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Neue jüdische Presse · 1921-12-08 · Heft 46 (8.12.1921) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 46 (8.12.1921)
Date
1921-12-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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3tr. 4(i fcttle 4. Neue Jüdisch- Presse.!o»»ekeMM«s sllgeme-r, The^mport Ronnefcldt.Frankfurt*M. 1 ■*"--—■ ' ~ „(Sr isl schon üiiv dem Tempel gekommeii!" Mil diescm freudige» Rns sprang sie ans »nd eilie dein lieinitchrciidcii Sohne entgegen. „Einen geseguele» Jom-Tow! Einen guten Fcstlag und ein frohes Jahr für nnS alle!" rief Klastner srendestrahleiid nnd blieb eine» Augenblick aus der Schwelle stehen, um den traulichen nnd anheiinelndc» Anblick des Zimmer* für eine Weile zu geniesten nnd in sich aiisziiiiehmen. Ellen hatte sich ebenfalls zur Begrüstiiiig erleben,, trat aber einen Schrill zurück, »in der alten den. Vortritt z» lassen. Aach der ersten Erfahrung, wollte sie ihr das Vorrecht, das die Mutter zn haben verineinke, nicht mehr sttcitig machen. Ehaje' Rachel aber blieb bewegungslos aus ihrem Plaste stelle», während das 'chlane Lächeln wieder ans ihren .Lippe». zum Vorschein kam. Ihr Blick war dabei ans Elle» gerichtet. „Bill Du mir. böse, Mutter? Aoch dazu henic?" ries der Sohn, mit anSgebreitete» Armen ans die alte Frau zugehcud. . _ . Doch sie wich ihm geschickt ans. „Rein, erst Deine iyrau! Sie uinstt D» zuerst begrüsten!" wiederholte sie, aus Ellen deutend. „Die Frau must Dir mehr sei» als die Mutter. Gott selbst hat dieses in der heiligen Thora .so cmgcordnct: „Der Man» soll Vater und Mutter verlassen . . Mit einem verständnisvollen Lächeln nnd mit uer klütten Blicke» schloß Klastner beide grauen in seine Arme. Bald aber zog er sich zurück und liest sie nebeneinanderstehen. Er wußte, was jcstt koninicn wird. „Elle», Ellen! D» bist mein .(lind!" rief die A'.lc bebend. „Mutter!" tönte es.'zurück von Ellens Lippen- Bald hätten sich beide. Herz an Herz, fest umschlungen. „Wollt Ihr denn de» ganzen Abend so steh:» bleiben? Ich habe einen Bärenhunger?" sprach Klastner mit heiserer Stimme, Die seine tieje Rührung verbergen sollte. Um -seinen Worten die Tat folgen zu lassen, drängte er die Frauen auseinander, was ihm aber nicht leicht gelang. Ellens Gesicht war mit Tränen nbergosseu, und auch Ehaje Rachel konnte kaum ihre Bewegung bemeistcrn. „Ich bin eine böse, böse Frau,-Du aber, Ellen, bin eine vornehme Dame!" ries die Alte wiederholt. „Jetzt aber werde ich die Suppe bringen." „Ellen, Liebling," sagte Klastner freudig: „wir haben doS.iicue Jahr gut begomien." ' „Ich glaube cs auch," erwiderte sie sinnend. Konditorei und Caffi Ph. Lanbenstein HohepzollarnctraSM 18. Telephon: Hansa 985. Spezialität: Haanas-Torftchen und Pralines« „Weist! Du, das; ich ctwaS Aeynliches erwartekc? Deshalb war ich auch über, das gespannte Verhältnis zwischen Euch durchaus nicht befolgt. Ich >var'überzeugt, hast das gegenseitige Verstehen nur eine Frage der Zeit sei. Es ist nämlich bei uns Brauch,' der durch die Länge der Zeit zu einer religiösen Pflicht geworden, am Renjalws feste mit allen Menschen -Frieden -zn schliesten. Dast die Mutter, die doch ivirllich eiiie sromme Jüdin ist, dieses unbeachtet lassen werde, war für mich undenkbar." „Es ist ein schöner herrlicher Brauch," sprach die junge Frau, noch immer in Gedanten versunken. (Fortsetzung folgt.) Literarische Rundschau. Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz f e ch st c r I a h r g a n g. Basel.) Als ein eesreuliches Zeichen der intensive» Ausbreilnng des indischen Interesses uno der Jüdischkeit in der Schweiz ist dieser lt. Jahrgang des jüd. Jahrbuches für die Schnciz warm zn begrüsten, und zweifellos ist das mit der nnermüdliche» Tätigkeit des Baseler Rabbiners Dr. Coh» zn danke,i, dessen Söhne den gleichen Weg gehe» und von Jahr zu Jahr das Schweizer Jahrbuch interessanter und reichhaltiger zu gestalten wissen. Wohltuend ist vor allem a» dem Inhalt des Buches die Vielseitigkeit und Reichhaltigkeit. Alle Gebiete der lüdische» Sache werde» erörtert, um i» gediegen volkstümlicher Weise jüdische Kenntnisse zu vermitteln, die Berleifung jüdischer Weltanschauung anzubahnen, innige Anteilnahme am Lebe» des jüdische» Voltes zu. erwecken, zu freudvoller jüdischer Tat aiifznrüttclii. Dieses Jahrbuch ist aber auch eine Stätte, in welchem die Sehnsucht nach Z i o » gebührende» Ausdruck p» dcl und gezeigt 'wird, ivie von hier aus die geistigen Brücken nach dein Lande unserrr Hoffnungen. geschlagen werden können, wo die starken Wurzeln unserer Kraft ruhen. Es handelt sich also nicht um einen Kalender im gewöhnlichen Sinne des Wortes, sonder» „in ein gutes Volksbuch, das viel höher steht, als die entsprechenden Volks büchcr ähnlicher Teiidenzen i» andere» Kreisen, etiva der Lahrer Volkskalender u. dergl. Rach dem Kalendarium und de» Festtagstcibclie» folgt ein Rückblick aufdas Jahr öl>8l, dessen warmer Indischer Ton und dessen lieseindringenocs Verständnis und liebevolles Erörtern der jüdischen Gegenwartssragen nnS reichlich lohncii für manches 'schiefe Urteil »nd für manche mehr oder weniger bewusste Herabsetzung und Verkleinerung «all der Arbeit im Dienste der jüdische» Gegenwart und Zu tunsl. Der englische M andaksent w u r f jür Palästina erfährt eine gründliche nnd sachgemästc Erörterung: „Die Rechte des j ü d i f ch e n Voltes ans E r c z I s r a c 1 sind damit a n e r t a » u t. DaS Land, den Juden durch die Römer entrisse», soll wieder jüdisches Landwerden. Wie immer inan sich:zur Zion. Organisation stellen mag, inan wird die Bedeutung dieser grostcn von ihr vorbereitete» politische» Erfolge anerkennen niüssen und soll dies auch freudig tun." Man vergleiche damit die Behandlung dieser Dinge in Presscänstcrunge» der letzten -seit über die Jewish A g c „ c h. Glaubt inan denn mit solchen Tönen, wie „Was meinte denn Herr -Strömcr, dast Ihr Euch heute noch.Wiedersehen werbet?" fragte sie. Das Gesicht des alten Herrn klärte sich wieder ans. „Er meinte damit unsere Anivcsenheik bei dem heutigen Eriltesest in der Kirche. Es 'sollte eigentlich schon gestern abgehalten werden, aber da er wustte, dast wir dem Gottesdienst gern beiwohnen wollrcn, hat er es bis heute verschoben. Die Feier beginnt um sechs Uhr." „Schon um sechs Ahr! Da ist es doch die höchste Zeit! Warum habt Ihr es mir nicht gleich gesagt? Warte eine» Augenblick, Tantchen, ich hole Dir schnell Hut