Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 34 (8.9.1921)
- Date
- 1921-09-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Neue Jüdische Presse. Seite 5. u 21. slehreril as neue benkliche ne Zeit uns der Verständigung. Nach enier Besühtigung der Sch ühläume nahm, sofort der Unterricht -seinen Anfang. So. reiht sich diese Volksschule würdig den übrigen Zämlanstalteii an: Religionsschule, Talmud-Thora und als Krönung, die in starkem Anfblüheir stehende Jeschibah! Wir beglückwünschen die Gemeinde zu diesen Schöpfungen, die ihr reichen Segen bringen werden und mögen! gen der :r). die : r st e i - ael nab Staatstete der n G e ,rte von M il nx WEM $ GM-rb m&fc, Gewerk. M,, derHbeWgi te-iioch p r-Nür»- iber die e. h - A»>- mifrici, eben zu c Frage bau l»- „Wohl Lehrer»: e —: Speiseledig u»g e ihnen Deutscher Delegierleutag der Agudas Jtsroel. (Schluß.) . Die Abendsitzung brachte ein Reierai von Nabb. M o s chlowitz-Cöln über religiöse Frage, die sich in dem Berhälmis der in Deutschland lebenden Ostjuden zu den Gemeindenherausgebilder haben. Sodann wurde in. die Beratung des Ortsgruppenro gram ms eingetreien. Sein Verfasser, Dr. Js aa c teuer, nahm von einem besonderen Referate Abstand, d es begann sogleich die Aussprache, die noch am anderen ormittag fortgesetzt wurde. Der Leitsatz des Entwurfes lautet: „Der Agudismus sordert die Bereitstellung der Naiv» Gottes und Des Landes Gottes für ihre Wiedervereinijung unter der Herrschaft des Rechtes Gottes zum Gottesaat." Die Debatten, an. denen sich Dr. Wohlgemuth- :rlin,, Ro senhe iw, Dr. Moses Auerbach, Dr. i n ch a s K o h n und Dr. Carlcbach beteiligten, zeigten, ms; trotz vielerlei Bedenken der Breuer'sch- Entwurf als ein zerignetes Arbeitsprogramm angesehen wird. k "s» S. unö Tagung reiguis: Israel, fitun g chst mit. ■i d;ie I, jjenenen : manniSchule, us veilen Ge- Worieii ich in, Freude ende! i 1288. eben. Erez Israel. Eine Sendung aus Amerika. Am 18. August hat die „City of Newyork" mit dem mit den jüd. Arbeitern Amerikas gespendeien M a sch inen» nd Werkzeugtransport im Werte vonA00000 s o k lar unter großen Feierlichkeiten den Hafen Newports verlassen. Mit diesem Schisse begeben sich auch 25 ehaluzim und 2 spezielle Mechaniker nach. Palästina, um »ort die Montage vorzunehmen und auch Anleitungen für ie Benützung der neuen Maschinen zu gebe». lich der ck, eben ' ganzen ils Mi, der sich ls tüch Fähig :üßen zu Gebiet n Glau im viele und u». ie irre» nUolg und r -Winnen, Mutter i, zürn i uiedri u. Mitz oll miit ceßte e t '. Worr^M l, ien ' te'Manii ie Hän efer, b hat ge? aggebcm :rr' recht: e-Widerszusetze oder alt st.mnsere! der s " Deutsches Reich. Allgemeiner deutscher kantorenverbaud. Die Generälversammlung des Allgemeinen Deutschen santorenverbandes nahm einstimmig folgende Entschließnigen an: 1. Die Generalversammlung stellt mit Bedauern fest, daß ahlreiche jüdische Gemeinden Deutschlands,, darunter auch Groß- und Mittelgemeinden, das soziale Verständnis dem Stande der Kantoren und Religionslehrer gegenüber bis heute noch nicht beinub-en. Sie »wtestiert einmütig gegen die unzulänglichen und uuwürngen Älnstellungs-, Besoldungs- und Bersorgungsverhältnissa »er Kantoren und Religionslehrer. Diese verlangen für ich die entsprechende Anwendung der für Staats- und Kam-. mmalbeamte jeweils geltenden AnstellungS-, Besoldungs-unv Lersorgirngsordmuig. Auf Grund dessen ist ihnen die Ein- Nuppierung in diejenige Gehaltsstufe zu gewährleisten, die ihrer Vorbildung uich Verwendung entspricht. — Die Kanoren und Religionslehrer (Kultusbeamten) werden sich neses ihnen moralisch zustehende Recht mir allen ihnen M Gebote stehenden Mitteln zu erkämpfen wissen. Es oirb verlangt: 1. Bezüglich der A n stellung: Während der ersten leben Dienstjahre darf das Provisorium drei Jahre nicht ibersteigen. Nach vollendetem 27.