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Neue jüdische Presse · 1922-05-11 · Heft 18 (11.5.1922) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 18 (11.5.1922)
Date
1922-05-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Leite 4. Neue Jüdische Presse. 'Nr. 18 Kaiserstraese 56 Täglich; erstklassige I Käiserstrasse 56: Unterhaltungsmusik von de>i bcz«chncteii Lehrern ertcift wird. J a c. W o l fi-begrüßte-bie neue Einrichtung als ein Fortschreite» des PHilonthropin zu einer Schule im jüdischen Sinne, die zu Positiven jüdischen Herten erzieht. N.-Fromm sprach Direktor Driesen denbesonderen Dmik auS für die Liebe, die er der Gemeinde bezeuge. Arl. Dr. S t e i n-b e r q e r und Frl.- Dr. B o h r m a n n wurden als Studicnrätinnen, Lehrer Spiro als Elemeütarlehrer angestellt. ' Justizvat Dr. Auerbach nagelte fest, das; der Vor- stand, der sich bisher selbst in den zweck,näßigsteä Fällen gegen die Hinzuziehung von Mitglirinrn "der Gemeindet Verwaltung zu seinen Sitzungen gestemmt hat, Direktor Driesen an. einer Sitzung teilnehmen lies;. - Justizrat Dr. A u e r b a ch wandte sich ferner gegen die. Errichtung apologetischer Kurse. Mit Kursen lasse sich kein Wissen geben, und diele Kurse hätte» doch nur Wert, .wenn christliche Wehker ihre Hörer wären, — ' doch diese kommen nicht. Syndikis-Dr. Meher und Dr. Kätzenstein.verteidigen die Kurse. . Eine lebhafte Debatte entfesselte die. Vergebupg eines großen Druckauftrages an eine auswärtige Finna. «lewe Rotire«. ' ' Die ^Beratungsstelle sür ostindische Flüchtlinge (Lange- , strotze ZO) berichtet: Laut Mitteilung beä' Polnischen General-Konsulats, Berlin, können bei Vorhandensein bestimmter Voraussetzungen nur diejenigen männlichen Personen einen po lnische it, P a tz erhalten, die der Registrierungspflicht nachgekoinmeii (find. Zur Registrierung verpflichtet sind gegenwärtig die ' Jahrgänge von 1885 bis 1902. Es ist ganz gleich, wie!mrge> " sich die in. Frage kommenden Personen in Deutschland aufhalten. Auch diejenigen, die bereits vor dem Kriege hier ansässig-gewesen sind, fallen unter die vorstehenden Bestiininungen. Der Termin zur Registrierung war der.8. Mai '1921: Es besteht jedoch die Möglichkeit, sich nachträglich registrieren zu lassen.' _ . Zu näheren Mitteilungen sind wir in unserer , Sprechstunde gern bereit. jK«i.dttörn nnd Cftff Hohenzoliernstrasse 18. Telephon: Hansa 985. , Spezialität: - anas-Tortchen und Pralin6s. »raakmrler .©erannaltwnge». T a l in u d - T h o r a -Be r e i n (B: Dr. Braun, G: Groß: L: Lipinsky, U : Unna, T: Tertschinski, O: Oelbauni, V: Versicherter) Hörsaal Börneplatz. - Samstag, I I*): Schulchan Aruch/ (U), lM: Raschi (L), nach Mincha: Schüler-Vortrag, 3.4 Std. v. N.: Mikro (U). Sonumg, nach Schacharis: Mischna (G), a: Schulchan Aruch. (L), 9>/»*): Gemoro (11), :i/i Std. v. N.': Pirkei Omans (B).( ' -. Montag, nach Schacharis: Schulchan Aruch (U), ClA: En - Jakauw (II), ch) Std. v. N.: Pirkei Omans (B). Dienstag, nach L-chacharis: Mischna (G), (4 Std. v.. N. : Newiün (II). ' . Mittwoch/ nach Schacharis: Mischna (G), 6(4: Chauwaus , Halewowaus (B), 3,4 Std. v. N.: Pirkei Owaus (B). - Donnerstag, nach Schacharis: Schulchan Aru (II), 8(4*): Genrorv (II), *4 Std. v. N.: Pirkei Owaus (B). Freitag, nach Schacharis: Mischna (G): . ' Kurs f. Damen: Mittwoch; 6(4: Diuim (U). > Fortbildung für junge Leute: Samstag, 3Vs, Montag, Mittwoch, nflck) Mincho:.Gemoro (U., G. U.-T.)- Fortbildung für Knaben, 15 Stunden wöchentl., Samstag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag (II., G-, B., O.),. - . / . . . ■ , Freies Iüd. Lehthaus, Dienstag, Elisabethenschule, 7(4: Wissenschaft von der Welt (Dr. Rosen- ^veig), - Mittrvoch, L-chumannstraße 10' III, 8>/«t Agnon, Agödes hassoifer (Dr. Rosenzwerg), Donnerstag/ Elisabethenschule, 6(4,: Zeitsragen, 7(4: Heilige Schrift (Dr. Strauß), Soniitag, Schumannstr. 