Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 21 (1923)
- Issue
- Heft 39 (9.2.1923)
- Date
- 1923-02-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Sritt a ist >n Befahr. da» deutsche Judentum möge sich besinnen — auf Irin Judentum und dessen Rähki und Quellboden. . V-'. Zeichnungen und Anregungen nimmt da« Keren Aaiessod. ^Jbüro, Unterltndau 21, entgegen. 3R.fi. Disrneutralc KER EN-HAJESSOD Ydöant dem Wirtsdbafts - Aufbau Palästinas ,;iaSS5„§)r »chon.Ihre Keren.Ha]ca»od.PfHcht erfüllt!? I r WWil blltttiUUli* Y^Awfldlieode Schriften sind Im Keren-HaJe;*od-Bfiro. **»$$£ l: Unletllndau 21. erhällüdj.1' _ «eue mW« Prüft Pölert - vl« ovpofitionellr Haltung de« südlichen Klub». Warschau, 30. Jänner. (Tel. d. „Wr. Morgenzeitung".) I» der Budgetkommisfion erklärten die Abgeordneten Rosmarin, Frostig und 3Ulc"v daß angesichts der Stellungnahme der Regierung zur Jude.yrage d,r jüdisch« Klub gegen da» Budgetprovilorium stimmen «»de. Jnsvlgedessen ist da» Schicksal de» Budgetprovisorlum» fraglich geworden. Die Derlr»i»r der veutfä'. Ukrainer und Weißrussen «erden für oao Budgetprouisarlun! stimmen. Auf diese We.se ist e» dem Mlnisterpfäslden'en Sitorski gelungen, die nat-nalrn Minderheiten, mit Ausnayme der Juden» für sich zu gewinnen Verhandlungen Lolonel Klsch, mlt arabischen Jührern. (Ziko.s Lieut.-Coionei Kisch ist nn,tz Jerusalkni ,um Kairo zurückgetelirt, wo er Unteryandlunge». mit arabisü,.-:. Führern geführt hat, die befriedigend verlausen sind. Deutschland Jüdischer Weltkongreß. Bezüglich des Weltkongresses nahm die A. E.-Sitznng nach dem Referat Soiouteltfchiks und der darauf folgenden Debatte die folgenden Beschlüsse an. »Da-r 81. C. beauftragt, die Exekutive, in »vriterer Dordereitung des jüdischen Weltkongresses für den Aufbau Palästinas.' a) die notwendigen Schritte bei der britischen Regierung gemäß Art. > des Paliistina-Mandates zu. unternehmen, b) eine breite Agitation für die Idee des Palästina-Hmgrefsts in allen Ländern zu entfalten, c) einen Wählmvdu» für den Weltkongreß im Einvernehmen Mit den Landesorganisationen auszuarbeiten und der nächsten. Sitzung des A. E. zur Bestätigung vorzulegen. ' Die ganze Arbeit muß in dem Sinne verlaufen, daß als Resultat sthon vor dem Kongreß gewisse Voraussetzungen für «iiie nachträgliche ständige organisatorisch« Zusammenfassung koeitesterKrelfc de, jüdischen. Volkes zur Mitwirkung am Palästinaaufbau geschaffen werden. Auf diesem Wege wären Dort, wo. das für zweckmäßig erachtet wird, die Landeskonferenzen für den Aufbau Palästinas einzuleiten. Der Weltkongreß soll nicht später als im Jahre 1924 ftattfinden." Oesterreich '3ur Lraae der Lenerl'estattiing. Der Vorstand der Wiener israelitischen Kultusgemeinde hat nach Einvernehmen mit dem Rabhinäke beschlossen: „Es kann kein Zweifel darüber obwalten, daß der jüdischen Religjon und der. traditionellen und der geschichtlichen Ueberliefertmg einzig und'.allein die Erdbestattung des Leichnams enttzrricht. Die Lelchenverbrrnnnng galt und gilt als unjüdisch. Wohl widerlpricht es dem Geiste des Judentums, einen Zwang zur Einhaltung religi^nsgefetzlicher Vorschriften auf die Glauhplsangehökigen c-. aiibe», doch ist es selbstverständlich, daß Wchisfe religiöse Z«k^-.