—30. Lebensjahre ist ein Provisorium von einem Jahre bei Stellnngswechsel znässig; danach muß lebenslängliche Anstellung erfolgen. Ebeno wird aktives und passives Wahlrecht verlangt, sowie Sitz iid Stimme in allen ,Beratungen, die die Funktionen des wltusbeainteii betreffen. 2. Bezüglich der Besoldung: Eingruppierung der iantoren und Religionslehrer nach den staatlichen Besol- »mgsgrnndsäden, u. z. . a. in Kleingemeinden nach Gruppe 8 mit Aufrückungs- , Möglichkeit nach Gruppe 9 v : ' b. in Mittelgemeinden nach Gruppe 9, bezw. 10 (bei Verwendung als Prediger eine Gruppe höher) c.in Großgemeinden der erste Kantor nach Gruppe 10, bezw. 11, der zweite Kantor nach Gruppe - 9, bezw. 10. , 2. Zur Erringung der den Knltnsbeamten bis heute vorenthaltenen Gleichberechtigung innerhalb der jüdischen Gemeinden, zur Erlangung einer wirlschafilich gesunden Lage und einer rechtlichen Siellnng ähnlich der der Staats- und Kommunalbemnten und zur Förderung ihrer ideellen Bestrebniigen ist eine festgefügte O r g a n i s a i i o dcr'Äultus beamten auf gewerkschaftlicher Grundlage unbedingt erforderlich. Bon Sen Lewe« der ostjüüischen Flüchtlinge. In letzter Zeit mehren sich/die Fälle, daß äußerst strenge Bestrafungen von Ostjuden, die bereits vor längerer Zeit unerlaubt die Grenze überschritten haben,' vorgenommen werden. Die ostjüdische Einwanderung hat seit zehn Monaten so gut. wie 'völlig aufgehört. Unerlaubte Grenzüberschreitungen wurde ursprünglich als ein Bergehen mit relativ geringen Geldstrafen belegt. In letzter Zeit wurden aber Geldstrafen von 1200.— Mark und mehr verhängt, und wenn der Fliichtting dagegen Einspruch erhob, wurde diese Summe.noch um die EinsprnchSkosten von 400.— Mark erhöht. To geschieht es täglich, daß Leute, die zum Teil «seit einem Jahr in Deutschland ansässig sind und sich inzwischen eine Existenz geschaffen haben, plötzlich herausgerissen und ins Gefängnis geschleppt werden, da sie eine so hohe Strafe nicht bezahlen können und Ratenzahlung abgelehnt wird. Das Traurigste aber ist, daß sich in letzterer Zeit ein Verfahren herausgebildet hat, überhaupt nur auf Gefängnis ft rase zu erkennen, und daß unterschiedslos 'auch so gegen Greise und Frauen vorgegangen wird. Kürzlich sollte eine im siebenten Monat schwangere Frau ins Gefängnis geschleppt werden, weil sie. nicht sofort die gesamte Geldstrafe bezahlen konnte. Nur dem Eintreten jüdischer Organisationen, die die nicht unbeträchtliche Summe erlegten, gelang es, die Frau davor zu bewahren. Dieses ganze Verfahren ist völlig sinnlos. Formal zwar haben die Flüchtlinge die Bestimmungen des Reichsministermms des Innern über die Patzpflicht verletzt, tatsächlich aber konnten sie dieser Paßpflichr gar nicht Nachkommen, weil sie in einer großen Anzahl von Fällen keinen Paß ihres H e i m a t sta a tes bekommen konnten. Diese Verhältnisse sollten den zuständigen Gerichten bekannt sein, und die jüdischen Organisationen, vor allen Dingen das Arbeiterfürsorgeamt, hätten unse- , res Erachtens nach die Pflicht, den Jnstizminister und die Gerichtsbehörden darauf aufmerksam zu machen. Aus keinen. Fall kann die jüdische Oeffentlichkeii derartigen Geschehnissen gegenüber taienlos znsehen. Kurze politische Rachrichte«. Berlin. Reichskanzler Dr. W i r t h sagte in einer Rede, die er bei der Kundgebung des Zentrums in der Stadthalle hielt: „Ich habe bei der Zusammensetzung meines Kabinetts nicht nach der Parteistellung gefragt: sch habe mir die tüchtigsten Leute geholt, wo ich tzie finden koimte, darunter einen Mann, der mit seinen Ideen und Anschauungen seiner Zeit weit vorausgeeilt ist, der ein ungeheures Einkoimnen im Stich gelassen hat, um dem deutschen Volke und der deutschen Republik zu dienen. Es ist mein Kollege-W alter Rathenan, gegen den jetzt eine elende Hetze im Gange ist. Rathenan har dem 'deutschen Vaterlande und dem deutschen Volke bislier schon mehr genützt als die ganze Siadiongesellschaft zusammen. Einen solchen Mann bezeichnet man als „verfluchte