nnd Mantel." Das verlegene- Zögern der alten Leute „halten ihr wiederum ihre Lage dahin klar gemacht, dast sie ihnen doch entfremdet worden war, dast sie den Rcligioiiswechsck doch- »icht *fo leicht genommen hätten. Dieses kam Elle» noch stärker zum Beivusttsein, als sie bei dem Abschied vorder Kirche die verhaltene» Tränen in den Augen der Tante bemerkte. Ja, ja, es unterlag keinem Zweifel, dast sie fortan -von ihren Verwandten getrennt bleibe», dast sic verschiedene Bahne» wandeln mustte». Ob ihr dieses leicht werden wird? \- Mit verhaltenem Ale», lauschte sic den Orgcktönen, die aus dein Gottcshanse an ihr Ohr drangen, und ihr Fnst blieb wie angewurzelt stehen. Schon wieder der Klang der so wohl vertraute» Stiinme, abermals die Andacht, die ihr Herz höher schlage» liest, das Beten, das sich wieder aus ihre Lippen legte. Gewaltsani rist sie sich -los. Wen» sie nur noch eine einzige -Minute länger' zögert, dann ist sie cin der nächsten in der Kirche. ' Was aber ihre Flucht »och mehr beflügelte, war das sicghafte Bewusstsein, die Zeit ihres Triumphes stehe ebenfalls nahe bevor. Roch eine einzige Woche nur, und das graste Fest ihres neuen -Glaubens, die Weihe eines neubeginnenden Lebens wird gefeiert, bald darauf der heilige Tag der Versöhnung,'wo die göttliche Heiligkeit nnd Versöhnlichkeit sich mich über sic ergieste» wird. — — Rein, nein; die Leute da in der Kirche, sollen nichts voraushaben: sic sollen nicht spöttisch und schadenfroh mit stechenden Fingern Muh ihr zeige». Auch, sie wird bald wieder im Gebet schwelgen; auch sic wird sich bald in Andacht zn», Himmel emporschwingen . XV. ' Während der ganzen folgende» Woche befand sichdas Klatzner'sche Haus in eipem wahren Ausruhr wirtschaftlicher Tätigkeit, in einem Wirrwarr festlicher Vorbereitungen. Chaje Rachel schien huiidert Hände und hundert Füste zn besitzen, ohne aber auch nur eine einzige entbehre» zu können. Scheuen raue» nnd dienstbare-Geister waren ein rarer und begehrter Artikel i» der ganzen Rachbarschast geworden. Ehaje Rachel aber hatte es doch fertig gebracht, eine Frau aufzutreiben: allerdings für einen Preis, mit dem man, wie sie meinte, in ihrer Heimat hätte eine Tochter verheirate» .können. Aber sie rächte sich dafür, indem sie der Fra» gleich am ersten Tage zn verstehen gas, dast sie unter Arbeit auch wirkliche Arbeit verstehe, dast Plauderstündslüiidche» nnd Kniistpausen gänzlich ausgeschlossen seien, so dast die Scheuerfrau sich heftig die Rase rieb und ein bischen sich hinter de» Ohren kratzte, um darüber iiachz»- dciileu, wer von beiden doch eigentlich ein besseres Geschäst mache. Chaje Rachel besäst einen ausgeprägten Spürsinn, geradeim lritischen Augenblick da zu erscheine», wo sie am wenigsten erwartet wurde. Während der erste» drei Tage hatte sich Ellen von dein 'Arbeitsgebiet ierngehalte«, da sie doch nur im Wege gewesen wäre. Sik beschäftigte sich nur mit Klastiicrs Buch, in wrlchem sie »och einige Verbesserungen vornahm. Mb er sie beeilte sich gar nicht Damit. Sie ahnte, dast das Buch einen wesentlichen Bestandteil ihrer täglichen BeschästiguNg bilde. Schlicstlich aber war es doch soweit, und sie hatte mir »och den Titel niederziischreiben: ,Das Recht der Rasse, von