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Neue jüdische Presse · 1921-10-14 · Heft 39 (14.10.1921) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 39 (14.10.1921)
Date
1921-10-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. ü9 Neue Jüdische Presse. Seite 5 9926. Tur :beu? lakkes mein »imst lichts ohne neriii s. und wein ) die »dem Und und igar» Euch iteirie' 5 ist mir :lbst- »ill:" ihrte dem tt(ir :ii?" Fuß ihalt mir nicht pKaffee itfihlaud^S Kameretrasse 55 , Kaiserstrasse 56 Sglich erstklassige BV Unterhaltungsmusik "W „Sei doch vernünftig, Mareell, der Sack ist doch mein inziges Aushängeschild!" „So? Gib also zehn Kopeken her, linö ich lasse Dich ll,geschoren." „Zehn Kopeken? Soviel habe ich henke »och nicht erdient. Wer werde» genüge»." „Her damit!" Und sie setzte» ihre Wandernng fort. „Glückspilz! D» hast ja ein Paradies!" rief Anton cgeistert. Ihm lies das Wasser im Munde zusammen. In diesem Augenblick wurde eine Passantin von einem mnsen Ladenmädchen umringt; eine jede wollte sie zu sich die Handlung ziehen. Mareell hatte nun Gelegenheit, üne Macht in vollem Gaiige zu entfalten. Er begann die drängenden zu zerstreue», wobei ecaus die Kopse.und schultern der Mädchen nach lallen Seiten Püfse, Stöße und schlage regnete, während Marcel! ans vollem Halse-schrie: ,Llch, verdammte .Iudenbrut! Wird kein Mensch die iasse ruhig passieren können?"- Die Mädchen zerstoben nach allen Richtungen heulend iw sülchend, während die beiden Freunde dem Schauspiel crguiigt zusahen. . „Könne» Sie denn die Leute nicht ruhig zum Ansciii- I,vergehen mahnen?" ries ei» vorübergehender, elegant geneideter, jirnger Mann, ossenbar ein Jude, dein Straßen- > acht er zu. (Fortsetzung folgt.) 985. Literarische Rundscha». Jüdische Kunst. (Aus M a x B r o d „H e i d e n t u m . C h r i st e n t u m ,; u d e n t u m". Kurt Wolfs, Verlag, München.) Jüdische Kunst entströmt vielleicht beiden Quellen, der es Bewußtseins und der des Unbewussten, mit ungefähr Kicher Kraft, — in nichtiüdischer Kunst überwiegt manch-- >al die Quellströmung des Unbewußten (analog: Christen- Än betont edles Unglück allein: Judentum edles und »edles Unglück). Doch nicht diese Quellen machen das -esen der Kunst, sonder» der Hobe Zauber, unter dein :re Mischung sich pollzieht, entscheidet. Er. gelingt oder um mißlingen, ganz unabhängig davon, in welchem Massenerhältnis die beiden Masse» aufeinandertressen. Auch in Palästina wird jüdische Knust nicht völlig den Instinkt der Instinktlosigkeit", wenn man so sagen kann, erlieren. Nur der Konflikt zwischen bcivußieu und bvdenasten Elementen unserer Seele wird sich verschärfen und in so höher die mhstische Stichslamme der Bereinigung blagen. Typ des jüdischen Künstlers: nicht mir sei» Instinkt, iich die nnerträglichL Reizung des Anti - Instinkts, des :elbstbetrachiens,-der Gcwijsensskrupel uss. treibt ihn ins )under. Er kann gewissermaßen nur unter hundert Atmolären Druck atmen. Idyll, Gemütlichkeit, Behagen keimt : kaum. Aber nicht Nervosität, Hysterie sind deshalb sein eil. Unerschöpfliches