Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 3 (19.1.1922)
- Date
- 1922-01-19
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 3 Nr. 3 Neue Jüdische Presse. Preiswerte! aparte Trauer-Kleider in guten Woll- und Seidenttoften. MF~ Anfertigung nach Mass. "W » in kürzester Frist. Hans Nerger, Hochstr. 26 pt. Meister und Schüler, für einander sind sie geschafse», sie alle suchen ihren Weg,' ihr Schicksal, und nach dem, tvas sie wählen, setzen sie ihre». Grundstein und festigen die Religion.. — Euch! Unser» Meistern und Frnind.'n reichen wir Sie Hand des Danke-. — Nicht mir Dank, nein, mit neuer Liebe und mit frischem Eifer, am Wecke unsres Lebens, am' Denken und Verstehen unsrer Tauroh zu arbeiten, d a s iei die Liebe zu nusern Erzieher». — ... . > So erheben wir denn in Liebe unsre Herzen und schlichen einen Buud uiit unfern Lehrern; so werden wir mit Gotteshilse erreicktzUch daß nnsre Ehanukkahlichter leuchte» und als stetes -Symbol in unferm Judentum erstrahlen werden. 'Nur so kau» cs gelingen, meine Freunde! Nur mit vereinte» Kräften können'wir unsre Schule erhalten und unfern Meistern helfen, die jüdischen Schriften auszusorsche» und aufzukläreu, um zu einem geeinten Ziele zu Israelitische Reli,io«Sgesellschaft. In der letzten Sonntag stattgefundene» ztveiten Generalversammlnng wurden nunmehr die abgeänderten neue n Statuten mit 240 gegen 90 Stimmen a » geüo m - men. Sauitätsrat Dr. W. Hirsch gab in klaren, beachtenswerter! Ausführungen seinen Bedenken gegen den 'vorliegenden Entwurf Ausdruck und machte konkrete Vorschläge, — bei der Mehrheit bestand jedoch der Wille, endlich zu einem Resultat zu kommen, denn seit Jahren wurde innerhalb der Gemeindcmitglieder eine Aeuderurig der Statuten erstrebt. - . hi. : . Es wurde des ferneren der I a h r e s a b s ch l u ß verlesen, der mit 175 000 Jt Defizit abschließt. Die Aufwendungen für Gehälter stiegen auf 1237 000 Jt Die Realschule beanspruchte einen Zuschuß von 615 000 .11, da dort dw Gehälter auf 612 000 Jt stiegen. Die Real s ch n l e so.l zu einer Vollanstalt ausgebaut werden. Ein ungenannt sein Wollender hat, »ach den Verhältnissen Ende letzten Iah. res gerechnet, für zehn Jahre die Deckung der Mehrkosten zngesagt. Araslfurter Veranstaltungen. .Talmud-Thora-Vereim (B: Dr. Brau», G: Groß, L: Lipinsky, II: Unna, O: Oelbaum), Hörsaal Börneplatz. Freitag abend: Vortrag (Oberkantor Groß). Conditorei und Cafd “ “ ' Wendel Neu renoviert und vergrBssert. Altapaasa 6 Telefon Hansa 1888. Frankfurter Breufen n. Betmann eben. Samstag, 11*): Schulcha» Arnch (U), 31/*: Rasch i (L), nach Mincha: Mikro (U). ' Sonntag, »ach Schacharis: Mischna (G), 9: Schulcha» Arnck- (L), 9(4*): Gemoro (11), irach Mincha: 'Ncwiim (ll). Montag, ». Schacharis: Schulchaii Arnch (ll), 6(4: En Jacikanw (ll). Dienstag, nach Schacharis: Mischna (G,^ 8',: Tefilloh- Vortrag (I. B. Levy).. Mittwoch, nach Schacharis: Mischna (G), 6l,4 r Chanwaus Halewowaus (B). Donnerstag, nach Schacharis: Schulchaii Arnch (ll), 81/2*):. Gemoro (ll). ' Freitag, »ach Schacharis: Mischna (G). Fortbildung für jg. Leute: Samstag 3—4, Montag. 