Artur Klastner.' Als sie das Manuskript in den Briefkasten gewvrsen 'hatte, legte, sie sich hie Frage vor, warum sie bei der Aussicht einer Vermehrung ihres Einkommens nur eine sehr geringe Bciriedignng einpfaiid, höchstens einen schwachen Abglanz von dem Stolz ihres Mannes ans sein Werk? Dabei aber konnte sic auch eine trübe Ahnung nicht unterdrücke, i, dast niitder Minnre, da das östlich aus dem Hause kam, das Band der Gemeinschaft mit ihrem - Gatte» sich doch ei» tlein wenig lockerte. — — — Mit desto größerem Eifer stürzte, sie sich jetzt in den Wirbelwind des Scheuern nnd Putzens, der im ganzen Hanse herrschte. Ohne aus Ebase Rachel zu achten — über ihre eigene Kühnheit lächelnd —, limernahm -sie selbständig 'diese oder sene Verrichtung, die nicht zu de» Obliegenheiten der Scheuersra» gehörte. Sic schien es gar nicht zu merken, dast ihre Schwiegerniulter verblasst, aber schweigend sie mit ihren Blicken vcrsolgte, die sowohl Anerkennung als auch Rüge bedeute» konnien. Ellen pasttc es besser, cö als bas elften* auszufassc». Dadurch noch kühner geworden, Mächte sic sich bald auch a» mehr veraiitivortungsvolle »nd schwie» Conditorei und Cafd Wilhelm Wendel Neu renoviert und vergrfcsert. Mtaguse 6 Telefon Ifanse 1288. Frankfurter Breuten u. Betmä,nncheu. sie dort angeschlagen werden, irgend etwas Positives fördern zu können? Wie ganz aiwcrs stellt -sich doch das »oruetune Schweizer Jahrbuch z» der Frage der Paläst i n a a rb e i I und insbesondere der % r b e i,t de s M i s - r a ch i innerhalb der Zion. Organisation, zn'Oberrnbbiner A. I. Kook »nd zum Beth Din, zn Einstein . .." „der rrlaniil hat, dast die Zionsidce des Zionismus nicht ein.' Rachahiniing fremder politischer Grostinaiiiissiicht erstrebt, sondern eine politische nnd geistige Bcivcgnng ist, welche da-, jüdische Volk „nd jede» Einzelne» von fremder geistiger »nd phnsischer Amklainniernng befreien will." Daneben findet auch die T ä t i g l e i t d e r A g» das I i s r o e l eine gezechte und voruchnic Würdigung. Ratzbiner- Dr. A. E o h » entwickelt in einem -größeren Aufsätze- „D i c G r » n dz ü ge des E l, a si d is ni » s". Mit Rezlit schliestt der verehrte Gelehrte: „B e r t i e f „ » g » n d V c r i n n e r l i ch n n g d e r R e - g io»,! das sind Die schöben Griliidziige des' Chassidismus, die wir von ilmi lernen und nnS zu eigen machen sollen." j ' Eine sti»»nnng--vo>le Studie ,,Erez Israel" bietet Dr'. M n x R o s e ii k r a n z. Dr! M ä r k u s C o h n eniwirsi c-i.i fein Psycholog'sch entwickeltes Lebensbild von ,A. I. Kook, und wie eine Probe aufs Ereinpc-I wirtt dann dieser Meister mit seinei» Anssatze „Israels Wiederbelebnng". Ans der Fülle der iveiteren Abhandlungc» verweisen wir mit besviidercm Rachdruck ans Hilel Zcitlin, T li o r a k» l t » r a l s G r u » d l a g e. d e r nativ n a l c n B e w r-n n n g und H v n e 1 M eifes , E h o f e s d ' A. l - face (aiis Moschelich, Choses d'Alsace) als Beitrag zur jüdijch-elsässischen Voltsknnde. lieber „i ü d i s ch e E r z i e h - iing" schreibt Dr. M. Ascher recht bcachtciiswcrte Gednutc» pjeder und M o r d c ch a i Vogel in a irn über ,,»iodernc jüdische Geschichtsschreibi,»g". Auch die j ü d i s ch e T u r » b e iv e g » u g