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Neue jüdische Presse · 1921-10-07 · Heft 38 (7.10.1921) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 38 (7.10.1921)
Date
1921-10-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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I Seite 4. Ostend - jlpothehe H. Plochmann, Verwalter Qanaüerlandstr. 2. Telephon: H. 2802 la Himbeersaft, *rs51,a“iBe in l|i und */* Flaschen. Kletten umb Distelköhfe Philister, Edomiter und Moabiter, gegen die ich zu Felde zog. Die Lächerlichkeiten jedes Menschen uachzuahmen, — das war bei mir säst krankliaft- Unwillkürlich ahmte ich jedermann nach: den Rebben Reb Sorach, seine Frau, alle Kameraden samt ihren Eltern bis hinab zn Onisko, den Hausmeister, mit seinen krummen Beine». Für dieses Nachäffen faßte ich schockweise Ohrfeigen. Fm Chcder war ich der Komiker. Alle lachten sich halbtot, nur ich blieb ernst. Aber zn Hause bemerkte .die Mutter diese meine Streiche, und von da ab verlegte ficsich darauf, mich von diesen Gewohnheiten zu kurieren. Nur. einer kaut inir gleich i»i Nachäfsen, im Maskenmachen, Theaterspielcn, Grimassenschncidc» und vor allein hn Singen schöner, wunderschöner Lieder-. Das war Ma^. jerl, des .Rebben Söhnchen, Majerl Medwedjew, der nachher so berühmte Schauspieler Mednicdjew. Die Knust des „Thea- - terfpielens" kannte er schon, als er noch barfuß hcrumlief und das schönste Lied für einen Groschen sang oder für einen halben Apfel. Wir - alle spielten den „Räuber^',- ein Theaterstück eigener Phantasie. Medwedjew gab den Räuber, ich den armen Juden und die iibrigcn Kameraden den Wald (die Bäume ii» Walde »ach dein Worte: - „Denu der Mensch ist ein Baum des Feldes.") Ich, der arme Jude, lag vor ihm (dem Räuber) ans den Knien und flehte: Was willst du von mir, ich bin ein' armer Jude, ein Bettler! Und er, der Räuber (Medwedjew), sang, ein Küchenmesser in der Hand, ein sehr schönes Lied mit dem Refrain: Ich muß, ich muß alle Inden schlachten! . . . O, närrischer Kinderversiand! Geschichte lernten wir damals noch nicht, Propheten waren wir auch nicht: woher nahinen wir nur damals die Vorstellung, daß der Jude ein Bettler ist und vor dem Räuber knien muß und daß er, der Räuber, ein Lied singen muß mit dem Refrain: Ich muß, ich muß alle Juden schlachten? So verderbt und schlecht erzogen wir auch lvaren, bas Mitgefühl für Tiere war bei mir so groß, daß ein krankes Pferd mich nicht schlafen ließ, ein Hund mit gebrochenem Fuß mir Tränen entlockte und ich sogar Katzen heiß liebte, die doch falsch und hinterlistig sind: von armen, kranken Kindern will ich nicht erst sprechen. ' Der Wunsch, zu schreiben — merkwürdig — entstand bei mir durch Reb Sorachs außerordentlich schöne Handschrift. Für einen schönen „Briest" schenkte uns der Vater einen Groschen (Anreiz des ^Honorars"?), und daher nähte ich mir ein Büchlein und schrieb in meiner schönsten Schrift („verfaßte") einen ganzen, wenn auch knappen Kommentar zur Bibel und eine Zusammenfassung der Grammatik. Als ich bn§ fcent Vater zeigte, war er