Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 28 (7.9.1922)
- Date
- 1922-09-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 3. 8v ■ in H&cn Die chene taten Herz noch [fjett. Zrer- Sab« ir.atf), , 5U liria, ’itgte eine ersten chzte. iebcn wer- : die iftioji cnber zehn-4 r zur W 5, dje t .bet aber : attt' _ und 'einer;aiichchaft, :■ ein rende mben mar it des gräui die fe zu :gung »räche .Und Herz ihnen innen steu- „Es ihrem wuchireise, »rden. dierte er in olken- Leben. nnrer, Darob wurde tTugcn Eines auch t tvt, Nr. 28 Neue Jüdische Kresse. Oie neuesten . von Strassen-, Nachmittagskleider etc. zeigt in vornehmer, aparter Ausführung Hans Nerger, Hochstr. 26 pt. -der Rcbaf* ilv i d «lagt, tünstauch . Eine gemäß -noch l Jl<b - Auch ', auch et/ - - sehr chM' [ und r der m der J,C. »Ewald'Falls (260 Seiten und zahlreiche Abbildungen. 80.—, geh. 111.— und Zuschlag). Der Leser dieses wertvollen Büches wird mit einer gegenwärtigen Welt in -Anregendem Erzählerton vertrant gemacht. . Ein Anonymus Ne'mau (Warum anonym?) rechnet -als Bölkerpslschologe mit Delitzsch „Die g r o s; e T ä u - schnng" ab (78 Seiten. 15.—, Leipzig, Gustav Engel) ii)ib nennt dieses antisemitisch-demagogische Machwerk eine Schmarl/ für die deutsche Wissenschaft. Die Form der Erwiderung erscheint Uns nicht immer angebracht. Auch mit dem' jüdischen Standpunkt Ne'mans sind wir an meli- > re reu Stellen-nicht einverstanden. Die Hauptsache ist jedoch, das; klar gezeigt wird, wie sehr Delitzsch leider -entgleist. ist. , Lekefrüchte. .. Wladimir Korolenko „Die Geschichte meines Zeitgenossen": - Zweiter Band, Seite 59. „So war das Dorf z. B. von alters her in zwei Parteien gespalten, die aus Gründen, auf die sich kein Mensch wehr "besinnen konnte, fortfuhren, einander zu befehden, zu überfallen' imd gerichtlich zu verfolgen. Als Hauptobjckt - dieses Kampfes galt das sogenannte „Propinationsrecht", d. h.' das Pachtrecht über die Schnapsschenke des Ortes-'Jede der beiden /Parteien nahm die einträgliche Gerechtsame fiin üch '" in- Anspruch und jede stellte einen Kandidaten für, dys Pächteramt auf, den sie auch mit gepanzerter Hand unterstützte. Die Schenke glich zuzeiten einer regelrechten Festung. Die Herren ^ochnauowitsch stellten Posten auf, um den von. .ihnen in der Schenke eingesetzten Juden Jankel zu verteidigen, wohin gegen die Herren Bankiewitsch auf besagten Jankel Ueberfällc veranstalteten," um an seiner-Statt ihren eigenen Leitjudcn Moschck einzusetzen. In. dunklen Nächten entbrannten manchmal blutige Schlach-. ten. /Die >,Wohlgeborenen" von hüben und drüben rückten an der Spitze ihrer Leibeigenen zum Sturm ans /die -Schenke aus: Schädel krachten alsdann unter homerischen ' Streichen, Hunde bellten, Frauen, und Kinder zeterten und wehklagten. , . . Geschah es, das; der 'Schnapsvvrrat alle wurde und es^neucn ays der Stadt zn beschaffen galt, dann erfolgten die"-dramatischsten Episoden, in der Ilias. Der Jude Jankel-zog 'mit dem leeren Fast, unter dem Schüße eines bewaffneten-Konvojs, der Stadt entgegen. Die Hinfahrt war .glücklich .ausgeführt. Auf dem Rückweg aber wurde der Transport jedesmat ,auf der kleine Brücke an der Schlucht tückisch aus'dem Hinterhalt überfallen .