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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 25

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
4-5 (1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 25 (sequence 28)
Language
German
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Von den biblifcben Erzählungen im Koran 25 Wiedehopf einen Brief an fie, in dem fie aufgefordert wird, im Namen Htlabs Moslem zu werden. Salomo läßt inzwifeben den herrlichen Thron der Königin unbemerkt vor ücb bringen, weiß die Königin, als fie zu ihm kommt, zu überrafeben, von feiner Weisheit zu überzeugen und zum Islam zu bekehren. Aus der Zeit nach Salomo erwähnt der Koran Elias' Eifer für flllab gegen Baal und nennt Elifa. Verfprengte, erzählende Stoffe, vielleicht aus den Königsgefchichten flammend, finden ücb vor. Eingehender fpriebt Mohammed von den Propheten, flllab hat mit ihnen einen Bund gefchloffen. Gegen unzählige Feinde mußten fie ftets kämpfen und waren immer bedroht. Als das „Siegel der Propheten44 fieht ücb Mohammed felbft an, dem die Propbetengefcbicbten überliefert wurden, um ihn zu ermutigen. Ruch Jonab, der „Mann des Fifcbes", ift ein Gottesbote. Sein Gebet in der Bedrängnis ift ein Bekenntnis zu flllab. fln der Errettung des fündhaften Ninive febeint Mohammed flnftoß genommen zu haben, da er, weil er bei feinen Landsleuten ftets auf Allahs unabwendbares Strafgericht hinweift, Ninives Rettung als Ausnahme binfteUt. iiiobs Leiden und feine durch eine Quelle erfolgte Heilung werden gefchildert. Er felbft wird als Nachkomme Abrahams und Allahs Bote hingeftellt. Von Esra weiß der Koran aus medinifcher Zeit, daß ihn die Juden als Allahs Sohn bezeichnen. (Vgl. Sanhedrin 21b, Jebamot 86 b, Hullin 131b, IV Esra 14. 9 ff. und Sefer Hanok im „Bet«bamidras" von Jellinek.) Daniels Gefährten werden erwähnt. Über Haman hatte Mohammed verworrene Anficbten. Als Minifter Pharaos gibt er den Rat, die jüdifeben Knaben zu töten, und foll einen Turm bauen,1) damit Pharao in den Himmel fteigen und den Gott Moüs entthronen könne. Haman wird ftändig neben Kor ach genannt, wohl, weil ihn Mohammed nach jüdifchem Vorbild neben Korach für außerordentlich reich gehalten hat. (Num. r. 22, 7 u. a. St.) Anklänge an die SdMlderung Ezechiels von der Wiederbelebung der Toten finden ücb an mehreren Stellen des Korans, fluch ein kurzer Überblick über den Verlauf der jüdifeben Gefcbicbte wird gegeben. Beachtung verdienen fchließlich die überall verftreuten Refte von talmudifchen Erzählungen, die ücb mit verfchiedenen Sagen vermifcht haben, fluch die Gleicbniffe, die der Koran aufftellt, find oft jüdifeber Herkunft. Zahlreich find die Anklänge an die Pfalmen. Wiewiel Mohammed von ihnen gekannt haben muß, geht auch ohne die Betrachtung einzelner Stellen deutlich hervor. Mohammed weiß von David als dem Verfaffer der Pfalmen, nennt den Pfalter mit Namen und zitiert daraus mit der Einleitung: „und wahrlich, wir haben in den Pfalmen gefebrieben". Erft in medinifcher Zeit hat er mehr von ihnen erfahren, fluch 1) Daher wird Pharao an anderer Stelle (38. 11) als „Herr der Pbablbauten" be* zeidmet. Vergl. Jofepbus: flntiqu. I. 4, wo Nimrods Bauwerk ähnlich gefchildert wird. Beim Auszug aus Ägypten werden Pharaos Bauten zerftört (7. 133).

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