entzückt über mein „Werk", -trug es lange, lange Zeit bei sich und zeigte jedermann, chrie schön sein Sohn schreibt (ich mag damals etwa zehn Jahre alt gewesen sein), wie genau er die Bibel innehat Kaffee Kaisergarten Künstler - Konzert. „Wir hatten ' Sie bereits anfgcgebcn," begrüßte die Hausfreu den Gast,. ihm warm d>e Hand schüttelnd. „Der Zug Ijotte wohl Verspätung?" „N—n—ein," erwiderte Burger langsam. „Ich hatte vorher noch etwas Geschäftliches zu erledigen, das keinen Aufschub duldete."" Seine Blicke richteten sich dabei auf Julius, .der die Augen niederschlug. Frau Mahlow bemerkte es, und sie nahm sich vor, sich bald Klarheit darüber zu beschaffen. Die Unterhaltung während der Mahlzeit gestaltete sich 'sehr lebhaft. Burgers Reise bildete das Hauprthema. Von JulnE wurde auch sonst keine Unterhaltung erwartet, heute aber' noch'viel weniger, so daß sein Schweigen gar nicht auffiel. Auch Alice machte nur hin und wieder eine Bewegung, ui» die andern an ihre volle Aufmerksamkeit glauben zn macl>en. Sie hatte ja viele Monate Zeit gehabt, ■ sich für den gefürchteten Augenblick zu stählen; nun aber, da dieser herangekommen, hatte sie das Gefühl, als könnte sie ein Jahr ihres Lebens für jeden Tag geben, den sie hinausschob. Sie.erinnerte sich lebhaft an den Freuden-. rausch, der an jenem Gesellschaftsabend über sie gekommen war, der nach Anordnung ihrer Mutter, durch, die Verlobung mit Bürger gekrönt werden sollte, als dieser ihr die Mitteilung mackste, daß er zur Abwicklung wichtiger Geschäfte nach Afrikd reisen müsse. Mit jedem Postdampscr hatte er inzwischen geschrieben, doch waren die meisten Briefe an die Mutter^ gerichtet, und nur zweimal hatte er ein kleines Brieschen für sie beigclegt. Vor etwa drei Wochen traf nun die Naü)richt ein, daß er mit dem nächsten Schiss die Rückreise nach Europa antreten werde, und wie er hoffe, von der ganzen Familie mit Blumen und Kränzen und mit offenen Annen am Landungsplatz empfangen zu werden.. Als das Telegramm nun heute früh cintraf, erklärte sich. Julius sofort bereit, wobei er Stellas, angebotene Begleitung so energisch znrückwies, daß alle ihn erstaunt anblickten. Frau Mahlow legte cs «Alice nahe, Julius zn begleiten, — doch Alice lehnte ab. Und nun'war Burger und mit ihm die Gefahr wieder - da, als. hätte überhaupt keine Unterbrechung stattgefunden. Es Kieb -Alice daher nur die einzige Möglichkeit, daß - Burgers Gefühle für sie durch seine lange Abwesenheit eine Aenderung erfuhren, oder daß der Eindruck, den sic Neue Jüdische Presse. und wie gut er die Graminatik kennt. Darauf sagte unser Nachbar, ein Chassid mit einem Ziegenbart — er hieß Rcb Eisik und quietschte beim Bete» wie eine junge Katze —: „Grammatik, Schmaimatik, was mach ich damit; die Hauptsache ist bei mir die Handschrift! Eine goldene Hand!" (Das war meine erste „Kritik""!) Es zog mich stets zu jene» Welten-der Phantasie, der Träume, des Gesanges, der Musik, und »ach meiner Bar-miz wah lernte ich heimlich Geige; ich erhielt dafür von meinem Vater eine tüchtige Tracht Prügel. Wir vcrarnitcn und