10 III, 6: Jüd. Unterhaltungen (Dr. Koch). Mvütefiore, Goetheplatz 5, Mittivoch, 8(4: Pirke Owaus (Dr. Salzberger).' . ' Ze'ntralverband jüdischer Handwerker Deutschlands, Frankfurt-Loge, Sonntag, 10(4: Festsitzung, Montag und Dienstag, 9(4: Verhandlungen. . Ez Chajim (Dozenten: Liverhant, .Tureinski Temersohn, Schereschewsky), Kurse in acht Klassxn und einer Borbereitungsklasse in Chumesch, Tesilloh; Mischna, Gemoro hauptsächlich für Schüler hiesiger Schulen, Zahl der erteilten Stunden 70, Unterrichtslokale Herniesweg 27 u und Unterlindau 23 b. - Sonntag, U/e—4(4 ä: Montag—Donnerstag, 2(4—8(4 „ Samtag, 2(4—5 „ Montag, Dienstag; Donnerstag, 5(4—7(4 ■ ' Samstag, ösA—6% „ *) Religionsschule Hermesweg 27. Vovkvudelt-AusslsltiulLvu Hugo Röthscttild. LangeatrasseSS. Telefon Hansa 9926. SultrrrbUdche«. - Vor, einem Wiener Gericht stand die frühere ,Rosst Rosenbaum, seit.einem Jahre.Marguise Masse. Sie hatte denk 70jährigen Marquis, dafür, das; er sie heiratete, 90 000 Kronen zugesagt, aber nur 50000 Kr. gezahlt Richter: Hatten Sie bei Abschluß der Ehe das vor Augen, was das allgemeine bürgerliche Gesetzbuch als den Zweck.der Ehe bezeichnet? . ' , Bellagte: Es war mir um eine Wohnung zu tun. Danii auch um Erlangung des Titels. . (, '• Richter: Wie war der Text des Heiratsinserates? L Vertreter des Klägers: „Unabhängige Dame, nicht best. Schieber- .oder Kriegsgewinnerkreisen angehörend, wünscht, einen Aristokraten, katholischen Gentleman, leimen zn lernen." .' .. Beklagte: Das stimmt nicht ganz. Von „Schieberkrei-. sei," kam in meiner Annonce nichts vor, auch das-Wort „katholisch" nicht. Es gibt sa keine jüdischen Aristokraten. Der als Zeuge , vernommene Notar,, welcher das Uebcreinkommen zwischen den Eheleuten ausgenommen Hätte, bestätigte, er habe den .Eindruck gewonnen, daßes sich um eine Namensheirat handelte und daß die materiellchr Zuweiidungei! der Gattin an den Galten'als Entgelt für die Erlangung des Adelstilels aufzufassen waren. ■ r » Vertreter des Klägers: Die Beklagte hat den Herrn Marquis auch gesellschaftlich in Anspruch genommen: Er mußte mit ihr Unterhaltungen besuchen und müßte sich, aus; ihr Verlangen glattrasieren und ein Monokel tragen. .? _ Beklagte: Ich war es nicht,' die das verlangt hat. Meiiie, 'Schwester hat zu dem Herrn Marquis gesagt: „Sie schaucht( aber gar nicht aristokratisch «aus, tragen Sie doch 'ein- Monokel." . / > Zur persönlichen Vorladung des Klägers und eines anderen Zeuge», wurde schließlich die Verhandlung vertagt.. Der Belzer Moschiach i von M. Blau st e i n - Breslau. ' V7‘; In der Stadt Betz lebte einst ein großer Zaddik. Er war sehr bewandert in allen Büchern des jüdischen Wissens; XsOOvV KaisepgapteA Knastl er - Konzert. Das Fachgeschäft füp 0ptikf die Orthozentrische Kneifer Ges. m. b. H^, Opernplatz (Uftfo-t' (zn üblichen flpk'lr^i kmkri vornehme Kneifer mit und ohne Band für Sport . und Beruf, leichte Brillen, Schildpatt -und Horn, für Arbeit und Göntor. Gläser stark-gebogen'und gerade für alle (Zwecke und fßr jedes Auge. Erfahrene Fachleute bedienen Sie, gewissenhaft und geben ohne Kaufverpflichtung über alle (Anfragen Auskunft. Die Firma unterhält ein , derart reiches Lager, dass jedermann Passendes zu billigsten Preisen finden kann. Operngläser und Feldstecher nach Zeiss, Glürz usw, Lorgnetten von 100 Mark an bis zu' echt goldenen Mustern. Lieferung für alle Kassen. fyliv ■y'ijlnu' -jlittä w mw ciUn^ ÜU4, c^un&^una-^jcfiäfer -'?rcx'uienüa — "Deutscher tf-furnxm. 