Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 23 (29.6.1922)
- Date
- 1922-06-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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'l . fc? «KL--■ '. Reue Jüdische Mtffe. ** » bedeckte WaseUdtlin,V«s^lU«8an in uuitw Form«n ■nd'-äpartan Stuf!». ... r?. rSfc-^%':'- *' ^-7^ - jBa«IMtiaaN!!«| ,HacMtr.26pt. aß Ä oeMkystiftkatun» Vorlieben. Es »rare wem» die lihudas Jisrnel- -^BmstidWgzuder Jubelfeier gratnlert , ^''°e^ Hmqipielien^ Gegensatzes, veu die *>jf TT^ 7 MwnW ckenawniiiifäett- Crgonifatiot» eimimiace, -ddifie^dochüdas ideale. aufomecungssähige KSÄlen dev Zwnnlensiirdrn-Ausbau eines jüdische» Palä- D^S/äne«^miea.- . ... >> ^Äikin -LeM-sendet uns eine Berrchmuig der ..Allg. ' WeiHeÄ-ituntz^ eia., nach der bei einem ltM Psunt witzgendrn undM II» Markf kostenden Rinde dem Netz e^Lsr ^n^.MLttschuß voa ^stir 286 Mt. chtieb. Zer Leier LmMDeienAnünach heiue schon lneAetzger im :l,gcm«inea TnrchtMs Rosen.-gebettet, a-tf wievielm^r de; u ö i f d> e r lt ii t e r Achss i chrrnit.drin eriztvlich größeren Kltimejwntzpparat. ' ' IWlisA-I-.Joli ist-Herr P. Sl iban sky L« Jahre als HWä^v.r an der Synagoge Unterlinsau läng Wie wir HMen. »kdei-.ltec demnächst.sein Amt iliederzulegraf. um ganz seiner Lehrtätigkeit. zu widmen. D L AM ^Sonntag. 2. Juli, findet in Friedriche^ P';#w; ein« Lreskährt sämtlicher, aationaljüo. AMMkdorganrsationen stattan der auch die eatianal-jüo. ^Mendverrine von Mainz. Wiesbaden. Wonne, Darn:- «jtadt, Frredberg, Mannheim und Gießen tcilnehmi-n. Glrich» teltift damit ist ein S p v r 1 s e st verbunden, aus dem lricht- . tihiäische ' Wrtikämpfe zwischen den cinzeinen Vereinen -riisgci ragen werden. Dasselbe ^beginnt morgen» um II ^Uhr. 7»)äsle sind willstmNnen. jtzr«LttUrller e§7asi»iub-Th ora-B.ereich^B:^Dr.Brouu ©: iV-rog, H;HipinSky, U: Unna.^^WctfchinSvl, O: Oelbaum. B: K-Ks'. - - Bersichert«) Höisaal Mriwpstch. d 11»): SMlchmi-«ruch W. 3»/*: Aastz'i (2), iincha: Schüler-SIortrag. ' L>td. v. 2!.: Mikro (U.. T.Lwnntag, .uach Schacharis: Mischua (G), 8V*: Schuirhau H«rnch (81. S»L*t: Gmuoro (Ul. Liöiltag, nach SrhachariS: Schulchan Lroch (U). öVi: Sn Jakackw (U). v .; i;. . Tieusiag, nach Schacharis: Mijchna (8), 8»/r abendS: Newiim.-fll):-- Llkirtwochnach Schacharis: Mijchna (G), 6V«: Ehamvan- ^L-7 HalewowaiissB). Donnerstag. nach Schacharis: Schulchan Aruch ftl). Gemoro (U). ^Freitag, «ach Schacharis: Mijchna (G). 'ErS s. Domen: Mittwoch. 8'/»: Dinim (U). '"Fortbildung sür junge Leute: Samstag. Sonnmg. 3-;.' Montag. Mittwoch. 7»/r abends, Montag. 7 Ihr früh: Gemorv (U.. 8. ll. T-). ■ Fortbildung für 8naben. lb Stunden wöchentl., samStag. Montag, „Dienstag, Mittwoch,, Donnerstag, Freitag. .Ez ^Eh ajim- Dozenten: Liverhant, TurcinSki DnnersoKd' Schereschewsch), Lurje in acht Storni -i» ^<Äu«esch. TesMeh. Rischchtz Grnroro hauptsächlich mr Schüler hiesiger Schulen,, Jahl der erteilten Stunden st», llntrrrichttlolale Lermch. weg 17 » und Unterlindau 3, d. * Sonntag.-—4%. . Montag —Donnerstag. 2>^—8»l» Somtag. 2»&—a Montag. Dienstag. Donnerstag. 5»/,—~t\i b SamStchl. 5Vi—8Vi Beruksberatniig u. ÄrbritSnachweis für Juden. Börnestr. 54. täglich (»—12. 