übcrsiedelte» von Woronkow wieder nach Perejaslaw. Dort nähte man uns die ersten kurzen Röcke, und als die Mutter an der Cholera gestorben war, schickte uns der Vater in ' die öffentliche Schule. Ich bekam „Schlisst" in der Gcsellschast meiner Mitschüler und eiwics mich bald als sattelfest in der neuen „zivilisierteist" Umgebung. Rach dem ersten Buche, das ich in meinem Leben las, dem „Robinson Crusoe", den ich mit snnszehn Jahren kennen lernte, schuf ich sofort xinen eigenen „Robinson! Crusoe", betitelt „Robinson der Zweite"". Ich zeigte ihn dem Vater und der Pater zeigte ihn seinen Gästen (wir hatten ei» Einkehrgasthans); alle waren vor Entzücken außer sich! Seither, hielt mich der Pater wert wie einen Edelstein entzog der Stiefmutter die Gewalt über mich, duldet; nicht, daß sie mich schlug, ließ mich nicht mehr ihre kleinen Kinder wiegen, übertrug mir nicht mehr das Zerstampfen von Rosinen (wir hatten auch im Keller eine Erzeugung von Rosinenwein), verbot mir, für die Gäste Schuhe zu putzen, den Samowar anfzustellcn, Besorgnngen zu machen und ähnliche Geschäfte, die bis dahin zn meinen Obliegenheiten gehört hatten. »oche«-S»le«Der. Samstag, <8. Oktober (6. Tischri). Labbat-Anfang in Frankfurt 5>, Uhr. Sabbat-Ausgang in Frankfurt >>>» Uhr. Wochcnabschnitt: Wajelech. Prophctcnwortc des Sabbats: „Israel, das du gestrauchelt bist durch deine Sünde, kehre zu Gott, deinem Gotte, zurück." „Rur bei Gott findet das Verwaiste Vatererbarmen."" „Wer einsichtsvoll ist, begreife, daß Gottes Wege gerade sind. Pflichtgetreue aus ihnen vorwärtsschre.itcn, Frevler aber zn Fall kommen. Jan in - K i p p u r. Mittwoch, 12. Oktober (10. Tischri). Prophctcnworte des Tages: „Also spricht Gott: So hoch und heilig ich throne, so bin ich doch bei dem Gedrückten und dem, der gebeugten Gemütes ist..... Nicht für immer werde ich zürnen, denn der Geist geht ja von mir aus ein in die Hülle des Körpers und die Seelen, habe ich ja geschaffen." „Rufe mit lauter Stimme, halte nicht zurück, erhebe mit Schofarmacht deine Stimme und halte meinem Volk seinen Abfall vor!" Kr«»kf»rter Fa«Uie»»achrichte». Barmizwos. Paul Gans, Blcichftr. 02, Adolf Leib, Klingerstr. '2, Oskar Wahrmann, Herbartstr. 23, Synagoge Börncplatz. — Harry Rosenthal, Kölnerstr. 71, Synagoge Unterlindau. — Max Löwenthal, Theobaldstr. 4, Josef Grätsch, Uhlandstr. «10, Synagoge Fricdb. Anlage. Gestorben. Lea Schächter geb. Becker, 34 I., Margarete Goldbaum geb. Wolf, 74 I., Oederweg 11, Ferdinand Frcudcnstein, 64 I., IMainlnststr. 15. früher ans ihn gemacht hatte, sich verflüchtigt haben möchte. Tic saß ganz steif neben ihm, ohne ihn anznblicken, und nur durch den Schall seiner Stimme nach ihrer Richtung wußte isic, daß er zn ihr sprach. Die Mahlzeit, durch Frau Mahlow absichtlich in die Länge gezogen, hatte endlich >ihr Ende erreicht. „Stella, mein Kind," sprach die Mutter süßlich, als alle sich erhoben hatten, „hole Dir etwas von der Schokolade, die in meinem Zimmer liegt und warte dort. Ich werde mit Alice gleich Nachkommen." Stella verzog den Mund und verließ schmollend