Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 12 (23.3.1922)
- Date
- 1922-03-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Leite 4. Neue Jüdische Presse. Offeibacher Drucklalt-Anlage Offcnbaoh ». ». Telefon 123. Unflbertroffeue Teppichreinlguu& mitteht Druckluft. In erster Linie sei eine reich ornamentierte Zinnplatte, sogenannte „Sederplatte", ermähnt, wie sie am Sederak^nd des Pesachfestes zur Aufnahme der bitteren Kräuter usw. verwendet wird. Das Stücy trägt in der Mitte einen achtzackigen Stern, in dessen Zentrum drei gekreuzte Fische eingezeichnet sind, am Rand das Osterlamm und Inschriften (Leihgabe der Israel. Emanzipationssnstung). Ein Schlcchtmesser (ChaLs), ein jüdisches Unterkleid mit den sogenannten Schaufäden und ein Notizbüchlein mit den Aufzeichnungen eines Beschneiders (Molbüchlein) wurden durch einen bewährten Gönner dieser Abteilung, Emil Dreyfus in Genf, geschenkt. Seiner Vermittlung verdanken wir auch die Schenkung einer Schekelmünze durch Th- Levi und Louis Lebach in Genf." Jaks« Die jüdischen Industriellen ' W a l o s kh , Seidmann und Katz haben in Mvi-Schalom bei Jaffa ein großes Sägewerk eröffnet. Das Unternehmen verfügt über beträchtliche Holzvorräte und beschäftigt gegenwärtig etwa 50 jüdische Arbeiter. Hra«tf»rter Berickte. Gemeindevertretung der Isr. Gemeinde. Eine größere Debatte rief die Erhöhung der Krankenhaussätze auf mindestens 200 Mk. 1. Kl., 120 bezw. 150 Mk. 2. Kl.(und 85 Mt. 3. Klasse hervor. Dr. Geige« und Jacob Wolfs wandten sich mit Schärfe gegen die fortgesetzte Erhöhung der Sätze, die für manche Kreise unerschwinglich geworden sind. Stiefel, Rothschild und Willy Wolfs betonten, daß ein Zwang vorliege, da der Verband der Krankenhäuser, der übrigens auch sozial denke, die Preise festgesetzt hat. Die Denkschrift des Rabbinerverbandes über die Vertretung der Rabbiner im Vorstand wurde zur Kenntnis genommen und einer Kommission überwiesen. Dr. Geiger und Jacob Wolfs traten mit Wärme für den Wunsch der Rabbiner «ein. Der letztere Redner meinte, diese Hebung des Standes sei besonders auch im Interesse des rabbinischen Nachwuchs, der gegertwärtig sehr gering ist, erforderlich. Fromm dagegen vertrat die Ansicht, es entspräche mehr der Würde des Rabbiners, dem Vorstand nicht anzugehören. In der weiteren Debatte wurd ebelont, daß der § 35 der Gemeindeverafssung bereits die Hinzuziehung des dienstältesten orthodoxen und liberalen Rabbiners zu den Vorstandssitzungen bei Fragen der Religion, des Kultus und der Unterrichts vorsehe. Eine interessante Debatte entspann sich wiederum um die Rechtsfrage, ob der Dispositionsfonds der Bewilligung der Gemeindevertretung zu unterstehen habe. Der Vorstand hatte diese Frage prinzipiell wiederum verneint, jedoch für diesen Fonds 20 000 Mk. in den Etat eingesetzt und dadurcy der Gemeindevertretung ein gewisses Entgegenkommen gezeigt. Besonders Dr. Geiger und Dr. Katzenstein bekämpften die rechtliche Auffassung des Vorstandes, während