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Neue jüdische Presse · 1921-08-18 · Heft 31 (18.8.1921) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 31 (18.8.1921)
Date
1921-08-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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31 It. II Illld Herr II und :S Erc. hier unzel» dam, .Eines! mau „aber intiiis Wirkzeiheii Ritus Die e Zeit Gaiiz-!ch die : hier Zeitlühe», lji ich rüber. stani und t und »nt bracht ei der :ltb je . oben fallen rezi- Hand, itt sie irren. auch uu in t. wo zwei sterom hließk id ab jeifig, st die t pollden." velchc tlicher iserin zvske, irigcii jabeii, sehr Borliebe,' >c sic iden." strahl hehen Waffe t an- . das; hast lären, gehen »erde. Bete wllen!t'— / soll üiheit ii für nötig Hans :rzenrs ich;einig lieber Gott, wird neu!" icheiii Nr. 31. Neue Jüdische Preffe. Seite 5 genannt Schinnl Gabbe, eine sehr korpulente und behäbige Dame in einer Samtiiiantille, ich sehe ihre grotesken Bewegungen, ihre ansgestreckten Arme, mit denen sie die sich sträubenden Gänse unter Aufbietung ihrer Kräfte sestzuhaiten sucht — kurz, cs war eine Szene voll köstlicher bezwingender Könnt. Ich habe Tränen gelacht. Ja, ja eS war einmal. Wo sind die Zeiten hin?" Literarische Rundschau. HierouhmuS Lor«. Am i». August waren 100 Jahre verflossen, seitdem Heinrich L a n d es m a n n (Hieronymus Lorm), der seit seinem 15. Lebensjahre blinde und taube Dichter und Phisoph. in der Judenstadt zu Nikolsburg in Mähren geboren wurde. Heidentum, Christentum, Indent««. (Ein Bekenntnisbiich von Max B r o d. 2. Bände. 320 und 360 Seiten. Geheftet 60 Ml., gebunden 80 Mt. München, Kurt Wolfs Verlag.) Ans dem Inhalt: Grundunterschied zwischen Judentum und Christentum. — Mein Irrweg. — Tycho Braßs Weg zu Gott. — Naivität im Judentum. — Ist das Judentum n ortheilig? — Der Gott der Rache? — Begriff der Gnade. — Der jüdische Künstler. — Bewußt; unbewußt. — Die Gnade und das „Diesseitswunder". — Die Legende von R. Simon bar Jochai. — Möglichkeit der Politik. — Kapitalismus und Christentum. — Dante. — Kierkegaard. — Das Lied der Lieder. — Reformation und Katholizismus. — Der Apostel Paulus. — Christus. — Das Christentum der Zukunft. — Judentum und Internationalismus. — Der Talmud Das vor einiger Zeit bereits angezeigte Werk Brods — wir brachten xine Probe daraus — ist nunmehr erschienest. Wir behalten uns vor, die bedeutsame Arbeit eingehend zu würdigen. Kr»«kf«rler F»«Me««»chrichte«. B a r m i z w o s. Heinz Kaufmann, Beethovenstr. 23, Kurt Stern, Wittelsbacher Allee ö, Synagoge Börneplatz. — Kurt Höxter, Fichardstr. 57, Hans Henschel, Bockenh. Anl. 21, Herbert Meyer, Cronbergerstr. 27, Max Löwenstein, Schweizerstr. 4, Synagoge Königsteinerstraße. — Heinz Goldschmidt, Rhönstr. 20, Hauptsynancne. — Josef Werner, Kettenhosweg 100, Synagoge Unterlindau. S i l b. H o ch z e i t. Max Grüuebaum und Frau Adelheid geb. Strauß, Weberstr. 25 (21. August). Gestorben. Flora Bacharach, 79 I. — Lehrer a. D. Max Kahn, 70 I. AuSwürttge AL«ilie«»achr1chte». Gestorben. Adolf Sonnner, 38 I., Karlsruhe. — Salomo» Wolf, 61 I., Sprendlingen. — Wilhelm Wolf, 59 Kaffee Kaisergarten I., Eugen Boas, 49 I., Berlin. — Henriette Salomon geb. Eisemann, Beerfelden. — Johanna Oppenl>einier geb. Kahn. 58 I., Mannheim. — Elsa Hortheimer geb, Mansbackier, 43 I., Stuttgart. Soche»-K«le»her. Samstag. 