Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 17 (4.5.1922)
- Date
- 1922-05-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Leite 4. Neue Misch« Presse. Nr. 17 4 Gängen; es warqualitativ nichts Besonderes, sondern' bestand mrr-'mS deni> was der jüdische bürgerliche HnnK-' Halt sich an 'den Feiertagen wenigstens in den Friedens-., zeiten'gestattete, in quantitativer Hinsicht war die Gefahr der Magenüberlaüung durchaus' ausgeschlossen. Der An-, drang war ein ungeheurer, und ztverfellos bestand der größte Teil der -TellnHnrer aus solchen Personen, die - durchweg übrigens nicht rituell leben, die Sederabende aber ük jüdische» Milien verleben wollten. Diese Konjunktur , hat der Wirt Meifellos ausgenützt, und die Gerechten ntußtcn mit'd«r Ungerechten-leideni : . ' - Nun frage ich, sind diese Preise.selbst im Hinblick aus die ^herrschende Teuerung berechtigt? Die Preise der Lebensmittel .sind in Wiesbaden, wie ich wich überzeugte, nicht wesent- Die^'2 glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut allen Freunden und Bek.-innten ,.Pf.-' Oberkantor Max Epstein und Frau ' Basel (Schweiz), Leimenstrasse 24 30. April 1982 . SLIjar 5682 lich teurer, als iu Frankfurt, sie sind natürlich! mich nicht' .int geringsten gerechtfertigt dadurch,' daß angeblich die Kosten'? der rituelle» Lebensmittel erheblich höher sind, als. die der sonstigen. .Wir wollen hier einen geringen Aufschlag zugebcu. Aussichtsgebührxn ckontinen übrigensnicht in' Betracht, da das fragliche Hotel nicht unter Aussicht steht. Zum' Vergleich'' zu den nicht jüdischen Hotels sei erwähnt, daß,, wie die Aushänge zeigten, das Menu in den feinsten Wiesbadener Hotels 100 .,((> «lostet, aoosür,aber die teuersten Leckerbissen geboten werden, ein Vergleich nnt einem anderen jüdischen Kurheim im Taunus' ergiebt, daß dort der gesamte t.ä g * l iche Pensionspreis bei reichlicher Verpflegung' nur 140 - Mark beträgt. Es geht doch nicht. au, daß die jüdischen Feiertage und der Besuch des KurbadeS Wiesbaden einfach bloß zur Bereicherung der jüdischen Wirte dient, und daß sie ihre Monopolstellung derart - ansnutzen. Dabei lehrt der -Rabbiner in cher Synagoge, daß >die .Heilkraft der -Bäder! allen Kraikken. zu gute komme. Dem' jüdischen Mittelstand ist aber der Besuch jder Bäder durchderartige Preise einfach unmöglich gemacht, sofern -erauf ritiielle Verpflegung nicht verzichten will. Es wird mir mitgeteilt, daß zahlreiche jüdische Familien in Frankfurt a. M., die einen rituellen Haushalt führen, von hiesigen Metzgern Fleisch beziehen in der Voraus-' Setzung, - daß dieses Fleisch ohne 'weiteresrituell zuberlässig sei. .Ich Litte Sie daher, in Ihrem' Blatte bekannt zu geben, daß Jnr die rituelle Z u v e r l ä ssägkeit. ' de s von hi es igen Metzgern v erkauften Fleisches V er an tw o rtun g n ur 8 ann über nomme n' werden kann, wenn das Fleisch unter Aufsicht des hiesigen Schächters verkauft wi-rd. Aschasfenburg,' 1. Mai 1022. Distrikts-Rabbiner < ■ - '. . ■ Dr. SBreuer.i r‘"^' Aügemeiue Mitteilungen. Die Kunsthandlung Trittler, Goetheplatz, zeigt augenblicklich eine ausgewählte Kollektton von Radierungen Hans Thomas. Sehr interessieren auch die Probe-. und Zustandsdrucke von Hans Meid, einem''unserer geschätztesten deiftschen Radierer. I, Thiel, Freiburg, bringt hier, ältere und jüngere graphische Arbeiten. In seiner Zartheit erinnert er manchmal an Meid. Ferner erschien im Verlag der Kunschandlnng' Tritiler eine neue Radierung des brkaimten jüdischen Radichers- Hermann Struck „Wandernder Jude", die-whc sowohl Sammlern. als auch. als sehr künstlerischen Wandschmuck empfehlen können. ■Hl Zi Ei < ßerren-, Knaben-und Sportbekleidung Zell 112 neben der Hauptpost , Wir suchen min baldmöglichstenEintritt einen der organisatorisch und rednerisch befähigt ist und allgemeinjüdische Kenntnisse besitzt. : .. Ausführliche Bewerbungen mit Gehältsansprficlie erbeten an das Zentralbflro Mlsracht, Berlin, Monbijonpl. 1 Bache kür meine 17 jährige Tochter ans guter Familie in erstem jüdischen : religiösen Hanse -? - / - - Uaterknaft xerecks Erlernung des Haushaltes. Zweitmädchen muss vorhanden sein. Offerten nnt D» 10 an die Ezped. ds. BL Für, altere alleinstehende Dame wird in. gutem, rituell jüdisch. Hanse (Jntnrkunft m. voller Verpflegung gesucht. FamilienanschloBs erwünscht. -- May, Renterweg 73 Vornehmes Detailgeschäft in Frankfurts. 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