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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · 1 (1920) · page 3

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707514--004-2707566
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KORRESPONDENZBLATT DES VEREINS ZUR GRÜNDUNG UND ERHALTUNG EINER AKADEMIE FÜR DIE WISSENSCHAFT DES JUDENTUMS 1. JAHRGANG 19 2 0 1. JAHRGANG Inhalt. Seite Hermann Cohen ............................. I Das Forschungs-Institut für die Wissenschaft des Judentums. Organisation und Arbeitsplan............................... io Einführung in sprachliche Untersuchungen zur hebräischen Übersetzung von Bachjas „Pflichten des Herzens" und zum Sifre zu Numeri......... 19 Chronik. — Wissenschaftlicher Bericht. — Verwaltungs-Bericht. — Ansprache . . 35 Hermann Cohen. Vortrag von Prof. Ernst Cassirer, Hamburg, auf der Mitgliederversammlung des Vereins am 17. 5. 20. Hochansehnliche Versammlung! M. D. u. H. Der ehrenvollen Aufforderung, die der Vorstand des Vereins zur Begründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums an mich gerichtet hat, vor Ihnen über das philosophische Lebenswerk Hermann Cohens zu sprechen, habe ich mich nicht entziehen wollen. Handelt es sich doch um die Lehre eines Mannes, dessen Gedächtnis in mir und andern festzuhalten und beständig von neuem zu beleben für mich nicht nur eine selbstverständliche Pflicht der Dankbarkeit, sondern auch eine innerliche geistige Notwendigkeit bedeutet. Und auch die sachlichen Ziele, die bei der Gründung einer Akademie der Wissenschaft des Judentums an erster Stelle stehen, können nicht bezeichnet, können in prinzipieller Schärfe kaum ausgesprochen werden, ohne daß wir hierbei des Mannes gedenken, von dem der Plan dieser Gründung zuerst erfaßt und von dem er mit dem ganzen jugendlichen Feuer, das ihm bis zuletzt eigen war, ins Werk gesetzt wurde. Daß Cohen diesen Plan mit solcher Energie und Lebendigkeit ergriff, hatte seinen tiefsten sachlichen Grund darin, daß er sich ihm, wie alles, was er berührte, unwillkürlich zur philosophischen Aufgabe gestaltete. Er sah in der Akademie, wie sie ihm vor Augen stand, keine bloß gelehrte Bildungs- und Forschungsstätte, sondern er erhoffte und ersehnte von ihr eine Vertiefung und Erneuerung des Geistes des Judentums. Und diese Hoffnung durfte er hegen, weil er an sich selbst die philosophisch befruchtende Kraft erfahren hat, die den religiösen Quellen und Urkunden des" Judentums innewohnt. Wie er diese Kraft empfunden und verstanden, wie er sie selbst stets aufs neue belebt und gesteigert

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