sindet. eine vcrstnndnisiiinige Würdigung durch Ad'rie» B > » i». Feine > i t c r n r i s ch e Beit r ä g c bieten M ä x B r o d, Hebräische Lektion, R ich. B a e r - H o f in a n n ) Tchlaslicd für Mirjam, ^D. S t e i n b.e r g, David, Max - In >! g in a ii ii, Der Vogcldieb, ein Geschichkche» für unsere K leinen. Joses M e s sing e r würdigt Lcwandowstis. Bedeutung für de» snnagogalen Gesang. Hermann S t r u ck nnd Josef B ii d k o sind mit, feine» Illustrationen vertreten, so dast auch die Kunst ihre Stätte sindet. Und die ganze äustere Ausstattung des Jahrbuches zeugt von feinem Geschmack. Bon Herzen schliesten.wir ,,„s deshalb dem Wunsche der Redaktion des Buches an: „S o »i ögc d icses Iah t< Wochenbett-Ausstattangen Hugo Rothschild Laueestrasse SS. Telefon Hanna 9926. rigere Aufgaben heran, bis sic auf einer Leiter bei der Gardiiiciiftange angelangt war, um die blcndendweisten Vorhänge zn befestigen. Käni» dast sie fertig war, stand auch schon die Alte INI 'Zimmer, warf einen prüfenden Blick aus das Werk »nd brachte bann durch ein lautes Zungeiischnalzen ihre Bcsricdigiing und Anertcnnung zun, Ausdruck. Kan», aber sah sic, dast sie Ellens Aufmerksamkeit erregte, als sie auch schon wieder schnell nach der Küche eilte, inst einem Gesicht, als wäre 'sie bei einer Nntat ertappt worden. Das kennzeichnetc ihre widersprechende Stellung, die sie die ganze Zeit über gegen ihre Schlviegertochter einnahm: Ellens 'Hilse liest sic sich ruhig gefallen, aber sie suchte den Anschein zn erwecken, als geschähe es gegen ihren Willen, mit dem Geiste einer ironischen Duldsamkeit-. Ellen reale sich nicht sonderlich aus: sie wußte, dast sie beständig in der Achtung der alten Frau stieg, oh diese auch'den Schein des Gegenteils erwecken wollte. Chase Rachels Abneigung schien jetzt'nur noch etwas Einstudiertes und Gemachtes zu sein, wobei es" ihr viele Mühe verursachte, ihre alte Uiisreinidlichkeit »ach austen hin aufrechtzuerhalten, . Ja, noch mehr, schon oster hatte Elten einen eigenartigen Blici aiisgcsangen, als beabsichtige die Alte, ihr eine Ueberraskhung zn bereiten, die nur freudiger Ratnr sein konnte. Die Sache blieb ich au lchnicht länge iinziveifelhaft.;• Der erste Abend des Renjahrsjcstes war gekomiiien. Klastner befand sich im Gotteshause, nnd beide Frauen erwarlctcn seine Heiiulehr in dem.peinlichsauber» Wohnziiumer, das die Mühen, Sorgen, Arbeit und! Gcldausgaben der letzten Tage reich gelohnt und jetzt wie ein Schmuckkästchen traulich und einladend anssah. Ehaje Rachel war mit ihrem Abendgebet fertig und last mit ihrer schiieeiveistcn Schürz-.', mit ihrer sein geglätteten Perrücke. die Hände inüstig in den - Schoß gelegt, ihre -Blicke nochmals kritisch und prüfend im Zimmer hcriimschweiicn lassend, bis diese mit einem eigeiitümlicheii Ausdruck aus Ellen hasten blieben. Die Alte, war befriedigt nach getaner Arbeit, »nd cs drängte sie, ihre Befriedigung auch z»m Ausdruck zu bringen. Sie sprach über gleichgültige Dinge, wobei sie sich — wie immer Elle» gegenüber der Landessprache bediente, um cs- Ellen klar zu machen; dast sic deren .Aiifmerksamkeit heische - (Fortsetzung d's Feuilletons Seile 3 oben.) »

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