Gefühl in ewig sich erneuernder Bergung lebt er oder, wie Franz Kafka, das kristallene ächeln, inmitten von Grauen lieblich. Eine Bibliothek hebräischer stlaffiker wird jetzt vom I ü d i s ch e n Verlag in Berlin vorbereitet. Zunächst sollen die wichtigsten Autoren der jüdischen Religio nsphilosophie des Mittelalters im hebräischen Original bczw. in der klassischen hebräischen Uebersetzung ans dem arabischen Original in gekürzten Ausgaben dargebote» werden. Es ist bei der Bearbeitung daraitf gesehen worden, daß nur unwesentliche Teile wegbleiben, wahrend alle wesentlichen Bestandteile der originale» Werke 'in ihrem ursprünglichen Zuschmnenhang und in 'ihrer' klassischen Form c> haltengebliebe» sind. Der hebräische. Stil ist nur ganz leickit in der Hinsicht überarbeitet worden, daß mittelalterliche, für unsere Zeit nicht mehr verständliche Formen dem modernen Hebräisch angepaßt wurden. Indem jedem Werk eine Einleitung beigegeben wurde, die die historische Stellung des Werkes darlegt und seine Bedeutung für die Gegenwart kritisch beleuchtet, wird mit diesen Ausgaben zum ersten Aal dem.hebräisch lesenden Publikum das klassische Schrifttum des jüdischen Volkes in handlicher Form zugänglich gen,acht werden. Mau ist nun nicht mehr daraus angewiesen, eine nur allgemeine Ahnung von den großen Geister» der jüdischen Vergangenheit aus den Literaturgeschichte» zu beziehen, sondern kann sich an den originalen Werken eine gediegene Kenntnis des jüdischen Geisteslebens aneiguen. ES muß ganz besonders erwartet werden, daß die reifere Jugend diese Ausgaben für den hebräischen Unterricht wie für das Selbststudium benutzen wird. Als erste Bändchen werden erscheinen: Bachja ibn Pakuda, Chowoth Halewawotli und Jehnda Halevi, Kusari, beide von S. I. Hiirwitz bearbeitet-und eingeleitet. Ferner sind in Vorbereitung: Saadia Gao», Enmnoth Wedeoth und Maimonides, More Nebuchim (2 Bde.). Gründung einer Gesellschaft hebräischer Bücherfreunde. Gelegentlich des Zionistenkongresses in Karlsbad hat sich unter dem Namen „Acyidas Chow'we Hassefer" (Gesellschaft der Freunde des hebräischen Buches) eine bibliophile Vereinigung gebildet. Zweck der Gesellschaft ist der Neuguß einer wirklich schönen hebräischen Type, deren Verwendung den Druck einwandfrei schöner hebräischer Bücher ermöglichen soll. Die Mitglieder erhalten jährlich mindesteiis ein nach diesen Grundsätzen hergeftellteS Buch, das nur sür sie gedruckt ist und im Handel nicht erhältlich sein wird Der Ausruf, mit dem diese Gesellschaft zur Teilnahme an ihren Bestrebungen wirbt, ist unterzeichnet von,H e r» bert Bentwich (London), Professor Dr. Heinrich Ai alter (Philadelphia), N aljum Sokolo w (Paris), Her in an» i 11 u f (Berlin), David Pellt» (Jerusalem). Der jährlick>e Mitgliedsbeitrag beträgt 2 Pfund. Zuschriften jeder Art sind zu adressieren: In Europa Dr. Ä. Horodisch, Beriin-Wilmersdors, Prinzregentenstr. 