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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · 2 (1921) · p. Seite 34

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 34 (sequence 34)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707516--082-2707645
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34 Bericht des Wissenschaftlichen Vorstandes gebiet nahestehenden Herren des Ausschusses an unseren Arbeiten bereits beteiligt sind oder, wie zu hoffen ist, sich an ihnen beteiligen werden. 6. Arbeiten. Ueber die Arbeiten ist großenteils bereits im vorigen Korrespondenzblatt berichtet worden. In der Veröffentlichungs-Reihe der Bibliotheca Judaica beschränken wir uns nach wie vor auf die Hebräischen Kreuzzugsberichte. Die Arbeit wird gemeinsam von den Herren Baer, Baneth, Spanier und dem Unterzeichneten durchgeführt. Wöchentlich findet eine Besprechung statt. Die Arbeit schreitet langsam vorwärts. Die 1892 von der Historischen Kommission für Geschichte der Juden in Deutschland veranstaltete Ausgabe dient als Grundlage. Aber nur soweit, als sie einen Abdruck der Handschriften bietet. Nicht eins der Probleme, die zu lösen sind, wenn man eine kritische Ausgabe und nicht eine wirre Variantensammlung bieten will, ist in dieser älteren Ausgabe ernst in Angriff genommen worden. Was nach ihr hinzukam, beschränkt sich auf einzelne Beobachtungen, die auch nicht an das kritische Problem heranführen. Die Aufgabe ist von größter Eigenart und höchstem Reiz. Nicht Handschriften, die einander gegenüberzustellen sind, sondern Paraphrasen liegen vor, nicht ganze Texte, sondern Exerpte. Die Beobachtungen häufen sich, die wahrscheinlich machen, daß wir auf Strecken hin die excerpierten Quellen werden wiedergewinnen können. Die Voraussetzung dafür ist, daß wir die innere Ueberlieferungsgeschichte der paraphrasierenden Excerpte wiedergewinnen. Daß wir festen Boden gefunden haben, daran kann kaum gezweifelt werden. Die entscheidenden Gesichtspunkte scheinen gewonnen zu sein. Im Einzelnen ist noch viel zu tun. Immerhin können wir hoffen, im Ganzen mit der Arbeit bis zum nächsten Bericht fertig zu sein. Die Arbeit ist so gedacht, daß die Texte im Spaltendruck ihr gegenseitiges Verhältnis hervortreten lassen und daß der älteste Bestand durch Sperrdruck herausgehoben wird. Die Begründung geht in der Einleitung voraus, die auch die äußere Ueberlieferungsgeschichte sowie Ausführungen über die literarische Stellung der Texte, über ihre geschichtlichen Beziehungen und über ihre sprachgeschichtliche Bedeutung enthalten soll. Zu diesem letzten Teil wird das am Ende folgende Glossar gehören, das nicht nur Stichwörter enthalten, sondern nach sprachgeschichtlichen Gesichtspunkten bearbeitet werden soll. Erst die Ausgabe der Hebräischen Kreuzzugsberichte wird die Voraussetzungen für die Inangriffnahme weiterer Editionen schaffen. Wir müssen vorher die Arbeitsmethoden, die sachlichen wie die technischen, an einem Beispiel, das besondere Schwierigkeiten bietet, erprobt und aller Welt zur Kritik vorgelegt haben. Für den inneren Fortschritt des Instituts sind gemeinsam durchgeführte Arbeiten von besonderer Bedeutung. Die Fähigkeiten, die in jedem Mitarbeiter ruhen und bei jedem naturgemäß nach den verschiedenen Richtungen verschieden stark entwickelt sind, finden sich auf diese Weise bei einer Aufgabe zusammen und dienen dieser ebenso sehr, wie der gegenseitigen Befruchtung und wissenschaftlichen Ausreifung der Mitarbeiter. Sie dienen zugleich in hohem Maße der inneren Vereinheitung des ganzen, sich aus verschiedenen Disziplinen zusammensetzenden Gebiets jüdischer Wissenschaft. Wir werden es daher niemals unterlassen, unsere ständigen Mitarbeiter um solche Gemeinschaftswerke zusammenzuschließen, und wir beabsichtigen, noch bevor wir die Kreuzzugsberichte beendet haben, an eine zweite, unvergleichlich umfassendere Aufgabe dieser Art heranzutreten: an einen sachlichen Index Talmudicus. Die Andeutung möge zunächst genügen. Es wäre zu früh, heute schon mehr darüber zu bemerken. Die 2. Reihe, der unsere Arbeit gewidmet war, ist die der „Veröffentlichungen auf dem Gebiete der Wissenschaft des Judentums." Unsere ständigen Mitarbeiter haben an neun Schriften gearbeitet Drei von diesen sind so weit gefördert, daß sie noch in diesem Jahre zur Veröffentlichung kommen werden, es sind dies in zeitlicherFolge: Täubler, Die Anfänge des Volkes Israel. Spanier, Tosefta und Baraitha; Studien zur Entwicklung der spättannaitischen Literatur«

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