gemeinverständlich abgefatzte Spezialaufsätze der Autoren. Eins der großen Ziele des Forschungsinstituts ist: nach und nach eine „Lidliotheca Judaica" zu schassen, die alle bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erschienenen jüdischen Schriften in kritischen Ausgaben, nötigenfalls auch in Uebersetzungen, enthalten soll. Ein Generalverzeichnis aller aus unser Schrifttum bezüglichen Handschriften und ein photographisches HandschriftenarchiV sollen angelegt werden. Ein zweites Ziel stellt die historische Durchdringung der gesamten Entwicklung unserer Gemeinschaft in politischer, kultureller, wirtschaftlicher und sprachgeschichtlicher

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