>an!en nicht bei einem Akte vorgenommen werden dürfen, ixr zum Religionsgesetz Im Gegensätze steht. Seiten, der israelitischen Kultusgemeinde wird in jenen Fällen, In welchen die Einäscherung stattzufinden hat. der Leichnam den Organen der Gemeinde Wien übergeben. Die zurückgesrellte Urne oder Aschenkapsel wird von der israelitifchcn Kultusgemeind' für die Bestattung auf den, Israelitifchen Friedhöfe übernommen werden. Bei dem Bestattung,- akte werden religiöse Zeremonien nicht stattflnden." England Absa« de» englischen Kolonialminister,, de» Herzog, von D«v»nMe. an dt« arabische Delegation. tZlko.) Die aus Lausanne zurückgrkehrte arabische Del«, gation hatte am 11. Januar eine mehr al» einstündige Unterredung stiit dem englischen Kolonialminister. Herzog von Devonshir». Die Delegation brachte Ihre alten Rekrlminationen gegen die englische Poiästinapolilik vor. Der Herzog von Devonstzi»«. «klärt« in seiner Antwort, daß die ganze Palästina. Frage jetzt vo» der englischen Regierung ohne jede» VorurtMfttidiett werde. Er könne aber bereit, jetzt sagen, daß Ejetztge 'Regierung keineswegs di« Politik der früheren Re- Gerung, die im Weißbuch voin Juli 1Ö22 nledergrlrgt ist, >rgeiidwie ändern wird. Rumänien Antifemtttfcher Aur» V Der Verfassung--', uslchuß nahm zum Schluss« de» Antrag de» Abg. Eonstantinesru an, der wie folgt lautet: ,,E» wird nur jenen Juden die rumänisch« Staalsbürger- Ichast zuerkannt. die feit 1914 im Lande gewohnt haben und dt« dt« Krlegsetdeu auf der Seit« Rumäniens initgrmamt haöen.'^ Di/ Annahme de» Anträge» l5o»sta»tinesru hat in alten Krelfett d« rumäiiildii'ii Jndenlici» Icdhasl« Trauer und Empörung httsorgeruse». - Der öelchluß de» Vrrsas>»»gc-.ni»schlijse» ist geeignet, das Befühl o,»> «inrr flrnnb|n|ilidKii Aenderimg der rumiinischrn Äudenpol lik seit deni Friede» wieder in» Wanke» ,)» bringe». Wir hosscn. s„ß d„« Plenpm iich nicht an den Vaeictzlag des Derfastm, |sc ursch-,,II,» halten wirk. Fmlhifn lirldtti Judentum und Staat Bor überfülltem Saale sprach am Montag Herr Rabbiner Freudenthal-Nürnberg auf Einladung des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Uber,-J u d e u t u m u n b ® t n a t". Der Redner führte aus, daß die Liebe des Juden zum Staat den religiösen Grundlehren des Judentums selber entspringe. Mitarbeit an» Staate war schon in den Tagen des babylonischen Exils heilige Verpflichtung. Die Lehre von der Gleichberechtigung aller Menschen erfordern Treue dem in Sittlichkeit: gegründeten Staat gegenüber. Schon immer seien die Juden die Verfechter äußeren und inneren Friedens gewesen. In einer kurzen Diskussion, die auf den mit viel Beifall oufgenommenen Dortrag folgte, drückte ein Führer der Frankfurter Sozialdemokratie sein Einverständnis mit den Worten des Referenten und feine Gegnerschaft gegen allen Antisemitismus aus. Trotz der Aufforderung des Dorsttzenden zogen es die Völkischen vor. sich in Schweigen zu hüllen.