3—5. at M israch i, Sonntag, Schaujuielhaus: «iisftug, Montag, sift, HenneSweg 27. Grneraloeii., Dieii-!- tag. Mrttwoch, Dannersiag. >'Lmnstag stirfc. *) Religünsschnle Hermesvrg 27. rteWWGre»»er«1L«e1 tzo»H»«el« Bon 'S. Reiseis. Gliickel,»»» Hameln geboren zu Hom'-urg 1848) wnr gewifsermaben - ) k Stammutter der Hamburger Judengemeinde. '-Ihr Kmcr war'nämlich einer der erneu deutschen,' der-.wie. iie zu. damaliger Zeit genannt lvuroen, tzochdeirtschen Juden, die die. „Stätiigteit". da, heiht die ErlmrbniS zur .Niederlässüng erlialter hatten. Al» Glückel noch keine.'drei Jahve, alt wer. wurde» alle deutsäst:» Juden — im Gegensatz zu den portugiesischen, dir vertrag», mäßiges eRiederlchsnngSrrcht - i» Hambnra ballen — von HamburgsaiÄgMiesen.j Sie zogen nach Altoiia. das damaid unter dänischer -Botwäßigkeit war. da sie vom Dänen-' fhltiA' fCfn-tAtAti TV tfiifciibkriatn liAt»a«t »in>A^K nach der-erste üeurschc -Jude, der sich wieier in Hamburg ^niedergelassen und zur Begründmig oder lrrnenerung der Hamburger' Aschkenasimgemeinde l>eigerraZe,i halte Kann mau also mit-gutvn Grund Leib Pinkerle den KNer »er Hamburger.-jüdische«» Geuieinde ne i.ien. so >viro man auch ohne «ädenten seine Tochter, die Glückel von Hmnelih als chtt, Stmnmntter be.wichnrn dürfen. Mit-vierzehn Jichreii heiratete die Glücke! de» ivackerch in geschäftlichen wie in gelehrten Dingen gleich gut be« um,iderten. Chaim Hameln, dessen sagenumwobener Heimat sie ihren Raüleu verdaatt. Mehr als sünfzig Jahre hat Glückel.'in Hamburg gelebt. Drcisng Jahre war sie »nit Chaim"Hameln in glücllichsler.Ehe verbunden, und sie gebar ihm dreizehn Kinder, Söhne und. Töchter. Nmh'. dem I'iwe Cham»/Hamelns 7,nutzte -dir dreiundvierzigiähriFe: WiÜi-e .das, »oeitvrrzweigte-7 Geschäft »hreS Gottea allein weiter fiihreic nick für' die Erziehung der großen-/Zcchl'-ihrer minderjährige» -Sinder sorgen. -Tie und' das /Tchüksäl —-' .chre'-Hofsnungen. Sie nriierflhUch sich von Ruth? Sützviegermutter dadurch, daß sie ihren älamen »licht zu Unrechttrug. Sir war eine vom Schicksal Isevorzugte. eine vom Glück Begünstigte. M«ÄicksMs«ÄL-- Kndltm! Md CM« Ph. L»»rt»B»«iSLZ» mmmm W Tibflw: Qu ■» sSL SpeaialitAt: HBMa»«T5ptch»w hrI PraKnte. An bii-fev Tatsache soll uns («llückel» wedleioigi-» Jaminccn. das uiitume; - bei ihr zu einer jäinmertichen Wehleidigkeit auSartet, nickt irre l-»ach«n. Die Glücket »x»r eie Glückliche. In« Hause irohlhal-euder und angesebenee Elrern isar ihr ei«»e-I>e»rliche Jugendzeit beschieden. Drril'l vv:le Jayre^ de» Glücke» und w .jufriedenhit verlebte sie m» öer Seite Chain« Hmneins. Boi: den dreizehn irindern, die sie ihr» gebar, blieben zn'öls an» Leben und »vare r alleiamt ivohlgestaltet und lvohlgeartet. Ihre Söhne waren Rabbiner. Sorsleher oder soicft ailgeseyene Mitgli.-der ihren Eemeinde:»: ilire Schislegeriöhne stundrn ai» L-'!,lhabenbrit. Ansehen »so Geleftrsamlei: den Söhne i.