7(4 und 8, Mittwoch, 7*4: Gemoro (ll. u. G.). Fortbildung f. Knaben: Samstag, 3: Schulcha» Arnch (Abt. A. (U), B. (O). C,. (O), D. 414 (O). 6-4: Gemoro (ll), Montag, 44,: Mischna (Abt. C. und I>. (ll), DienStag, 5: Mischna, B. (G). 6: Mischna, A. (114, Donnerstag, 5: Gemoro, A. (ll), Mischna, B. (G). Schiur f. Damen:-Sonntag, 6:'Diniin (ll). Ez Chajim (Dozenten: Rabb. Krieger, Liverhaut, Turcinski, Temersohn, Schereschewsky), Kurse in acht Klassen und einer Vorbereitnngsklasse in Ehnmesch, Tefilloh, Mischna, Gemoro hauptsächlich für Schüler hiesiger Schulen, Zahl der erteilten Stunden 70, llnterrichtslokale Hermesweg 27 a. und Unterlindau 23 Sonntag, 1-/-—4-4 a Montag—Donnerstag, 2-4—8(4 Samtag, 21/2—5 Montag, Dienstag, Donnerstag, 5-/z—7-,4 t> Samstag, 5^/4—6% „ Verein Hauptsh.nagoge, Samstag, 4--/,. Häuvtsynagoge: Lehrvortrag. . Centralverein deutscher Staatsbürger j ü d. Glaubens, Dienstag, 8, Börse: Vom H.imatsrecht d. deutsch. Juden (Dr. Rieger). Freies Jüdisches Lehr haus, Elisabethenschule, Samstag, 7-/,: Goethe (Dr. Nobel), 8-/4: Jüd. Erneuerung im Spiegel d. jüngst. Dichtg. (Dr. Salzberger), Sonntag, 10-/4 (Hochsches Konservatorium): Religion als Gegenwart (Mart. Buber), 11: Chassio. Texte (Mart. Buber), Dienstag, 6-/1: Krankheit und Heilung (Dr. Koch), 7-4: Wissen vom Menschen (Dr. Rosenzweig), Mittwoch, 6 (Staufenstraße 4): Maimonides JDr. Rosenzweigl, Donnerstag, 6-4 : Thora (Dr. Rosenzweig), 7(4: Heilige . Schrift (Dr. Straus). Jüd. Franeiivereiniguiig, Montag, 4(4, C«'i Kursaal: Rezitation (Else Mayer), Lieder zur Laute (Suse Ettlinger). Ag. I is r.-In g e nd g r., Hanaiierlaiidstr. 17, Freitag: Vortrag-) 8 Ilhr: geselliges Zusammensein. — Samstag, II-/4: Mischna (A. Hirschberg), 11-4: Gemoro (Halpern),-3: Gemoro (Dr. Hofmann, 6-/4:^ Nascht (L. Oppenheimer), 3: Grundgedanken d. jüd. Gesetze (Rabinowitz), 7: Gemoro (Dr. Ehrmaiin), 9: Lichtgestalten ans Frankfurts jüd. Vergangenheit-) (Dr. Hosmann), Montag, 8: Mischna (H. Hirschberg), 8(4:'Gemoro (Dr. Ehrmanu), 9: Gemoro (L. Oppenheimer), Sprechstunde 2lngestellten-Änsschnß.-) — Dienstag, 9: Gemoro (Dr. Hofmann). — *) Religionsschule Hermesweg 27. -) Auch für Damen. Offenbacher Drackluit-Anlage Offaabaoh a. 8. Telefon 1231 Unübertroffene Teppichrelnlgug mittelst Druckluft Mittwoch, 8-/2: Zirkel (Dr. Hofmauu), 9: Palästina^) Dr. Elirmaiin). — Donnerstag, 8-4: Bücheransgabe,') 9: Mischna (H. Hirschberg), 8: Gemoro (Dr. .Ehrmann). —Mädcheugr., Samstag. N-4: Tehillim (L. Kahn). 4: Tauröh (A. Hirschberg). Donnerstag. 