Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 33 (17.11.1922)
- Date
- 1922-11-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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MWftirter MMtisth«- KamilienSlatt Frankfurter Jüdische LugendblLiter MitieiKmaen »«r Il»««tarnai,i?r! >»»«- —« Sech G«tt Redaktion und ELpe^ition: Frankfurt a.LN., UnterlindauZi Fernsprecher: Zlnit Tau,,»» «073 Lrschcmi.^»ierzehntägia. Bezugsprei» prc vi.-rte«. fahr» ..BÄ USer pvst abonniert MK it-ti.—. bri der - i^Mschen r ßr esse Zusendung durch Streisband für ztx ^25.aü,/ für Aürland z.0. f.an-;., 5 lcbweiz. k?r l®fäi.':’S*}9U* S^i S Shilling/ : Dollar säI,ruch. iin voran« - *■. zahlbar. Lknzelnuminer Mk. »».- Jnsertronsprcir für die jiebengespaltene Noii;>arelk Mk. zo — für dir AeNamezeile Mk. «>.—. Pietz» und;'uum Vorschrift ohne Verbindlichkeit. Anzeigenannahme und v«r »valtnng: Lpoche, Reklaineaescllfchaft m. i. tz.Lrarkfur, a.M. Rotzn-arkt 8, Telrfou lirnsa 87,i» I IaötM Asttüngi.GeseNschafti\ ß Litf&n V. x'W,\ ... O.Jahrgang. äre'tag, deft 2^ Warcheschwän 5683 Ui. November 1922) tjiviii g B' H \ß!:i- VS Die Mahlen in ^olen und Litauen. ' Unsere Volksgenoffen in Polen haben einen'über Eyvarten starken Erfolg bei den Wählen zum polnischen Seym'zu erzielen vermocht. Mit der nahezu vierfachen Zahl von Mandaten zieht der /.jüdische Klub" in das Warschauer Parlament ein. Bekannte Namen. Führer HoiUWkstmf werden künftighin die unveräußerlichen RechMöM jüdischen Volkes in Polen zu verteidigen ha- MMEäs Ergebnis ist in vieler Hinsicht -interessant; es zeigt, daß es in Polen nur nationale Juden gibt, die jüdisch«» Assimilanten sind potenziert einflußlos: es zeigt rvekterhin/daß die.P. P. «Partia Polska Sozialistika) kaum jüdische Stimmen bekommen haben. Innerhalb Dr /jüdischen Deputiertenfroktion haben die Zionisten die Aveitäus überragendeMäjorität. Nur die Berbin- -H ^Hyg/mit'den anüeren nationalen Minderheiten in dem sM?ZDWderheitenblock" hat einen derartigen Erfolg erniög- -y liE Wirldestens 33 jüdische Abgeordnete sind gewählt. HtzhWAxN 18 Deutsche. 10 Weißrussen usw. Der demsche EkkoWtoar nur durch jüdische Hilfe erreichbar und es die deutschoölkischen Blätter in Deutschland dies Mgedührend zu würdigen wissen. (!!) Bedauerlich H /MDefen Wahlen war das gesonderte Vorgehen der /Wtstten/ Diese EigKibrödler haben als einzigen Er- .Niederlage des Zionisten Wigotzkiy in Wilna zu verWchen. der mit 80 Stimmen durchgefallen ist. Die eine große politische Bedeutung, denn die '/ ilicWpärteien werden weiterhin aus die Fühlung der MHMüngsgeschästc verzichte», n»üssen. Die Linke bleibt .^mM Regienliig und cs zeigr sich die Besonderheit, daß ÄHMinderheiten im polnischen Landtag das Zünglein 5 Wage bilden. Ohne die Minderheiten ist keine ^lM^heitsbildung möglich. Pilsudski wird al>o wahr- ' /WÄich weiterhin als ..Präsident der Fremden" Staats- 4Äiit in Polen bleiben. Die naiionalchauvinistische MMAe ist selbstverständlich über diesen Wahlausgang W Hiitind. mit starkem Grund, denn nur das neue reaktio- H Mrs Wahlgesetz. das die Minderheiten ausschalten Mjlte/ hat die Minderheiten zu geeinigtein Vorgehen ' veranlaßt und damit den Wahlsieg der Mmosrheilen ... verbürgt. Ueberail hat diese Wahl Aussehen erregt — auch in England. Es ist dies wesentlich, da man dort die starke Macht der Zionistei» erkennen wird. Die Abstimmung der jüdischen Massen in Polen für die Zionisten war gleichzeitig ein Plebiszit für Palästina, das kein englischer Staatsmann so leicht überhören wird. Besonders erwähnenswert ist der Wahlausgang in Ostgolizieit, wo durch die Wahlenthalkung der Ukrainer die Zionisten nicht weniger als 17 Mandate crkämplt haben. Ganz besonders bcmerkenswelt ist die Tatsache, daß er gelungen ist. bei der Wahl eine jüdische Cinheitsfront herzustellen, die von der Agudah bis zu den Zionisten reiche. Nicht zun, wenigsten dieser Tatsache eiuhcitlichcn Vorgehens ist der große Wahlsieg zuzuschreiben und es sollte auch für die Juden Deutschlands eine Lehre sei», daß da. ivo »'itale Jnteresseu der jüdischen •i* ' Wichtigste Meldungen. Die. vereinigte jüdische Liste^in jpolen errang bei den MatKm zum Sejm den Aber Lrlvarteü großen Lkfölg von mindestens 38 Sitzen. -r v Bei den Michlen zur Berliner jüdischen Gemeinde ist ein Romgrsmißaller Parteien zustande gekommen. //;/ /.