- Die jüdischen kehrer. Anläßlich dev 150. Sitzung der „Bereinigung israel. Lehrer in Frankfurt a. 3R." hat ein ungenanntes Mitglied, im Hinblick auf die katastrophale Lage der jüdischen Beamten, dem Borsitzenden des Jüd. Beamtenbündes, Herrn Dr. I. Höxter in Frankfurt a. M.» der in erster Reihe für die rechtliche und wirtschaftliche Stellung der Beamten kämpft, ein« namhafie Summe als „Dr. Julius Höxter-Fond," Wirtschailsjonds vrs?iib. Vramtenb,indes) zur Verfügung Der Stifte? will dem Jüd. Beamtenbund Mltttt andie Hand geben, um die wirtschaftliche Besserstellung der jüd. Beamten durchzusetzen. Er hofft, daß viele seinem Beispiele folgt», gl-Ich Ihm den Beamten in ihrem verzweifelten ^istrnjk:.,>pfk beistehen und durch große Zuwendungen an den Fonds reu füd. Beamtenstand mitsamt den Gemeinden vor vem Untergang bewahren. Berufsberatung und Arbeftsnachwetr für Juden «L.V. Börnestraßr >4,'SS — Sprechstunde» za—Ubt Telefon Hansa ‘.o«5 (Nebenstelle Irr. Gemeinde). Wir bitten all« Leser diese» Blatte», jede Arbeitsgelegen, hcii — vorübergehender Art — uns anzuzeigen, damit wir arbeitslose» Glaubensgenossen, die Möglichkeit gedeih können, sich durch Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auch ist es unsere Aufgabe, 'schulentlassene Knaben in puffende Lehrstellen zu bringen und wir bitten um gefl. diesbezügliche An- Meldungen der In Frag« kommenden Lehrstellen. Schumann-Theater. Das Schumaun-Theattr hob für den Monat Februar trotz der fchwierigen Derhälinffe wiederum ein ganz erstklassige» Programm zusammentzestrllt. Besonders fei hier auf Leonida und B«rbertda» mit ihren Prachtlüwen hlngewlefen. Der Ringkamps Berberida, mit dem Löwen Achmed — Mensch gegen Bestie — dürste wohl die Glanz, vummer de« Abend» bilden. — Wegen de» großen Andrangs, besonder» zu den Sonnabend- und Sonntagsvorstellungen empfiehlt es sich, schon Karten jm Barverkauf, dir bereit, 8 Tage vorher erhÄtlich sind, zu sichern. Vereins -Nachrichten poake Aiou. Am Samstag, den 10. Februar, abends 8 Uhr, findet im hochfchen Konservatorium rin Vor»rag*des Vereins „Poalr Zion" statt. Thema: ..Biallk und feine Zeit". Einkittsprel» Mk. Svv.— lelnM. Steuer). Karten find an der Abendtaffe erhältlich. Aguda» )t»rocl. Am 25. Februar veranstaltet dir Aguda» Jisroet'JugrnL. „ruppk ein vurimfest unter Mitwirkung des verstärkten >;üdiln-ei, ordikslrrvereln». U. a. gelangt die st. Snmphoni» >an Hand,, (mit dem Paukenschlag) ungekürzt zur Wieder,„ oe. Ferner find gewonnen worden Herr Odrrkantor Graß >d Kerr Moritz Sturmseld lDiallne). di» weiteren konnnen in acii'ilckter Chor und Ouartelt». dargeboten au» Mitglied:rn der Siuwgogenchöre der Jsr. Religion,g»IeN1chait und der *rtiiciiiti« am Börneplatz, zum Vortrag. Außerdem lind uuei Einakter vorgesehen. Die gesamte künstierlsch« Leitung ist Herrn Mar Reumann übertrage» wurden. Wegen der frühe» Polileistunde muß pünktlich um 'ist Uhr begonnen werden. Nähere» s. Inserat. Sr. »4 Kaffee Kaisergarten Kttnstler-K onzert Lalinird-Thora-verei«. lFeneral-versainiulung. Sonntag, den 18. Februar ISA. abends 6 Uhr Erneralverfammlung im Hörsaal der Börneplatz-Synagop - Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht, 3. ik eicht der Revisoren und Entlastung des Vorstandes, . Wahl für ausscheidende Dorstandsniitglieder und Revisoren. S. Aendenuig de» 8 3 der Statuten. N. Verfchirdenes. ' Laut Statuten muffen Alltrage zur Generalversammlung acht Tage vorher an den Vorstand des Tolmud- Thoravereins. z. H. des Vorsitzenden. Herrn Jakob Hamburger, Hanauerlandstr. 