das Speisezimmer. Immer macht es die Mutter so: wenn etwas Interessantes vor sich gehen sollte, wurde sie weggeschickt, undjeder beliebige Vorwand schien gut genug dazu. Schokolade! Konsekt! Pah! Was sie sich daraus macht! Morgen schon wird sie ’fitf) anders frisieren lassen, und wehe dem, der sie noch wie ein Kind wird ans dem Zimmer weisen wollen! Frau Mahlow machte wirklich einige Schritte, als wollte sie tatsächlich Stella folgen, blieb aber bald wieder stehen, als wäre ihr plötzlich noch etwas eingefallen. „Julius,"" sprach sie zu diesem gewandt," „Du siehst so verstört aus und scheinst etwas auf dem Herze» zu haben."" „Ich?"" stotterte dieser und ließ die Zigarette fallen, die er gerade anzündcn wollte. „Durchaus nicht, Mutter."' ,^Jch glaube es doch," beharrte diese. „Sei nicht schüchtern. Wir sind ja unter uns." Sie lächelte dabei verständnisvoll zu Burger, der neben Alice stand. Nach längerem Zögern platzte Julius, endlich mit der Mitteilung heraus, aus der man nach und nach entnehmen ' konnte, daß ex mit seiner geschäftlichen Unternehmung wieder .einmal aus dem Trockenen saß. Sein Teilhaber war mit ihrem Guthaben durchgcbrannt, -nachdem er noch vorher alles verkauft oder verpfändet hatte.. Natürlich hatte Julius von der ganzen Sache keine Ahnung, bis er gestern wieder cinmal zur Abwechselung nach dem 'Geschäftslokal sich begeben hatte. Das war ja auch die Ursache, daß er Burger bei der Landung erivartete, um Gelegenheit zu haben, die Sache mit ihm zn besprechen 'und seinen Rat und Beistand zu erbitten. Burger aber — sorsch und schneidig, wie immer _ Ar 38. Sr Kaffee Rnhland 5 Kaiserstrasse 56 Kaiserstrasse 56 Täglich erstklassige Unterhaltungsmusik "MW Auswärtige Familieuuachrichte». _ G e st o rbcu. Leopolo Simon, 03 I., Königsbach, Lcvi .Strauß, 59 I., Büdesheim, Simon S. Weit-Rothschild, <>' I, Zürich. Spende». Bei der R. I. Pr. gingen ein: R. R. (für gute Zwecke) 75, Ml. Israelitische Gemeinde. Versöhn ungSfe st. H a n p t s y n a g o g c: Dienstag, den H. Oktober 1021, abends 0 Uhr, Predigt,- Gemeinderabb. Tr. Salzberger, Mittwoch, den 12. Oktober, morgens 0 Uhr, Predigt, 12 Uhr Gemeinde' bb. Tr. Lazarus, Teeleiifeier mit anschließender Predigt, lteuini..' 4 Uhr, Gcmcindcrabd. Dr. Lazarus, Festcsausgang 0 Uhr 20 Min. Synagoge a »i Börncplatz: Dienstag, II. Ott., morgens 5 Uhr, nachm. 2V-1 Uhr, abends;V/2 Uhr, Predigt, Mittwoch. 12. Ott., morgens 0 Uhr 10 Min., Predigt, Festesauegang 6 Uhr 22 Min. Synagoge an der K ö n i g n c i n e r st raste: Dienstag, den 11. Okt., (abends 0 Uhr, Predigt, Gemcinderabb. Dr. Lazarus, Mittwoch, den 12., morgens 10 Uhr, Predigt 121/4 Uhr, -Gemeinderabb. Dr. Setigman», Scclenfeier mit anschließender Predigt, nachm. 3 Uhr 00 Min., Gcmeinderadb. Dr. Satzbergcr, F-estcSansganq 0 Uhr 20 Min. G c m e i n d c - T h n a g 0 g e B 0 ck e n h c i m:, : Dienstag, den 11. Okr., morgens 0 Uhr, nachm. 2( abends .'»