FroMm sie unterstützte. Es soll durch je einen Vertreter beider Körperschaften die Frage noch einmal mit dem Vorstand verhandelt werden. Die Veranstaltung eines religiösen Konzertes auf der Empore der Synagoge Königsteinerstraße wurde genehmigt. Dieses Konzert soll aus einem hebräischen und einem deutschen Teil bestehen, jedoch auch der letztere soll nur jüdische Motive haben. Fromm konnte sich nicht mit der Veranstaltung befreunden, da ein Konzert nicht in den Rahmen eines jüdischen Gotteshauses hineinpasse; Jacob Wolfs stimmte dem wohl formell zu; trotzdem solle man das Mittel des Konzertes versuchen, da es geeignet sei, das religiöse Interesse zu heben. Dagegen geiselte er scharf das Mitwirken nichtjüdischer Sänger und Sängerinnen beim Gottesdinst der liberalen Synagogen. Landsberg und K ander von den Liberalen erkannten das als einen Mißstand an und versicherten, daß man bestrebt sei, Aenderungen zu ermöglichen. Talmud Thora-Berein. In der Generalversammlung des Talmud Thora- Vereins erstattete der Vorsitzende, Jac. Hamburger, den Jahresbericht. Er gedachte zuerst des verstorbenes Rabbiner Dr. Nobel, der seitens des Vereins anläßlich Vsrmählts Training and Empfang: Dienstag, 28. März, Uhr, Hotel Ullmann, Betbmannstrasse 52. Bendiz DBl-unaeixtlial Statt Karten. Frankfurt a. M., Halberstadt, Seydlitzstr. 52. Mauerweg 34 p. Frankfurt a. M., Fichtestr. 7. Empfang: Nur Mauerweg 34, 25. und 26. März 1922. BCarl Eisemann Irene Isaak Verlobte feines SVjNhrigen GMrrtStsg«s erst vor kurzer geii zurst Ehrenmitglied ernannt worden war. Ferner erwähnte er den Verlust, den der Perein! durch den Tod eines seiner! ältesten Mitglieder, Siegfried Herzfeld, erlitten habe. Zur Geschäftslage übergchend, machte Herr Hamburger Mitteilung von der weiteren Entwicklung des Vereins. Die Mitgliederzahl habe sich um weitere 100 auf 550 erhöht, eine Zahl, die keinem jüdischen Lernverein in Deutschland nachstehen dürste. Die Schiurim, die in dem abgelaufenen Jahre die Zahl won 30 überschritten, erfreuten sich eines regen Zuspruches; manche' Schiurim waren von über 60 Personen besucht. Die Kmder-Schiurim' wurdest weiter ausgebvut. Zu Pesach wurden Prämien verteilt, zu Chanukkäh fand eine Feier im Hörsaal statt. (Schluß folgt.) Notizen. Am 5. März waren es 300 Jahre seit LöbMainz, der Stammvater der hiesigen wohlbekannten Familie Mainz, in den Frankfurter B ü r g e r st a n d ausgenommen? wurde. (Vergl. Dietz, Stammbuch der Franks. Juden. S. 194.) Aus diesem Anlaß verehrten Leopold Mainz, hier und Ludwig Mainz in Hamburg, Namensträger jenes Ahnherrn, der Stadt ein silbernes Tintenfaß Mit entsprechender Widmung, das bestimmt ist, den Platz des Oberbürgermeisters bei den Sitzungen des Magistrats zu schmücken. Das schöne Stück stammt aus dem Atelier S. u. D. Löwenthal, hier. Die Erben des Philanthropen Jacob H. Schis s- Newyork haben 1 M i l l i o n der Stadt Frankfurt und 1 Million dem Jsr. Almosenkasten für Kinder und alte Leute