-. ." ' Arno ld Zweig schreibt in der „Weltbühne" über „Rathenast": ,,Er hatte nicht Mahlers fanatische Sachdienerschaft noch gar die, erschütternde menschliche Schlichtheit su-nd - Genialität). Einsteins; weder Entdecker acheronischer Gründe war er wie Freud noch hatte er Husserls einsamst-geniale I! " Üergerstrassv 149 li. 4848. Motten Vernichtung unter Garantie. - Fundamentierung der menschlichen Erkenntnis — und auch die gradlinige und wasserhelle Genialität Adolf Reinachs ' nicht, der sich erst taufen ließ, bevor er das geniale, das, einzig bedeutende Denkerhaupt dieser Generation zwischen Dreißig und, Vierzig der unvermeidlichen Granate hinhielt. Und dessen eine Abhandlung vom „Apriori des bnrgerlichen. Rechts" alle Schriften Walther Rarhenaus unvergleichlich überleben. wird. Dieser Rathenau, schöpferischer Staatsmann ebensowenig wie konsequenter Mensch, ein westlicher Jude mit geschwächten jüdischen Impulsen '— geschwächt, nämlich Theorie bleibend—, oer die Lebensführung ,des , Adels anbetete ' und dessen Wesen, ohne Kontatt mit irgendeinem Judentum und doch gelähmt, gereizt, beunruhigt von ■ diesem Juden tu me bis än feinste Fibern, —. dieser malende Und musizierende Denkoilettant, dieser ästhetische Politiker und tansmännische Ingenieur, dieser geborene Diplomat, stark, weil klug und in sein Gegenüber hineinsehend, yineinsühlend: dieser Jude war sehr wenig Jude mehr. Und gar nicht genial. Aber er überragte alles, was er in seiner politischen Sphäre knheutigen Deutschland wie im vorigen , antraf, um Haupteslänge, ... " . . . aber: tapfer wie ein Jude war ey, zivil tapfer, unbewaffnet tapfer, aus gelassenem Unglauben an die Gefahr und aüs erblassender und doch gelassener, ganz standhafter Ueberwindung des Glaubens qn die Gefahr. Er wußte, er, nach Erzberger, sei der Nächste in dieser Nation von Mitschuldige». des politischen Meuchelmords. Aber er blieb iin 'Amte und arbeitete für dies Land. Sie. konnten ihn erschießen: zum Rücktritt bringen, zur rettenden Flucht zwingen nicht. Ihn nicht wie weder' die Luxemburg noch Eisner noch Landauer noch Schottlaeuder noch irgendeinen der vielen, vielen genreuchelten Juden, die mit unzerstörbarer Idee auf den Lippen und im Herzen sich -chtuu ließen wie Lewine . . . Er arbeitete für den metaphysischen Deutschen, für die plastischen und leidenschaftticyen Mächte der Seele und des Landes, die er sah, und die er liebte, und für sie auch starb er. Für die Möglichkeit, auf diesem Boden noch einmal Gesang aufsteigen zu machen wie Bachs, Gestalt wie Grünewalds, Religiosität wie Eckeharts, Politik wie Thomas Münzers, Weltbild wie Leibnizens, Erziehung wie Schillers und Fichtes, Gedicht wie Höldertins und Claudius, Drama wie Kleists und Büchners, eines Lebens wie Beethovens, Wilhelm Humboldts und Goethes: für' die zeugende und' erhabene Seelenwanderung des ewigen Deutschen Raum schaffend ging er hin ..." Wocheu-KaleuSer. Samstag, 9, Septbr. (16. Elul). Sabbatanfang 6>/r Uhr, Sabbatastsgang 7 Uhr 40 Franks. Zeit. Wochenabschnitt: Ki-Sowan. Samstag, 16. Septbr. (23. Elul). Sabbatanfang üch Uhr, Sabbalausgaug 7 Uhr 25 Franks. Zeit. Wochenabschnitt: Nizowim und Wajeilech. Sonntag, 17. Septbr.: Beginn der Sxlichaustage. Freitag, 22. Septbr.: Erew Rausch-Haschonoh. Frankfurter FamMennachrtchten Barmizwos,- Synagoge Börneplatz, 9. Septbr.: Eduard Löw, Oberweg 45, 16. Sept.: Jowin Bcrkowitz, Elkenbachstr. 40, Moritz Langmann, Albusstr. 27, Synagoge Königsteinerstr., 16. Sept.: Franz 'Nathan, Kettenyofweg 116. Hauptsynagoge, 9. Sept.: Karl Horn, Pfingstweidstr. 14. Gestorben. Samuel Speier, 17 I., Ostendstr. 28 — Nathan Oppenheimer, 74 I., Rechneistr. 7 — Berta Mu'hlfelder' geb. Taub, 41 I., Merianstr. — Dr. med. Paul Wiesbader, 25 I., Bcethovenstr. 32 — Marius Bender, 83 I., Mainstr. 21 — Hedwig Straus geb. Rödelheimer, 37 I. — Albert Cohn, 18 I., Gagernstr. 36 — August; 'Nachinauu, 58 I., Soniiemannstr.- 49, ' ' Spende«. Eingegangen bei I. Heimann (Postscheck 41441): Martin Levigard n. Frau auf Else und Josef Fiebermanu 10 B. im Rabb. Dr. Nvbelhain 500 Jf; Sichermann, 'Börnestraße, 150 .lf; Kuranstalt Bad Soden 414.50 Mark; Jsaae Heimann. Thoraspende i. Müllheim (Baden) 200 .lf : durch Max Wimpffheimer ges. b. d, Hochzeit Wimpffhenner-Wolf 500 .lf: David Hamburger ges. in Bad Salzschlirf 366 Jf: Rud. Hartwig (Büchse) 92 .if; Martin Marx (Büchse) 100 Jf. Bei N. I. Pr. gingen ein für Nationalfonds: M. Halle, Gelnhausen. 