7, in-Amerika: George M. H hinan, Neuwyork 98k, Parc Avenue. Woche»-«ale»»er. Samstag, 15. Oktober (13. Tischri). Sabbat-Änsang in Franlsurt 5 Uhr 05 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt 0 Uhr 20 Min. Wocheuabschnitt: H aasin u. S n k k a u s. Montag und "Dienstag,'17. und 18. Oktober. Montag, und Dienstag, 24. und 2ö. Oktober. Arten Pelzwaren Füchse, Wölfe, Skunks, Opossum, Iltis, Maulwurf nur äusserst preiswert. Neuanfertigungen and Umarbeitungen' werden bei billigster Berechnung erstkftssig ausgefOhrt. Th. Rosenblum, KSrsclmer Gr. Hirschgraben 26. Tel. Hansa 5283. gegenober dem Goethebana. Anmeldungen schriftlich; Jfld. Turnverain, Untarllndau 21. Samstag, 22. Oktober (20. Tischri). Labbat-Ansang in Frankfurt 4 Uhr 50 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt 6 Uhr 05 Min. Kr»»lft»rter Ha«itte»»«chrichte». Barnrrzmus. Werner Stein, Westendstr. 94, Symr» goge Königsteinerstraße. — Hans Eichenbaum, Baumweg 23, Synagoge Börneplatz. Gestorben. Betty Mayer geb. Neuburger. Auswärtige Fa«ilierr»achrichte». Gestorben. Max Rosenthal, 55 I., Bingen a. Rh. — Julius Lustig, (>> I.. Berlin. — Sara P reust geb. Meyer, 76 I., Köslin. Lpe»se». Bei, der Nationalsondskonimission (I. Heimanu, Zeil 2l., Postscheck 41,44 k) gingen als Rausch-Häschonoh-Ablösung ein: David Hcrrinann 20, Salonion Mohrer 100, Z. A. Frankel 200,' Josef Levigard, Ehedem (Palästina), grat. allen Freunden und Bekannten 20, Arth. A. Apelt und Frau 20, Paul Silber 50, Theodor Fürth 100, Joses Moritz Gelnhausen 3V, H. Kramer 50, Herm. Lilie. Bad Homburg 10, Hainebach 20, Sally Goldschmidt 100, Joses Schwarzschild 10, Will). Schweitzer 5, Julius Kroneberger 100, Dr. Leo Moses 20, Kaufmann u. Korngold 50, I. Ahrend n. Frau. 50, Heinrich Birkenstein 10) H. Mandel 20, D. Lind 10, R. v( Goldschmidt-Rothschild 500, Julius Ordower 10, W. Eilbott 15, M. Neuburger 10, Herrn. Gerlich 10, Jacob Löbenberg 20, L. Glutzmann 20, Wilh. Bohm 3. B. Bendheim 10, N. Fuld 100, Justus Ahrend 50. Gebe. Grünebaum, Salmünster 20, Adolf Bruchfeld 20, Hch. Kleeblatt 20, Simon Sulzbacher 25, I. van Elkan 50, Fanny L. Tachauer 100, Dr. Siegfr .Auerbach 100, Otto Trautmann 150, Gebr. Schott 30, I. Loewenstein, Homburg 15, Dr. Gust. Lang, Homburg 100, Gutmann u. Marx 10, Albert Goldberg 20, P. 50, Will). Schames u. Frau 50, Berthotd Goldberg 5, Rosel Cohn, Königsteiu 10, B. Katzenstein 50, Sammlung Fritz Schwarzschild 129, Leop. Bartenstein 10. H. Gerlich 10, Lazarus Levi 20, Alfred Berger u. Frau 100, L- Darmstädter 50, Geschwister Feist 200, Moritz Goldschmidt 200, Fam. I. Bergmann 100, Josef Sternberger 20, R. Plotkin u. Frau 20, Dr. Bruno Ltraust 20, Dora u. Richard Kaufmann 50, Direktor Carl Herzberg 50), John Elsas 10, B I Goldschmidt 25, B. Rosenbaum u. Co. 30, Josef Rotschild fr. 100, Sanisla Asbel 10, Frau A. Kelsen 5, I. Lehmann, Darmstadt 50, Otto Hirsch 200, E. Bamberger 20, B. Feuchtwanger 10, Familie Schiratzki 15, Frl. Marie Brauer 25, Dr. Eugen Kaufmann 100, M. I. Schwab 50, Josef Mühlfelder 10, I. Frankel 20 Mark. Familie Schiratzki auf den Name» Abraham Schiratzki z. Jahrzeitsrage 3 Bäume im Herzlwald 75 Mark. Unsere in Sclmmvaren sind eingetroffen. 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