9: Clianrew (Dr. Elnniaim). Die Jude« und die Tuberkulose. _ >.JPZ) Prof. Cum m ins, dessen Spezialgebiet die Tuberkulose ist, hielt jüngst in London einen Vortrag, in welchem er ansführte, die- -Stadtbewolnier seien entgegen den bisherigen Annahmen viel mehr -gegen die Ansteckung mit Tuberkulose immun als die Landbewohner. Er erklärte die Erscheinung damit, daß bei isoliert lebenden Menschen die .Krankheitskeiiue viel sprunghafter von einem -zum anderen Jndiviouum übergehen; eine ganze Familie kann von einem kranken Mitglied angesteckt werden, während andere Familien gänzlich immun bleiben. Wo hingegen die Individuen im ständigen Kontakt sind, die Krankheitskeime beständig von Mensch zu Mensch übergehen, ja daß der einzelne Krankheitskeim viel Heiner und ungefährlicher ist.' Diese Theorie könnte die relative Immunität erklären, deren sich die Inden gegenüber der Tuberkulose erfreuen, obzwar sie, in schlechten hygienischen Verhältnissen leben. Die statistischen Feststellungen der amerikanischen Roten- Krcnz-Kommission in Polen ergeben das Bild, daß die Krankheitsziffer der Tuberkulose bei Juden der Halste der Fälle bei Nichtjuden entspricht. Im Jahre 1917 gab es in Warschau vier Tote vom Hundert, davon ein Viertel infolge von Tuberkulose. Das Verhältnis der Todesfälle zwischen Juden und Richtjuden betrug 100 zu ISO der Gesamtbevölkerung, wobei der llmstand berücksichtigt werden muß, daß die Lebensverhültiiisse der Juden in Polen sehr ungünstig sind. Diese Resultate würden die Theorie des Prof. Climmins bestätigen, indem die Juden als Stadtbewohner par excellence gegen Tuberkulose viel immuner sind als Nichtjuden. Andere behaupten wieder, dieser Grund sei in der Seltenheit des Alkoholismus unter den Inden zu suchen. Jedensalls scheint die größere Immunität der»Juden gegen epidemische oder ansteckende Krankheiten eine alte Erscheinung zu sein, denn schon im Mittelalter findet' sich diese Beobachtung bestätigt. Die Einhaltung der Reinlichkeits- Vorschriften, Enthaltsamkeit und Nüchternh'ir mögen diese Tatsache zur Genüge erklären. Konditorei ui&ift Caf§. Pit« Lanbenstein Hohenzollernstrasse 18. Telephon: Hansa 985. Spezialität: Ananas-Torichen und Pralines* Jedem das Seimge. Roman von M. Pulvermann. (Fortsetzung.) Den ganzen Tag über war sie wieder mit ihren Gedanken beschäftigt, und sie wußte sie nicht wegzubaniien. Ruhelos und ungeduldig griff sic bald nach diesem, bald nach ' jenem Gegenstand, um nach einer Minute alles wieder augeekelt wegzuwerfeii. Aus dem Nebel draußen wurde bald ein feiner Sprühregen, der die Straßen mit * einem dicken, zähen Schlamm bedeckte, so daß sie verhindert.war, ihre Gedanken im Freien zu ' sammeln und. zu ordne». Aber es war gut so; sie hätte es nicht ertragen, mit sich allein zu sein; sie hätte sterben müssen, wenn sie nicht einen! Menschen »nt sich wüßte, und sei es auch nur die alte Frau, -deren Gesellschaft sie jetzt unter einem nichtigen Vorwand aufsuchte. Ihr war nämlich plötzlich das Bewußtsein gekommen, wie aus weiter Ferne, ans einer WZt voller Träume und Phantastereien, daß wieder ei» unbekanntes, sremdes Element in ihrem Leben aufgetaucht war. etwas Eigenartige-, das bald Freude, bald Sorge und Angst in ihr auslöste. Und als der Tag fortschritt, wurde es ihr immer klarer und deutlicher, daß sie jetzt aufgehört ljatte, ihr eigenes, freies Ich zu sein, daß etwas Neues sie