Judensan". Jawohl, Rathenan ist Jude, er ist seinem Glauben und seinem Gott treu geblieben und wir ars Katholiken müssen vor einem solchen Mann erst recht den Hut ziehen." Petersburg. Die jüdische Sektion bei der russischen kommunistischen Partei ersuchte den Kongreß der 3. Internationale in Moskau, der linken Poale Zion so lange die Aufnahme zu verweigern, als diese für besondere jüdische Ziele tätig sind. — Die kommunistischen jüdischen Zeitungen Hetzen gegen den Zionismus als „Klerikalismus". Perss»«Ue»». üeiue RtttteUuuse». Berli«. Das Arbetterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen (Abteilung für Legitimarionspapiere) ist in der Lage, für jüdische Ausländer die Beschaffung von Heimatpässen in einer Reihe von Fällen zu vermitteln bezw. 'zu erleichtern sowie auch die Legitimierung durch deutsche Personenaus-- weise zu ermöglichen. Die Sprechstunden des A. F. A. sind täglich außer Sonnabend und Lonntag von 9—l Uhr, Auguststr. 17 I. Berlin. Hier verschied Rechtsanwalt Fried» mann, Mitglied des litauischen Parlaments und früher Mitglied der russischen Duma. Er .war ein energischer Kämpfer für die jüdischen Rechte. — Die jüdischen Schriftsteller B a a l - M a ch s ch o w e -K und David Bcrgelson trafen hier ein. Bafel. Henri Boneff, Präsident der jüdische« Gemeinde Bern und 2. Präsident des Schweiz. Israel. Ge» . meindcbiindes, beging seinen 70. Geburtstag. . Hermann Levy»Zürich/ ein pslich'eiri^es Miiglieh der Ehewra Kadischa, ist — 68 Jahre alt — per sch ieden. Unter Führung von Fräulein Dreyfuß kamen von Frankfuri a. M. 95 erholungsbedürftige jüdische Kinder hier an, um einige Zeit in Davos, Reuchatel usw. verpflegt zu werden. Brumalh. In Ringendorf verschied — 92 Jahre alt — H etmo tt it Kahn, genannt „Kaporakele von heim": er hatte noch die Schlacht bei Sebastopvl mitgcmachr. . London. Oberrabbiner Dr. Hertz ist nach einjühriger Abwesenheit — er besuchte die jüdischen Gemeinden kn den britischen Kolonien — znrückgekehrt. London. Hermann Landau, infolge seines Wohltätigkeitssinnes eine der geachtesten Persönlichkeiten der hiesigen Judenheit, ist im Lllter von 82 Jahren ver» schieden. PartS. Wie aus Odessa berichtet wird, starb dort der Schriftsteller G. G. Lipschitz, bekannt unter seinem Pseudonym „Gerschon ben Gerfchon". Der Erstorbene gehörte der Hackalah-Bewegung an. New Aork. Im Juli traien hier 4740 jüdische Einwanderer ein; 33 wurden zurückgewiesen. — Prof. Julius Klein-Boston wurde zum Direktor des staatlichen Büros für Außen- und Innenhandel ernannt. Ne« Aork. Israel Rokeach in Brooklyn, Gründer und Chef der bedeutenden Koscherlebensmittel-Firma, angesehen durch seine soziale jüdische Betätigung und seine talmudischen Kenntnisse, beging den 80. Geburtstag. Er kam vor 30 Jahren aus Rußland nach hier. Heft. Literarische Rundschau. Die Arbeit. (Organ des Hapoel H a z a i r. 3. Jhrg., Berlin N.) Inhalt: Krieg oder Verständigung (Robert Weltsch) — Zur Pgrogrammfrage des Hapoel Hazair (Georg Landauer, Rudolf Samuel, RobertWeltsch) — lieber den Begriff der sozialistischen Erziehung (Siegfried Bernfeld) usw. Besonders bedeutsam ist der erste Artikel, .dM aufs) schärfste die. beabsichtigte Bildung einer jüdischen Degiorr in Palästina bekämpft und Frieden mir der arabischen Bevölkerung als das erste Ziel jeder jüdischen Palästinapolitrl verficht. Fraulfurter Berichte. Frankfurter veranstalt »»gen. Lalmud-Thora-Berein. (Hörsaal Gemeindesynagoge Börneplatz.) Samstag, 11: Schnlchan Aruch (Unna)*), 3%,: Raschk (Lipmsky). Nach Mincha: Mikro (Unna). Sonntag, nach Schachnris: Mischna (Groß), 9: Schulchan Aruchi (Lipinsky), 94'»: Gemoro (Unna).*) *) Religionsschule Hermesweg 27. Soettastrasse 29 5etGssr.il. 2805. eleganten in Schuhwaren sind eingetronen Ueberzeugen Sie sieh von unserer grossen Auswahl, feinster Fabrikate in massigen Preisen. § A. R affinstem Uhrmaoher u. 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