-i-! nach. Ihn Töchter »t>aren durch Schönheit und T»»de,- unogezeichi-et und lebten treu den Tradilione«» >hre» Ellernhauseii. Da» Geschlecht derer von Hameln dreitne fi-i, ans und zählte zu den an,jejehensten Fainilien der I««--.,,. heil. Ihre letzten Jahre in Metz, wo- Gw«kel mit Vers Lev» eine znwire Cbe r-inging und ir. dieser Ehe manck-e Enli.iuschungri: erlitt, verlebte sie lnach dem Tode ihre» zi»>-iten Galten) sorgensrei im Hause »hres Schwiegerohnr». von diesem sowie von ihre»- Tochter und den Enkcllinderi» wie eine Fürstin verehrt. Glückel starb 1724 im Alt:»' von achtzig Jahre,». » Nichts i>r bezeichnender für die Bedeutung dieser Frau, als der Umstand, daß sie-ihre Memoiren geschrieben bol. Wer seine«, inner» Wert nicht ke,»»it, kommt sür gewöhnlich nilbt auf den Gedanken, seine Lebensgelchichte uiederzuschrelbe». Hierzu gehört schon etwa», dar dem PersönlichkeitSbewutztsein sehr »ade toinuit. Bei alle» ihrer Bescheidenheit hat die GliÜcke! sich sür wert gehalle:», sich selbst zu verewigen. Erstaunlich isr es. wie geschickt diese einsache Frau aus dem Kolke ihre 3ud>c ansagt: sic stellt sich mitten in ihre Umgebung und srrtigi somit de», -Richmen zu ihrem eigenen Bilde. Die interessanteste» Begeben-- heiten ans ihrrin Leben, die denkwürdigsten Ereignisse aus ihrer Uingedung und die wichtigste» Geschehnisse a S der Geschichte ilii-er Ze»t trägt sie zusammen und gestaltet daraus eüi SfulturblU, von bleibendem Wert. Freimütig und . offenherzig, ohne irgendwelche Prätention, erzählt sie ihre eigenen Erlebnisse und allerhand Zeitereignisse, gibt sie moralische Lehren und Sentenzen, erbauliche Geschichten und Gleichnijse zum besten. Uebev Gemeindeangelegenlieirrn. 'soziale Berhaitnisse wie über voliti'sche Zustünde Hit sie ' ein-gleich gesundes Urteil Bo ihr die einschli-gigen l.'ennt- 'nisse sehlen, da stetst sich bei ihr immer dir angeborene .Intelligenz cni. Sir blickt mit offenen Augen in die Wett /nnv' geht-' a>» keiner wichtigen Ers«hei»»ung achtlos.voniber. In sieben Büihelchrn hat sie.-ihre Lebensgeschichre beschrieben, und jedes dieser Büchelchen enthält eine Fülle mehr oder miilder anssührlichee Mitteilungen über die kulturelle». sozialen und politischen Zustände ihrer Zeit. Glückel hat säst alles, was sie ges.'iicu oder gehört. loas sie pi rsönlick erlebt oder »voran sie blotz als Zuschauerin teilgciioinmen hot. von den minder, wichtigen Begebentristn des Alltags hi» zu den historisch wichtigen Ereignisien des 17. Iahrl,underts. in rhrem Buche ausgezeichnet. In ihrem Urteil macht sich ein geivisse» Sichgehrnlass-v de. merkbar, eine llugezwungenäeri. die wohltuend wirkt, weil sie nicht, wie bei manchen Schriktjtcllern, geheuchelte Non- Jede« »«• (Behtlge. Stonum bon lt fÜlMmcra. tFortsetzung.) f-’ Frau Mahlmv blickte ihre Tochter lairg u»»l> dnrck)» ' dringend au. ron sie danir an sich zu ziehen und ihr dos Gesick!» zu streicheln. Dann fiel sie der Schioester um den ^"Vills und iüßtc sie lange und -zärtlich, während .ihre ^"Lippen sie Worte wiederholtendie Frau Uro, »er ihr tir.ii zugervsei» halte: ..Er ist ^i>» barmherzig»-»' Gost. er ah»»dei die Schuld der Eltern an Kindern uns i Ki »des: indem!" Hai ihr unschuwiges Äiud ihre Schuld £ bisrcii müssen? Mit Blitzesschnelle zog das Lebe» ihren / vie, Kinder vor ihrem Geistrsauge voriiber. Das iraux rine Schicksal ihres Sohnes bat sich bereits erfüll.'