beherrschte und beeinflußte, dem sich alles, ihr ganzes Sein beugen mußte. Mit befremdlichen Blicken betrachtete s e ihre Schwiegermutter; das einfache, scheinbar wesenlose Dasein dieser alten Frau schien eine Heiligkeit in sich zu schließen, die ihrem schlichten Leben eine gewisse Weihe vrrl-eh. Ellen unterhielt sich änit ihr und sprach allerlei, doch das, was sich ihr mit unwiderstehlicher Macht auf die Lippen drängte, von dem, was der ganzen Welt in ihren Augen ein verändertes Aussehen gab,'von dein schwieg sie beharrlich. Dies war ja auch kein Gegenstand müßiger Unterhaltung. selbst nicht für solche Ohren, für die es die schönste. Musik gewesen wäre. Sie mußte erst selbst darüber Nachdenken, sich, selbst erst Klarheit darüber verschajfeu. Und als der, Abend herankam, ging sie auf ihr Zimmer, um ungestört diesem: Gedanken iiachznhangeii und denk jungen Leben; zu lauschen/ das an der Pforte ihres Herzens zu pochen begann. - XX. Es dauerte eine, ganze Weile, bis die junge Frau so weit die Herrschaft über-sich gewann, das neue Ereignis klar überdenken zu können. Zunächst erivog sie die Tatsackze, daß die neue Entdeckung nicht nur sie allein betraf. Mit schmerzlicher Empfindung erkannte sie. daß sie während der letzten Monate, seit ihrer Verheiratung, ein Probierobjekt der Vorsehung gewesen zu sein schien, die es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht hatte, ihr Leben bei jeder Wendung beisonders z» regeln, um alle.Eceignässez die sie btetrafen,/ in eine logische und folgerichtige Symetrie zu leiten.' Es wurde ihr klar, daß ihre Mutterschaft den Mittelpunkt eiiinehmen müsse, um welche ihre ganze Zukunft sich bewegen, sollte. Soweit hatte sie ruhig und gefaßt nach,-- denken können, und das Resultat war ein gewisses Mißtraucii. War sie nicht wieder an einem Wendepunkt angelangt, wurde ihr nicht Zeit und Warnung gegeben, um sichfür kommende Stürme vorzubereiten? Denn sicherlich: bedeutete es schwere Stürme, daß sie bei der Erfülluiig des innigsten Wunsches, bei dem Segen, den sie sich ersehnt chatte, sich doch nicht der ungetrübten Freude hingeben durfte. Dabei tauchte noch die nicht minder wichtige Frage ans,, in welcher Art sie das Geheimnis ihrem Gatten Mitteilen sollte. Doch dies war nur eine geringe Sorge, und darüber brauchte sie nicht lange nachzugrübelii. Denn unter allen Umständen wird doch, das Ereignis ein festes Bindeglied zwischen sich und ihrem Gatten schaffen! Allerdings schien es ihr absonderlich, daß sie ihre Zusammengehörigkeit nur durch Nebensächliches aufrecht erhalten konnle. Aber so war es von Anfang an gewesen, und sie war immer glücklich, ein Hilssmittel zu finden, das eine Brücke zwischen ihnen bildete: erst das Buch, das unausgesetzt ihren Verstand beschäftigte, um das Gefühl der.Geistesleere nicht aufkommcn zu lassen, und jetzt, nachdem jenes sich überlebt hatte, ihre Mutterschaft. ' Was aber sollte sie ans dieser Tatsache schließen? Nun, daß sie immer einen Ersatz, einen Notbehelf gebrauchen werde, wenn sie