/», Mittwoch, den ü2 .Ott., morgens 7>-,, Predigt, Fcstesausgang 0 Uhr 22 Min. , . ' Israelitisches K r a n k c n h a u s: Dienstag, den 11. Ott., abends 5U., Mittwoch, den 12. Okt., morgens st,:;',, Festcsausgang 0 Uhr 22 Min. F r a n k s n r t - L 0 g c: Dienstag, den..II. Okt.,(abends 0((> Uhr, Predigt, Gcineiiiderabb. Dr. Horovitz, Mittwoch, den 12. Okt., morgens 7 Uhr, Predigt, Rabb. 'Dr. B. May, Festesansgang 0 Uhr 22 Min. F i t i a l g 0 t t c s d i e n st im P h i l a n t h r 0 p i n: Dienstag, den II. Okt.,«abends 0 Uhr, Predigt, Gcmeinderabb. Dr. Tetigmaiin, Mittwoch, den 12. Okt., morgens 10 Uhr, Predigt, \i\k Rabbinatskandidat Elk, Scelenfcier mit anschließender Predigt, 3 Uhr 50 Min. Rabbinatskandidat Elk, Festesausgang 0 Uhr 20 Min. L 0 gcAdler, S c i l c r str a s; e: Dienstag, den 11. Okt., ,abends 5>/- Uhr, Predigt Dr. Speyer, Mittwoch, den 12. Okt., morgens 7 Uhr/ Predigt, Dr. Speyer, nachnij. 4 Uhr, Predigt, Rabb. Dr. F-riedmann, Festesansgang 0 Uhr 22 Min. S«t Ern Ktiin zun Isnes ls dH MTsraiBieis. Anmeldungen schriftlich: 1 JOd. Turnverein, Unterlindau LI, bei Gcschäftssachen — mar (sofort mit Julius nach dem Gcschästslokal gcsahren, um wenigstens durch eine oberflächliche Einsicht in die Bücher sich zn vergewissern,- ob vielleickit ein völliger Zusammenbruch zu vermeiden tväre. Das war der Grund 'sür Burgers verspätete Ankunft. Frau Mahlow hatte die Hiobspost bis zu Ende, ohne eine Miene zu verziehen, angehvrt. Dann sprach sie mit ruhiger Stimme, der man aber ein leises Beben doch aiiinerkcn konnte, zu Burger gewandt: „Sind Sie wirklich der Ansicht, daß alles verloren ist? Für einen Sachkenner wie Sie muß ja schon ein einziger Blick genügen, um den Sachverhalt klar zu überschauen." „Frau Mahlow," erwiderte Burger, eine mächtige Rauchwolke seiner Zigarre aus dem Munde blasend: „dieses-Geschäft ist so tot und erledigt, wie mein seliger. Urahn vor zweihundert Jahren." „Wenn Sic es sagen," sprach die Frau mit gemachter Gleichgültigkeit weiter, „dann wird es wohl stimmen. In jedem Falle danke ich Ihnen recht herzlich für die große Mühe, die mein armer Junge Ihnen verursacht. Komni, Julius, wir wollen zusammen überlegen, was sich dabei tun läßt. Alice, mein Kind, nicht wahr. Du wirst Herrn Burger ein halbes Stündchen unterhalten.'" Mit diesen Worten fegte sie aus dem Zimmer, von . Julius gefolgt. Unwillkürlich machte auch das Mädchen einige Schritte, um den beiden zn folgen. Plötzlich aber besann sic sich und ging zum Fenster, wo sic stehen blieb, mit der linken Hand den Vorhang fassend, als wollte sie sich vor den Vorübergehenden verbergen. Eine volle Minute herrschte ein peinliches Schweigen, nur durch Burgers schwere ' Atemzüge unterbrochen. Dann hörte Alice einen schlürfenden Schritt sich ihr nähern und dicht an ihrem Ohr vernahm-sie die Worte: „Nun, Fräulein Alice?" Sie verharrte einige Sekunden in ihrer Stellung und ries dann mit blitzenden Augen: „Ich weiß nicht, ob diese Komödie mit Julius nach Ihren: Geschmacke ist: keineswegs aber ist es nach meinem!"" Sie drehte sich um.und sah ihn fest und durchdringend an. „Komödie?" keuchte er voller Erstaunen. (Fortsetzung folgt.) .

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