. Und § da - ihres zioeit.'i, Kindes? Alire's'? Mit Entsetzen oachrc y sie daran, daß sic im Beglisse stand, auch dieses Lebe» £ zu vernichten, mit eigerrrn Händen zu vernichten! L-w d >ajue sich an dir Stirn und ein inneres Schluchze» er- \ schillerte ihren ganzen Körper. t - Frau Kramer, die ei" gutes Gedächtnis hat»r, rrmnerte * fiti jetzt, daß r? genau iwö! - Jahre der waren, si-t idre Slhivcster irr zu», lei«!.', ,!e grlüs;» hatte: es elitren '.nu>- noch zivei Tage;» de,-, zwölf Jadren. „Was wirst Du setzt tu». Klara'?" fragte sie. r . „Das n»«rf« T» bald eifnareu." erwidert,' .Tran Mabloiv inik iiied,'---.,. schlag,'»ie» Augen, während die Häul-« i ,-irder den Brief glättr'e.i. „(steh. Schnvster und auch D„. 2teil». Laßt »nick» jetzt allein lind schickt Alice zu ,„i". und jollkc B>»rger loninien, da,»» mag er aus »nich ivarten. da ich ilm bald sprechen möchte." L- AlS Alice sich zur Mutier begab, tras sic i>: der!ff Haste mit Burger znsainnic»». der ihr verlegen dir Hand ff reichte, um ihr mit wenige» Worten sein Beileid auszusorechrn. Bor Sck»nerz und Angst vermochte sic ober lein Si jtzart zu erwidern Schivclgcno begab si: sich zu ihrer i Multes »vährcnd Burger nach dem Wohnzimmer g»ng. Frau Mahlow saß'noch imn-er mit geschlossenen Angen, '£ die Hände gefaltet.' zusische» i'rnel» der verhängnisvolke Laut aujschlnchzend stürzte Aller zu »hr h»n n-id um- ‘l.umw*rtc ihre Stnicr währnid <yrflH Ärirlrtom iipiij tiitwci ,i dciielbe» Sie.lniig vrrliarrtc.' Endlich sarack s»e »nit!l»,-a-1;er Siniime: ..Alice, »villsr Du einige Z.:>e„ ,ur - inisschreib,'!-?" . Das - Mädchtt» 'stLW'-: jw» Schreibtisch und schrieb noch den» Disiat:der' Mutter:.^ „Ich habe meine Absicht' geändert." sprach Frau Mahloio mit fester -Stinrme. ohne Allee vorher zu sogen, an «ven der Brief gerichtet sein solle. „Ich habe meine Absicht geändert. Es war ein Irr-' rum meinerseits/ daß ich bei meincnr Alter durch eine .-«weite Heirat ein neues Leben beginnen wollte. Bon eurem andern Gnmd. den ich dnrch meine zweite Tochter soeben erfuhr, nnll ich schrveiKn. Ich erachte auch ieden Bersnch ihrerseits, mir eine andere Meinung beizubringen, a(? überflüssig und gä»»zltch wlaiigebracht. Meine älteste Tochter, die auch -diese Zeilen in meinem Namen an Sie richtet, wird stets an meiner Seiie fein, um »nich vor Ihnen »mb vor mir 'selbst zu schützen." Sie nahm Alice die Feder aus der Hand und schrieb mit großen, deutlichen Buchstabr» ihren Name». .Kind, bist Du jetzt mit Deiner Mutier zllfriedca?" srajfte sie. dös Gesicht der Tochter zu sich emporlicbeud und ihr liebevoll in die Augen sehend. Alice schlang ihre Anne n,n die Mutter und weinte herzbrechend. Eine ganze Weile saßen beide ivortlos und hielten ,ich immer noch uinschlungrn. und eine konnte die.Herzenskchlä-zc der andern veripureu. Rach einer Weile aber — . Aster wußte nicht, nach Ivelchrn Z.'ltabschiiltlen sie cs bemessen sollte, nach Miaute», oder Woche» —. fühlte si, das Haupt der Mutter fester »nd schwerer aus ihre, Schulter. Alice merttc. daß die Mutter eingeschluinmeri »var. L-ie wandte den Kopf, um sich von dieser Tatsachc;»» überzeugen, und da sah sie zwei große Tränen »o» den Winipern der Schlafenden sich löse». Es wurde Alie>- dabcr so weich und so weh im Herzen, daß sie lau aufschluchzen woilie. Bald aber erfüllte sie