20. August (16. Aw). Sabbäk-z'lufang in Frankfurt 6-st (Religionsgesellschaft), 6 Uhr 55 (Gemeinde). Sabbat-'Ausgang in Fraiitfurr 8 Uhr 25. Wochenabschnirt: W o es' chanan (Schabbos 4 Nachanin). Eingesandt. Erez ItSroel und der Delegierlentag »er A- I., Deutfchlau». In den nächsten Tagen wird der Griippenverbaiid der Agudas Jisroei in Deutschland seine» Delegiertentag halte». Man wird da sicherlich auch über Erez Jisroei spre- -che» und wahrscheinlich wie immer auch schöne Resolntivuen über die Erez Jisrocl-Arbeit fassen, lind Agudas Jisroei »lird kür lsr>>: . ^tisrnel weiterl,i» nichts tim. (Staut wie wird für Erez Jisroei weiterhin nichts tu». Ganz wie bisher. Die Schuld an diesem Nichtstun muß man heute znm Großteil der Agudaleiiuiig zuschiebcn. — Zwar ist es eigentlich noch nicht einmal das Schiimmste, daß Agilda keine Erez- Jisroelarbeit leistet. Man kann fa schließlich nicht überall „was tun". Und iwenn Aguda die in ihr vorhandenen Kräfte nur dazu benutzen würde, allein die Gegenwartsanfgaben des Galnth im Thorageiste zu löse», so ist das auch nicht wenig. Biel gibt es hier zu leisten. Aber wie gesagt, man kann nicht überall sein. Hub wenn Agndas Jisroel glaubt, daß sie,für Erez Jisroei fetzt nichts leisten darf, um die vorhandenen Kräfte in ihrer Gesamtheit den zu lösenden Galnthaiisgaben zuzuführen, so hat sie nicht mir dementsprechend zu handein, sondern dies laut deutlich dem A g u d a p ii b l i t u m z u sage n. Die Agudaleituiig (gibt cs überhaupt eine?) aber handelt anders: sie reklamiert die gesamte ii geistigen und inaterieilen Kräjte der orthodoxen Jndenheit für sich. Lh^gibt au: überall was leisten zu können. Im Galuth wie in Erez Jisroei. „Es darf nicht der Schein entstehen, als ob wir weniger imstande wären, Ansiedler ^iach Palästina zu bringen, als andere Organisationen." So durfte der Palästinaresereiil der Preßbnrger Tagung sprechen. Das ist es: Es j c h l t der Mut, ehrlich R e in z u sagen, die Aufrichtigkeit, zu sagen: unsere Kräfte reichen leider nur dazu ans, einen Teil der sich drängenden Aufgaben zu lösen. Leider. Wir aber halten vorerst die Lösung der Galuthansgäben fiir's Wichtigere. Ali' die aber, .die Erez Jisroelarbeit trotzdem leiste» möchten, sollen in Wirtschaftsbünde sich selbst zusammenschließen: wir werden vermitteln und behülflich sei», soweit es unsere Kraft, ohne Pernachlässigung des Galuth, verträgt. Das wäre ehrlich. Wird aber nicht gesagt. Man absorbiert die in der Orthodoxie für Erez Jisroel vorhandenen Kräsle. Kräfte, die wenn die Organisation sie nicht für sich reklamieren würde, sicherlich zur produktiven Arbeit gekommen wären. Läßt sie aber brach liegen. Das einzige, was von den Resolutionen i» die Tat nmgesetzl wurde, ist die gegründete Paläskinakoiiimission. Zur Hälfte fitzen Aerztv in ihr: sollten sie wissen, wie nach Palästina Industrie! gebracht wird, wie inan das Land Kolonisiert, wie dort die in Pretzbnrg „als unabweisbare (!) Notwendigkeit erkannte Gründung einer Palästinabank" ins Werk gefetzt wird?" „Nicht an uns liegt das