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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · 3 (1922) · page 36

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1922)
Date
1922-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707518--124-2707688
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Bericht des Verwaltungs-Vorstandes. . Das Verwaltungsjahr 1921 stand unter dem Zeichen normaler Fortentwicklung. Dem durch den Tod von Geheimrat Leopold Landau eingetretenen Vacuum im Vorsitze des Vereins ist durch die am 28. Juli vollzogene Wahl des Herrn Geh. Med.-Rats Prof. August von Wassermann ein Ende gesetzt worden. Am 2. November erfolgte in gemeinsamer Sitzung des Verwaltungs-Vorstandes und des W^ren chaff.1 xhen Vorstandes die Amtsübernahme durch den neuen Vorsitzenden. — Durch deii Heimgang von Rab. Dr. Nehemia Nobel, Mitglied des Wissenschaftlichen Vorstandes, hat der Verein einen unersetzlichen Verlust erlitten; der Tod des Ausschußmitgliedes Elie Schalit hat in die Reihen seiner tatkräftigsten Förderer eine fühlbare Lücke gerissen. Auch das Jahr 1922 hat uns in Trauer versetzt. Herr Com.-Rat Dr. h. c. Charles Leopold Netter, seit Begründung unseres Vereines Beisitzer seines Verwaltungsvorstandes, ist am 14, Juli dieses Jahres dahingegangen. Die Art seiner Teilnahme an uns« em Werke war, wie es dem Wesen diesij großzügigen Mannes entsprach, eine durchaus innerliche. Er wußte gerade als Mann des praktischen Lebens sehr wohl die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnis für dasselbe zu schätzen und förderte mit der ihm eigenen Umsicht und Tatkraft die positive Betätigung solcher Erkenntnis in unserer Akademie mit freudiger Hingebung. Sein Name wird mit dem unseres Werkes dauernd verbunden bleiben und immer nit dem Ausdrucke wärmsten r<nkes genannt wer V.l. Die Propaganda für die Akademie ist in der abgelaufenen Berichtsperiode mit verstärkter Energie fortgeführt worden. Immerhin nötigte die Fortdauer des Provisoriumzustandes am Forschungsinstitut, der erst im Frühjahr 1922 sein Ende fand, zu einer gewissen Zurückhaltung. Aus dem gleichen Grunde konnte auch eine großzügige Presseagitation noch nicht eingesetzt werden. Innerhalb dieses durch die Jugend unseres Werkes gezogenen Rahmens hat die Werbearbeit günstige Ergebnisse gezeitigt. Die Informierung sämtlicher Bne-Briss- Logen Deutschlands, unterstützt durch ein Rundschreiben der Groß-Loge für Deutschland auf Grund ihres Beschlusses, die Zinsen ihrer Timendorfer Stiftung unserem Vereine zuzuführen, hat unserer Sache in weiten Kreisen den Boden geebnet. Die Durchführung der Werbeaktion war seit dem 1. Mai 1921 Herrn Dr. Israel Au erb ach-Berlin übertragen. Reisen desselben nach Hannover und Rheinland-Westfalen, vorbereitet durch den unterzeichneten Schriftführer, haben eine erhebliche Vermehrung unseres Mitgliederbestandes herbeigeführt. Richtlinie der Werbearbeit war, nicht mechanisch Spenden Gebefreudiger entgegenzunehmen, sondern den Gedanken der Akademie in die jüdische Öffentlichkeit zu tragen und so überzeugte und treue Anhänger der Sache zu gewinnen. Das ist insbesondere durch Vorträge erzielt worden, denen die Werbung bei Einzelpersönlichkeiten folgte. Als Gesamtergebnis der Werbetätigkeit im Jahre 1921 kann ein Zuwachs von 1 Stifter 10 Immerwährenden Mitgliedern und 154 Ordentlichen Mitgliedern gebucht werden, dem nur ein Verlust von 11 früher beitragsleistenden Mitgliedern gegenübersteht.

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