// / / '--:T ■ y v *’y '. Omsby-Goreein eifriger Förderer der zionistische^ BestrLbüngen wurde jüm Staatssekretär m d^r- N^^^ englischen Regierung ernannt:^ -v-/ . . -Mmr. ... . Masse auf dem Spiele stehest, /der Weg nationaler Separation aufgegeben werden und der jüdischer Emheit beschritten werden muß. Viel-tuigünstiAek. liegen dagegen die Verhältnkise in Litauen. Dort-hatten dte Minderheiten ebenfalls einen ansehnlichen'Wahlerfölg^zu oerzeichnen: es wurden bei den Talybawahlen.-S. Juden/ 4 Polen. 3 Deutsche und ein Russe gewählt. Die Regierung hat nun einfach sämtliche Minderheitslnandate bis auf vier sür ungültig erklärt und hofft daniir ein einheitliches uational itau isches Parlament zu konstruieren. Die litauische Regie rung wird sich aber hierbei täuschen, gerade sie. di>: den Juden so sehr viel verdankt, man erinnere sich an die jüdischen Bemühungen für die Airerkennung Litouens in London, Paris und New Port, wird auch jetzt die unangenehme Seite einer gegnerischen jüdischen Volks» pciilik zu fürchten haben. Wir höre», schon, daß die Minderheitsvertreter es ablehnen, in diesem Scheinparlamettt uiitzuarbeiten und wir gehen nicht fehl, ivenn wir aimehmen. daß eine jüdische Den,arche bei dem Volkerbund bevorstch Auf Grund der Deklaration vom 22. Septeinber 1921 hat Litauen die iinernationale Berpstichtung. gewisse Vorschriften des Minderheitsschutzrs zu beobachten. Litauen ist sehr stark von den Enttchlüssen des Völkerbundes abhängig und wird nichr ohne »veiteres Maßnahrncn des dafür zuständigen'' Völkerbundrates ignorieren können. Ueberhaupr z--igt sich hierbei, daß die neuen iuternationaien Vertrag e für uns von sehr starker Bedeutung sein könne»». Wn werden in Höchster Zeit unsere Leser über die Rechts. '.m»tz der jüdischen. Minderheiten in Europa d»»rch o»i. »ticrenle Aufsätze von fachkundiger Seite näher, inrorinuren. P. A. Einblicke in Me Sozialverhältnisse im Asten Israel. Bon Dr. B. M a y. I. ■ Ivlr beginnen/»»>it dieser llutnmcc Veröffentlichung einer Änfsatzrrive aus der Leder des Herrn Rabb. Dr. 8. Utay uni» freuen uns, unseren Cefem »an >ri« nem'fo auigejeidmctm Kwict urrd Bearbeiter der ssziab>rrl>ält«Ae im alten Israel Lber diesen' Gegenstand berichten laffeir zu können. . Jeder Zett ist durch Strrbimgen und Regungen, von denest sie stlbst bevaegt ist. ihre besondere.iibifgabe auch an. der ErkenMnislMLwhzuägenheit^zugMiesrn. Zeiten und Geschlechter, die von religiofenT^ftänchsen und Krisen durWobt waren, wie das Reftncmationszettaüsr und das Geschlecht der englischen Revoüuionskirchen haben sich in die heroischen Züge des reügiösen Kampfes vertiitst üyd eingelebt, die den Heldengeftatten der Propheten eingegräben sdid. Die literarische Kulturperiode, die unmittelbar hinter uns liegt, hat sich von der Schönhett und Kraft ihrer Sprache und ihrer Gedanken ü«f beeinflussen lassen. Es ist also weder Zufall noch WUlkür, wenn auch wir in einem Blatte, das mit der Peugestaüung unseres jüdisch sozialen Lebens dienen soll, es unternehmen, eine fortlaufende Reihe von Abhand- An unsere ikeser und Inserenten! . Die andauernde Markentwettung und hiermit verbuüdene Preissteigerung hat natürlich auch uns, wie alle anderen Irilungen Deutschlands stark in rMtleidenschast gezogen. Wir werden jedoch unser Drgan uttter allen Umstände» aufrechtzuerhatten uns bsntühen und bitten dte Freunde unseres Mastes, uns recht eifrig zu uMerstütze». Um dem Aast eMe gesunde Inserattnbafir zu ermöglichen» haben wir uns an dte Firma „Lpoche" . Reklamegesellschaft m. b. L). Frankfurt a. At., Roßmarkt 8 gewandt, die sich liebenswürdiger weise berett erklärt hat, die Zlnzetgen-Annahme und -VerivaUung unseres Matte» zu übernehmen. Alle diesbezal. Anfragen, rNisteirunge» rs find also von nun an an diese Gesellschaft zu richten. Wir schließen diese .Zeile» nnt dem -Aufruf: Butt Rlnintn lir iii „Rim lidisät Pies»“!