eine große Freude. Hier hatte si: ja des 2kätsels Lösung: die Mutier schien barsch »nid sogar herzlos, aber nur »oährend des Tages, um aber alle ihre Zärrlichkeire». die sie für ihre Kinder im Herzen trug, für das Dmltct der Nacht auszube-- währe». Sie weinte während der Nacht, ob sie sich auch »vährcnd des Tages sorglos stellte. Elirsurchtsool! Mute sie die Tränen von den: Gesichte der Schlasenden. während sie selbst leise schluchzte. Aliec wartete noch eine Weile, sann betrete sic das Haupt der Mutter mit zärtliwer Fürsorge auf eini-tzi Kissen, nicht ctiva, uvit ihr die Last zu schiver wnrdo , — wann hatte sie eine sützere Last zu tragen gehabt? —. sondern, weil' sie jetzt ernstlich üb-:r ihre Lage Nachdenken »oollic. Sir siicchtete, daß ihr inneres Bebe» nach onßen dringen und durch die körperliche Bewegung den Schlmnmer der Mutter stören kön,»te. Es «var nicht recht, haue die Mittler een neulich ihr gesagt, daß sie stets die Nehmende und niemals die Ärbcnde sein sollte. Jetzt atwr hatte sie von der Mutter eine köstliche, unschätzbare «stabe erhalten: ihre Mutter, ihr,- eigene, geliebte Mutier, die in der Nacht weint, »venu sie. auch am Tage ablehnend sich verhält. Daher war e» setzt ihre heiligste Pflicht, der Mutter «ine Gegengabe zu machen, würdig des herrlichen Geschenkes, dus sie soeben e»-hielt. Sie erbebte innerlich, als dieser Gedmle i» ihr au'jcauchte, daß der äugemesseiie Preis sür die Liebe, die sie empfange,», das Ausgeben der Liebe beOeutrtc. die sie seit Jahren still und öcrborgcu in >l rem Herze» trug. -- Doch nein, sie innß nicht üiuncr dir Empfangende sei»! Sie mutz auch geben lönnen. darum iii'uß sie die Liebe sür Klatzner mrfgebe»! Es wäre ja auih des Glückes zu viel, eine solche doppelte Liebe in einem einzigen schwache» Menkche»ch«rzen vergeu -,u wollen. Sie ängstigte sich z,var vor der Grüß? dieser- Entschädigung. .Sie. die all diese Jahr? ihre Seele mit toter, abgei'lvrbeuer Asche genährt hatte, sie sollte jetzt die gedeckte Ta>el mit allen erdenklichen lierrliche» Leckerbissen ihr eigciiiennen. „ach .Herz,-nSlust fckiivelge» Ion- ,:e». um aber doch alles von sich weise» zu müssen! Aber es irrrst sein! Sie dar, nicht immer so viel cmpjaiigen und so wenig geh«-«,, und NN» den Borivnrf des Geizes ».«möglich zu eiack-cn, wird sie das '{teile, das Allerbeste hi-«geben: sie wird ihrer Liebe zu Klaßner entsagen, si-: »vird de» Besitz des Mannes anfgeben. der ihr bislier als de» herrlichste zivisüien Himmel und Erde erschien. Gott wird ihr br«slehen. daß sie auch dann noch nicht ohcie Befriedigung bleiben wird: ihr reines Gewisse» und d e Lied.' ihrer Mnüer. Sie ist ja nicht die erste und sie «vird auch nicht die letzte sei», die ei» vi-rt»üppe»tes Eh-'leben rührt und sich aus de» Kriick-.-n dir Ehre hiuschl«'ppt, »u-chdem die goldenen Flügel der Lebe ihr zerbrochen »vurde». — So saß sie lange, um sich zur Höhe der Entsagung! ai sznschivingen.!l>-, ilir-r Seite jck, es die Mutter ruhig n»'iter, doch i » je Zininier wartete Burger! Daher »oird iiihm bald da? Resuliat ihres '«lachdeuteiis »»ueüen. i,»r »venige Mi-inle» »och will sie ivarli-n. eine fiir.se ^itsvnmie. um aüe Hoss «nn-i,-«> rinz «sargen, um ei» leud-