43. eingereicht fein. Minterprogramm des Talmud-Thora-verein. Freitag: Schluß des Gotteedienstes Vortrag" Sanietagr Uhr -- Unna' s'U Uhr'"V-, zum Ivochrnobfchnitt Radb.-Ajsesor tipinskr — nach Miucho K“l»a S. Unna Sonntag: nach .Schluß de» Morgengottrsdienste» MVV L. Groß — 9'U Uhr vormittags Rabb.-Affefor tixinsstf — -'s, Uhr vormittag» miM S. Unna* — nach vlincho D’K'SJ 2. Unna - Montag: nach Schluß de» ltkorge.-rgottttdienste» "r\m\'g S. Unna — 6'/* Uhr abends apj}' pj* Agadische Stellen an* dem Talmud S. Unna Dienstag: nach Schluß des Morgengottesdienstes ,"HV& L. Groß Mittwoch: nach Schluß der Morgengottrsdienste* NIMV « Groß — 6% Uhr abends M22?7k 1113117 Herxnspflichten Pr. Braun Donnerstag! nach Schluß d. Morgengortesdienst *p"ip IFl^W S. Unna — »'s, Uhr abends Unna" ' Freitag: nach Schluß der Morgengottesdienstes NZD2 T Grog. Schiur für Damen: Mittwoch: tlU Uhr abend« OT"T S. Unna Fortbikbung»unterricht für junge Leute: Samstag: u~(2 Uhx RIWÖ Turschinskv — s—\ Uhr nSWÄ Turfchinaky — 5—» Uhr möi versicherter ^'s,—S's, Uhr tfltM verfichertrr Montag: r sUhr abends »klvZ S. Unna — s'/. Uhr abends 87122 «. Groß Mittwoch: e'U Uhr abends 1003 *• Groß. Donnerstag: s'/, Uhr abends iVVO Turfchinskp. Lortblldungsunterricht für Anoden von 8—f» Jahren: Samstag: Nach Schluß des Morgenoottesdienstes ''MN Abt. £ Dr.H.Sp«er. s—^ Uh r-^->x jnbtt? Ubt. A Dr. Unna. Abt.S, Moses Gelbaum, Abt. L Max Grlbaum, Abt. De, Frank Uhr Abt. F Max Gelbaum, 7't, Uhr rpttM Abt. A> S. Unna. Montag: 5—6 Uhr nWO Abt. € D <£ 5. Unna, 5—s Uhr rUWO Abt v well, Dienstag: a—r Uhr niWÜ Abt. A S. Unna «—r Uhr NWS Abt. B. D. Groß Mittwoch: «—r Uhr neu Abt. v L. Groß, s—« Uhr. MVV Abt. L weil, »—« Uhr -p03 Abt. 21' S. Unna. Donnerstag: s—e Uhr nJS?ö Abt. L S. Unna, s—» Uhr illvO Abt. D weil. *—? «1102 Uhr Abt. 2T* S. Unna. »—t Uhr XIOJ Ab«. S L. Groß. 7—8 Uhr fN^V Abt. A> <£. «roß. ' ' Lchturim in der Synagoge 1)erme»««g r Dienstag: nach Schluß des Morgengottesdienst«» fjetw. hirschberg. Mittwoch: nach Schluß des Morgengottesdrenstes N2V0 herm^ Mrfchberg. Vorstehende Schiurim finden In den Hörsälen der Gemeind« Synagoge BSrneglatz statt, ausgenommen die mit * bezeichnet«!^ welche ln »er Ueligtonsschule Hermesweg st/zi abgehalten werden. auch für Damen. Mitgliederanmeldunarn sowie Spender an Herrn Fritz Breslau kangestraße 47 Postscheckkonto 47 (o.?. Anmeldungen für den FottbUdungsuuterricht a,i Adolf Dorfzaun Am Tiergarten »2. Vochen-Aalen-er. K3 ’B rStf Samstag, in. Februar Sabbat-Anfang: s Uhr v» Min' Frkf- Zeit Sabdot-L-ide: « Uhr :s Min. Frkf. Zeit l». und (7. Februar Nrnniond VNkl Vlkl Samstag, |7. Frbruar -idra S-LBVO-S'^,?«? 'B CTT1P? CH"! fCC Sabdat-Anftmg: 5 Uhr;n Min. Frkf. Heit Sahhat-Lndr: b Uhr >'• Min. Frn. Zeit 3? Kaffee RuhlandS K*iM.TMra!»»r Sh tzn>.erstr»n»a 56 tIKltctr enlklflMijti' U»terhaltungoniu-lk -WM