Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4-5 (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2707513-2707528--186-2707753- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
56 Jahresbericht 1922 5. Einnahmen: 6. Ausgaben: 7. Aktiva: Verwendbar: Stammkapital: Zufammen: Ende 1919: „ 1920: » 1921: ,, 1922: 1. 7. 1923: 70000 Mk. 176000 235000 2680000 5741000 u. $ 2929,- In 1919: 1920: 1921: 1922: 20000 Mk. 117000 203000 2823000 bis 1. 7. 1923: 53392000 In 1919: 1920: 1921: 1922: 444000 -Mk. 578000 790000 1528000 1. 7. 1923: 246250000 409000 Mk. 85000 155000 381000 979000 479000 Mk. 261000 390000 3061000 6720000 U. $ 2929,- Stetig und frei von Schwankungen voll» zog fich die Aufwärtsbewegung unferer Mit» gliederziffer. Sie ift gegen das Vorjahr wiederum um etwa 80% geftiegen; die Ver» mehrung war um etwa 100 ftärker als fie es in 1921 gewefen war: ein deutliches Zeichen dafür, daß die Schwere der Zeit keine Ent» mutigung in unferer Vereinsarbeit, fondern eine entfchloffene Intenfivierung derfelben ausgelöft hat. Freilich kann die Genugtu» ung hierüber nicht über die beklagenswerte Tatfache binwegtäufeben, daß wir in einem Punkte gegen die erften Jahre erheblich zu» rückftehen. Konnte damals, an der Höhe der etatmäßig vorgefehenen Ausgaben ge* meffen, die materielle Zukunft unferes Aka» demie« Werkes als auf einige Jahre gefiebert erachtet werden, fo ift das gegenwärtig nicht mehr der Fall. Wenn heute überhaupt von Sicherung gefprochen werden darf, fo kann das im Höchftfalle von Monaten gelten. Und hier liegt das Grundproblem der Finanz» aufgäbe, die dem Verwaltungsvorftand im laufenden Gefchäftsjähre zu löfen obliegen wird. Ein Werk wie das unfere, das die Notwendigkeit ftändiger Vertiefung und Er* Weiterung in fich trägt, und dem eine Reihe wiffenfehaftlicher Perfönlichkeiten fich mit dem Einfai) ihrer Exiftenz hingegeben haben, kann nicht den Zufällen des morgigen Tages preis» gegeben bleiben. Die mangelden Zukunfts» fieberungen müffen gefchafFen werden. Man wird nicht umhin können, die Grundtaxen für Stiftungen und Mitgliedfchaften, den ver* änderten Geldverhättniffen entfprechend, er* heblich zu erhöhen. Es wird Aufgabe der Mitgliederverfammlung fein, diefe unerläß» liehe Reform, welche eine Statutenänderung bedingt, durchzuführen. Wir hegen die fefte Hoffnung, daß unfere bisherigen Mitglieder, feien es, die von den erften Tagen der Gründung unferes Werkes her unfere Arbeit mit Intereffe begleiten, feien es die fpäter Hinzu» getretenen, die Wichtigkeit und Unumgäng« liebkeit diefe Abänderung einfehen und fie freudig aufnehmen werden. Darüber hinaus muß im kommenden Jahre eine ftärkere An» fpannung ihrer materiellen Leiftung bis zu einer Grenze, die nur die Möglichkeit und der befte Wille zu fetjen haben werden, von allen Freunden und Förderern des Hermann Cohenfchen Gedankens erwartet werden. Unfere Aufgabe ift fo groß und fchön, daß wir ficher find, daß der Eifer unferer Mitglieder hinter der Leiftung des Vorftandes nicht zurückbleiben wird. Der erfte Schriftführer Guftav Bradt.