50 Jf;. Jos. Oppenheimer, Uhlandstraße, grat. z. Hochzeit Weger/Oettinger 50 Jf. Eingesandt. Wie verlautet, steht der Verein „Jüd* Bibliothek und Lesehalle" (Vorsitzender: Rabb. Dr. Lazarus) infolge der Ungunst der Zeit vor seinem Eingehen. Dem vor 16 Jahren angestellten Bibliothekar wurde bereits gekündigt. Die Bibliothek und Lesehalle ist besonders von dem vstjüdischen Publikum stets stark. in Anspruch genommen worden: es sei daher angeregt, daß man von ostjüdischer Seite schnellstens eine Summe aufbringt, die die Weiterführung dieser kulturellen Institution ernröglicht. Ploni. Briefkasten. D. L. Der Jüd. Nationalfonds besitzt in Palästina 75000 Dnnam "Land und hat bereits über 750000 Bäume angepflanzt. \, □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ Schlntz der Jnseraten-Annahme für die Ranschhaschovoh-Nummer Mittwoch Äst. September, morgens 9 Uhr. Rene Indische Presse. a□ooöDoaooooaamciaooaciaaaaaa . in eigener RSsterel täglich tu frisch geHfetet — za den billigst. Tagespreisen. Ceylon-Tee, -X-Mischungen za den billigsten Tagespreisen.* rein and aromatisch 9 zu den billigst. Tagespreisen. — Lieferungsmöglichkeit Vorbehalten. »teile sich z,wiachen 40 und 51» Jahren ein. Sie mfissen alsdann beim ,Lesen und Arbeiten weiter abbalten. Zwecklos wäie es da, die Arme zii verlängern, das hiesse die Kirche nms Dorf getragen; lassen Sie sich lieber passende Gläser'von uns In fein, wir haben, solche in allen AnsfQhrnngen und Preislagen. Unser» Spezialität sind Hohlgläser, mit denen man lange und ohne Ermüdung lesen und arbeiten kann; wir setzen auch Gläser in Ihre alten Gestelle. Palls Ihr Kneifer oder Brille nicht gut sitzt, lassen Sie sich unsere Spezialmodelle zeigen, es geschieht dies gern und kostenlos, und Sie werden sich wandern* Aber deren leichten jdnd doch festen Sitz. Wir liefern für alle Kassen una sind sehr preiswert. Ortbozentriscbe Kneif er.Gesellschaft) Opern platz. Für die sterbenden Brüder im russischen Reichet Auf unseren ersten Aufruf ist uns eine gi osse Zahl namhafter Spenden zneegsngen, die sofort Ihrem Zwecke zugefühit wm den. Wir wenden uns nochmals an die jüdische Bevölkerung Frankfurts! Nach uns vorliegenden authentischen Berichten sterben täglich ungezählte jüdische Schwestern und Brüder buchstäblich Hungers. Wer stell der Pflicht entzieht;, mit seinen Mitteln dieser grossen Iffot zu stedera, ist mitverantwortlich für den Hungertod seiner Brüder 1 jeder geh» sofort nicht nur ans seinem Einkommen, sondern auch aus seinem Vermögen! Die Leitung der Agudas Jisroel bürgt dafür, dass die für die eingehenden Gelder beschafften Lebensmittel durch Vermittlung der amerikanischen Hilfsorganisation unverzüglich den Hungernden zukommen. AGUDAS-ilSRÖEL Hilfsausschuss für die Hungernden in Sowjet-Russland. Zahlungen erbeten auf Postscheck-Konto „Agadas - Jisroel - Sonder - Konto Hungerhilfe“ No. 56661 Frankfurt am Main. Lehrschwestern nnd Schwestern werden gesucht unter den günstigen neuen Bedingungen, die vom deutschen Verband jad. Krankenpflegerinnen-Vereine beschlossen sind. Kranhenschwestcrähomite > der Grossloge für Deutschland V1LL U.OJB.B."(E.V.J Berlin W 62, Kleiststraase 72t Von der Reise zurflcK: ' Dr. Martin F. Rothschild Statt Karten. . - Iwan Salomon flans-ü Gescbäftspersonal findet Stellung. > Htellehv. d. weih). Fär- Facharzt fflr Chirurgie Sophie Salomon geb. Prins Mainzer Landstrasse 51: 3—5 ’ Vermählte sorsre. Langestr.30. (Tägl. Vaterländischer Franenverein: Amsterdam, van Eeghenstr. 64. August 1922. 10-12,3-4I/i,Sonnt.9'/»-l 1)