gestiftet. Von der Franks. Zion. Bereinigung wird uns mitgeteilt, daß an einem Tage der ersten Maiwoche der bekannte Schriftsteller Sammy Grone mann in einer öffentlichen Versammlung über das Thema: „Jüdische Kulturfrage" sprachen wird. SlYftittfttvter Vernnttoltnnoen. Talmud-Thora-Vereiu (B: Dr. Braun, G: Groß, L: Lipinsky, U: Unna, O: Oelbaum), Hörsaal Börneplatz. Samstag, 11*): Schulchan Aruch (U), 31/4: Raschi (LI. nach Mincha: Mikro (U), (4' Std, v. N.: Vortrag (Josef Singer). Sonntag, nach Schacharis: Mischna (G), 9: Schulchan Aruch (L), 91/2*): GeMoro (U), nach Mincha: Vortrag über Pesach-Dinim (U). Montag, nach Schacharis: Schulchan Aruch (U), 6(4: En Jakauw (U). Dienstag, nach Schacharis: Mischna (G), 8(4: Newiim (U). Mittwoch, nach Schacharis: Mischna (G), 6(4: Chauwaus Halewowaus (95). Donnerstag, nach Schacharis: Schulchan Aruch (U), 8(2*): Gemoro (U). Freitag, nach Schacharis: Mischna (G). Fortbildung für jg. Leute: Samstag. 3—4, Montag, 7(4 und 8, Mittwoch, 734: Gemoro (U/u. G.). Fortbildung s. Knaben: Samstag, 3: Sckmlchan Aruch (Abt. .4. (U),B. (O),6. (O), D. 4(4 (O), Montag. 5: Mischna (Abt. C. und D. (U), Dienstag, 51/4: Mischna, Abt. A. (U), B. (G.), Mittwoch, 51/4: Gemoro Abt A. (U), Donnerstag, 41/4: Mischnaj Abt. C. und D. (U), 51/4: Mischna, Abt. B. (G), 5(4: Gemoro, Abt. A.1 (U), Freitag, 4: Gemoro, Abt. A1 (U). E z Chajim (Dozenten: Liverhant, Turcinski Temersohn, Schereschewsky), Kurse in acht Klassen und einer Borbereitungsklasse in Chumesch, Tefilloh, Mischna, Gemoro hauptsächlich für Schüler hiesiger Schulen, Zahl der erteilten Stunden 70, Unterrichtslokale Hermesweg 27 a und Unterlindau 23 b. *) Religionsschule Hermesweg 27. krühjahrsnevheilea Kleidern, Waschblusen etc. etc. in besten Qualitäten. Hans Nerger, Hochstr. 26 pt. Conditorei und Caf6 Wilhelm Wall Conditorei und Caf6 Wilhelm W«M len renoviert nni rergrössort. U.' AHegaste 8 Tmlmfon Maas« WMc Franklnrter Breuten n. BetmJUuiehfi Sonntag, 1(4—41/2 a Montag—Donnerstag, 2(4—8(4 „ Samtag, 2(4—5 „ Montag, Dienstag, Donnerstag, 5(4—7(4 b , Samstag, 5(4—6(4 „ Verein Hauptsynagoge, Samstag, 5^4, HaM. synagoge: Lehrvortrag (Rabb. Dr. Salzberger), Jüd. .Frauenvereigung, Dienstag, Hörsrnä 81/2: Prakt. Palästina-Arbeit (Heinr. Eisemann), auch Herreu willkommen. Hebräische Sprachgesellschaft, Samstag. Elisabethenschule, 8H3: Vortragsabend (siehe Inserat). Misrachi-Jugendgruppe, Donnerstag, Hermesweg 27, 8^4: Die Aufgaben der Misrachi-Jugend () Werzberger). Tikwas Zion, Samstag, Volksbildungsheim, X Berdidczewsky (I. Holländer, Mainz). Wocheu-Kaleuder. Samstag, 25. März (25. >Adar). Sabbat-Anfang in Frankfurt 6 Uhr 10. Sabbat-Ausgang in Frankfurt 7 Uhr 35. Wochenabschnitt: Wajahhel Pekudei. Parschas Hachaudesch. Donnerstag, 30. März: Rausch Chaudesch Nissan Wochengottesdienst: 6(2 Morgests, 6 nachm, in den meisten Synagogen. Frankfurter Familieunachrtchte«. Barmizwos. Kurt Königsberger, Elkenbachstr. 