3 - 'Va£. Ta. fflr Familie nod Gewerbe Preiswärt. WL item, Zeil 47 Hanea 3577. / Hansa 3577. Reparatur werkstätte. Heparatnren werden auf Wunsch geholt und gebracht. ■Das Hinderhaus der Weibi. Fürsorge sucht sofort KladargSstnsrin. Off. an Arbeitsnachweis der Weibl.Far8orge,Lange8tr.30,IL »Göni iKeOl IScfaneemapnl Zell 89 Tel. H. £273 Haltestelle d. Linien 3,6,15. MkmermM- Äusstattangcn Apotheker . Schieemau des* Bosa Oppenheimer geb. Cramer*Stiftung. - Die Losa Oppenheimer geb. Cramer - Stiftung schreibt hiermit kür die beste Jüdisch wissenschaftliche Arbeit anf religiöser Grandlage einen Preis Von Mk. 2000.— ans, der amü2. Tewth d. J. znr .Auszahlung gelangt: Die Entscheidung über die Zuteilung des Preises steht einem gemäss den StUtnngsbestünmnngen eingesetzten Preisgericht zn, dessen Urtdd onanfeühtbar ist. Die Arbeitet^dürfen in deutscher oder hebräischer Sprache geschrieben aein und müssen, ein Kennwort tragen, .unter dessen Aufschrift in besonderem' Briefamschläg -der Name des Verfassers enthalten sein soll. In Gemässbeit der Sliftungs- •bestimmnng sollen ehemalige und derzeitige ZOgiinge der Thora-LehränBtalt Jeschiwa zu Frankfurt a. M. bei d« Zuerkennnng des Preises den Vorzug haben, sofern ihre Arbeiten den anderen einlaufeuden als gleichwertig erachtet werden./ Das Verfügungsreeht über die emgereichten Arbeiten einecbliesslicb der Preissobiift bleibt den Verfassern Vorbehalten. Die Arbeiten sollen hie spätestens den 1. Tischri 5688 im Besitze des Unterzeichneten GemeindevorBtandes sein. - “ . / . Frankfurt a. M., im Ijar 5682.. Dec 5zusgoSe»ze«Äiule ^WWeKe «» Ppeiswerie Ia ex’ra blQtanwelsea WeizenmehlPfd. 10.25 Ia Beniadorf-Kakatf' kfd -Paket 8 25 Ia Eier - Suppen ■ Nud ln % Pfd. 9.75 Ia Eier-HörnchenPfd. 9.76 Ia Gemflse-Nodeln Pfd. 14.25 bei 5 Pfd.tAbn/p. Pfd. narl4 — Ia Ung. Perlhohneu Pfd. 7.50 Ia groaa.weisa. Rohnen Pfand 8.75 Ia BchSne grosse Bohnen. (gemischt) Pfd. 7/50 Ia Essig-Essenz Flasche 12.50 Ia Bohnenkaffee, frisch gebr '/« Pfd. 23.60 Ia Malzkaffee . . Pfd. 9.50 Ia Guuckerte Milch Dose 18.95 Ia Unoezuek« Vollmilch (ca.-1 Lit. enthalt.) Dose 22-95 Ia.Graupen fein nnd mittel Pfund 9.90 Ia Grüakern ganz u. gemahlen - Pfand 9.— Ia Vlktorla;Erbsen Pfd. 9.90 Ia KbsohcVa ■aegapiaa PfnndjPaket 34.50 Ia Extra starkes Piitz- uoh . . . . . 11.95 Ia Keraselffe Doppelstück . y ' nnr 7-50 alle anderen Lebensrnittel znrn billigsten Tagespreis. . Lebensmittel Haus StnltZESfPBSSB 7 U,J ' (am Börneplatzi)v Israelitiscbe?rauen-Xranbenbasse. Gemäss Hebereinkunft mit der Stiftung der L -A. - Habhschen Familie soll auf Grund des § l des Statuts dieser Stiftung am 15. Juni (9. Sivan) als dem. Sterbetage der sei.'Frau Jette' Hahn. geb. Falk zu deren Gedächtnis die Aufnahme eines Mitgliedes in unsere Gesellschaft auf Kostender .genannten Stiftung erfolgen. Die Aufznnelimende darf nicht jünger als IS.und nicht älter als 25 Jahre sein und muss allen (Erfordernissen der Statuten /unserer Gesellschaft gendgen. , Schriftliche Anmeldungen sind spätestens bis zum 31. Mai 1922 bei ans einzureichen. , . ' Frankfurt a; M., 12. Mai 1922. % ßechneigrabenstrasse 20. , ' , ’ .Die Verwaltungs-Commission. IsvaeKtiscbe Männev-Xvanbettkasse. ' Gemäss Uehereinkunft mit der Stiftung der L. A. Hahnschen Familie soll auf Grund des § 1 des Statuts dieser Stiftung am 1£. Juni (8. Sivan) als dem'Sterbetage des seL Herrn L. A. Hahn zu dessen Gedächtnis die Aufnahme eines Mitgliedes in unseren Verein auf Kosten der genannten Stiftung erfolgen.' Eher Aufznnelimende darf nicht jünger alä 13 und nicht älter als 21 Jahre sein nnd muss aUen; Anforderungen unserer Vereinssatznngen genügen; Schriftliche Anmeldungen sindispätestens(bis zum 31. Mai 1922 bei uns einzureichen, Frankfurt a. H., 12 Mai 1922. . J Rechneigrabenstrasse 181 - liib. Verwattungs-CommiBsion. für. 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