sich mit ihrem Gatten eins fühlen wollte. Oder sollte sie ihr gestriges Vorhaben zur Ausführung bringen und ihren Seeleiiznstaiid offenbaren? Darüber gab sie sich jetzt keiner Tänschniig mehr hin. Sicherlich wird er darüber Nachdenken, um irgend einen Ausgleich anfzufiiiden, um da-5 Zusammen leben auch weiter zu ermöglichen, sie aber wird diesen Ausgleick;, nicht für ernst nehmen, um sich nicht auch noch ihrer Selbstachtung berauben zu lassen. Neii^ nein! Es war alles vergeblich und zwecklos. Dieser Tatsache muß sie endlich kühn ins Gesicht schauen; nie und nimmer kann sie aufrichtige Jüdin werden! Wenn schon die Feier bei der Proselyteiianfiiahme sie gleichgültig ließ, wenn schon die Weihe der heiligen Tage sie nicht zu erheben vermochte, wie viel weniger noch das' Farblose und Eintönige des Alltaglebens, wo ihr Geivissenskampf »n Kraft und Tiefe ständig znnehmen wird! Oder soll etwa das Kind ein Glied in der Kette bilden, um sie gewaltsam am Judentum zu fesseln? Ja, die Kette wurde allmähliche länger; zunächst ihre Aussöhnung mit ihrer Schwiegermutter, die doch sicherlich nur in der Absicht geschehen war, ihrem Gewissen jeden Borwand einer unerträglichen häuslichen Umgebung, häutiger Zusammenstöße mit unsympathischen Erscheinungen ans der Welt zu schaffen. Dann wieder ihre Aussprache mit Alice Mahlow, die jede Spur von Eifersucht ans ihrem Herzen entfernt, die sich, doch in einem Winkel eingenistet hatte und ihr jetzt gute Dienste hätte leisten können; durch -die 'Aussprache mit 'Alice Mahlow, die ihr zugerufen lmtte, jeder Mensch müsse allein den Sieg über seine inneren Kämpfe erringen. 'Arme 'Alice! Welche Last von Sorgen hatte sie zu tragen, und wie mußte sie kämpfen, daß nicht ihre ganze Welt in Trümmer zerfiel! Arme Alice, gewiß Haft' du keine Hand frei, um sie auf die schmerzende. Stirn einer andern zu legen! Ellen sann weiter und weiter, — und da dachte sie wieder an das Kind! Im lGeiste malte sie fick, ihr und sein Kind aus: körperlich blühend und gedeihend, allmählich 'zur Entfaltung seiner Fähigkeiten Heranwachsende aber, anstalt den kindlichen Jubel in vollen Zügen zu genießen, wird sie die ganze Zeit den Leidenskelch schlürfen und ans ihrem Herzen einen Kampfplatz verschiedenartiger Regungen und Leidenschaften machen »nässen. Womientrirnfen und voller Jauchzen wird sie die ersten kindlichen sprechversuche beobachten, zu gleicher Zeit aber wird die Vorahnung voller Berzweislirng an ihre Seele zerren, oaß die Vernichtniig.ihrer Hoffnungen nahe sei. Denn sobald ihr Kind zu denken und zu sprechen beginnt, muß es doch die Aufgabe der Mutter fein, mit ihm zu beten und es zum Glauben an Gott zu erziehen. Aber was soll' es beten, was soll es glauben? Soll es iyr Glauben oder der des Vaters sein? Sogar schon viel früher, schon acht Tage nach der Geburt, muß sich doch die Religionszugehörigkeit des Kindes entscheiden: soll es die Taufe in der, Kirche empfangen, oder soll es in den Bund Abrahams ansgeiwmiiien werden? (Fortsetzung folgt.) 0698