6 Karl Strauß, Baumweg 43, Guido Sichel, Klettenberg! straße 4, Synagoge Börnrplatz. l Gestorben. Hermann Stern, 72 I.. Hansa Allee 10. — Rosette Joseph geb. Kleeberg, 78 I., Kettenhvf weg 66. Spende«. Bei der Nationalsondskommission (I. Heimann, Pos: scheck 4l 441) gingen ein: \ Rabb. D r. Nobel-Hain. Adolf Rosenzweig, Eli Sichermann, Cilli Rosenblatr Neustadt b. Kirchhain, Sigm. Halberstadt, M. L. @tt linger, Schwanenstr., C. Heinemann, Isidor Rothschild, L Dessau, H. Schaumburget z. 19. Adar auf Namen Mar Schaumburger 9X2 B. — 18 Bäume. Strumpshaus Metzger, Leo Arthur Bonn u. Frau au* NcrMen Simon Glauberg u. Frau, Amtsrichter Dr. Herr mann, Straßburger u. Oppenheimer-Bieber 4 X 10 B. - 40 Bäume. A. MantheiM 6 Bäume. Siegfr. Cassel, Zeltfabrik, Fam. Fritz Darmstädter, Fam Zeno Darmstädter 3 X 20 B. 60 Bäume. Arthur Palm, Eman. u. Alsr .Pick, Frau Gust. I. Rapp M. JanWnj 4 X 4 B. — 16 Bäume. Else Feist u. Manfr. Schamer 15 Bäume. Jsaac Kaufmann, Studiendirektor Dr. Driesen, S. Im mergut, durch Dr. Rosenblatt, PH. Hainebach, M. H Feist 6 X 1 B- — 6 Bäume. Spendenbuch. Jos. Müller u. Frau geb. Dräuger z. Geburtstag ihre: Bronja 50.—, Regine Friedmann, Dav. Dränger anl. ihm Verlobg. 50 Mk. PuriM-Sammlung. Durch Tikwar Zion, diverse 656.50, durch Tikwar-Zio> durch Diller 400.—, Spende N. N. 200.—, Sammlung Trud Weiß 241.—, Sammlung Eva Grombacher 152.— Mi Bei N. I. Pr. gingen ein: Siegfr. Moser und Eduard Schott anl. Verlobg. ihre Kinder 200 Mk. (Gumpertzsches Siechenhaus). Herm. Schaumburger u. Frau 1. B. Rabb. Nobel-Hain 1 B aus Namen!Ma xSchaumburger — 50 Mk. Verein Montefiore E.V., Goetheplatz 5.1 Hebr. Sprachgesellschaft, Frankfurt a. 1 IE3in.Xad.uxi g General - Versammlung am 5. Avril 1922, abends 8‘/< Uhr. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht. 2. Kassenbericht. 3. Entlastung. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Wah'en zum Delegiertentag des Verbandes. 6 Verschiedenes. Anträge sind Statuten gemäss bis zum 29. März an das Büro, Goethestrasse 5, zu richten. Mi? gliederkarten 1921 mitbringen. Der Verwaltungsaasschuss. Vortrags-Abend Aber Neuhebräische Literatar (insbesondere Bialik Samstag, 25. März, 8(4 Uhr in der Aula der Elisabethen sehule, Börsenstrasse 7. Mitwirkfnde: Rabbiner Dr. Salzberger (einleitender Vor trag), Frl. Ilse Seligmann (Rezitation), Herr Szpir Hebräischer Vortrag), Herr G erlich (Hebfäische Lieder Schüler der Hebräisch. Sprachschule (Hebräische Rezitationen Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittspreis von Xk.i.- erhoben. Karten ab Donnerstag, 23 März von 12—1 Uhr beir Kastellan der Frankfurt-Loge und an der Abendkasse. T IT Tüchtiger Schneider jüdischer Confes^ion zwecks aus besserer Familie von einem Finhairuilliifl Schahbedarfsartikel - Engros- CHlllBiraiUlig hause per sofort gesucht gesucht. Offerte unter F. T. (Samstags geschl.). Offerten 12676 an Ala Haasenstein & unter 3236 an die Exp. d. Bl. Vogler, Frankfurt a. M. 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