Nichtstun. Der Mangel an Geld, das ist's." So hört man Agudaführer sprechen. Ist das nicht Selbstbeschuldigung? Millionen sind heute für jede Sache zu haben. Auch der Keren Hajessod hat Millionen zusaminengetroinmelt. Und Aguda sollte für Erez Jisroei von seinen Mitgliedern und Freunden, die so voll sind von Liebe fürs Land der Väter, nichts erhalten können? Glaubt die 'Agudaleituiig, daß die Liebe zum Lande bei der Orthodoxie geringer wäre, als bei de» Reinnationalisieiy? — Geld in Hülle würde Aguda zum Wiedererbau Erez Jisroels im Thorageiste zur Verfügung stehen, wenn man .sähe, daß etwas geleistet worden wäre. Selbst das kleinste. Die geringste kolonisatorische Arbeit oder auch industrielle hätte, richtig benutzt, zur Erschließung neuer Geldquellen beigetragen. Richtig benutzt. Denn nicht durch Wohltätigkeit wird ein Land aufgebaut. Dazu brancht's de» Wir lensanfwand und das etbauende Vermögen eines jede» Einzeiiien. Durch mit Verlosung rückzahlbare Anleihen. Lose. Darleliensscheine. deren Kauf oder Zeichnung prozentual des Vermögens des Einzelnen zu erfolgen hätte. Die Bcrivirklichnng dieser 'Anleihe oder Lotteriezeichuuiigen wäre zum moralischen Gesetz zu machen. Rabbiirischer Rat. Pläne liegen schon fast ein Jahr in de» Schubfächern der.Agudabüros herum. Wann werde» sie zur Tat nmgesetzt? Liegen sie nur da, damit „nicht der Schein entstehe, als ob wir weniger imstande wären . . .". 'Agudas Jisroei hat vor wenigen Monaten eine Delegation »ach Erez Jisroel gesandt. Weis; sie nicht von der oder von Berichten, wie die Lage für die Orthodoxie in Palästina derzeit ist. Hat sie nicht gehört, daß dorr, mehr wie irgendanders, die Wirtschafisfrage die dominiereadend» ist, daß von ihr die religiösen und politischen Probleme ganz tiird gar abhängig sind? — Wird jetzt nicht endlich gehandelt, so wird's in absehbarer Zeit sür uns Orthodoxe trübe in Erez Jisroel aussehen. Das aber sei gesagt: Nur durch Bünde oder Organisationen kann Erez Jisroel aufgebaut werde», und Wahn ist's, auf freie Privatinitiative zu bauen, lind wen» Aguda nichtdie Organisation sei» will, die den Wiedererbair Erez Jisroels für die orthodoxe Jndenheit in die Hand nimmt, daun wird der Teil 'der orthodoxen Jndenheit. der es "mit „Liebe ziim Lande" aufrichtig meiin, andere Mittel zur- Zielerlangung suche» müssen. Das soll der Delegiertentag aber wissen: mit Resolutionen ist cs dieses Mal nicht getan, wen» nicht u»mittelbar die Tat folgt. Wir, die wir dazu beitragen wollen, daß in Erez Jisroei im Geiste der Thora wieder neues Leben, einziehe, und uns der 'Aguda darum zur Verfügung hielten, wir wollen nun wissen, woran wir sind. Ehrlichen Bescheid wollen wir haben. Der Delegiertentag soll ihm. u ii s gebe n. H. K- Ml» km «ci zu In» in ln JSl Tumtta. Anmeldungen schriftlich: Jüd. Turnverein, Untarlindau 21. A. Unfeinstem Uhrmacher u, poldarbelter 59 Allerheiligenstrasse 59 Wanduhren :: Taschenuhren :: Wecker Reparaturen in eigener Werkstätte zn bekannt bill. Preisen Firmenschilder und Buchstabenfabrik. Lichtschilder und Transparente. BVRKHlBDTt SCHÜSTER Tel. Taunns 2556 Schlossstr. 66 Tel. Taunus 2556 Privat-KorrespQndenz * mit Druck oder Prägung Wilhelm Büttel Papierhandlung 23-6oethestra0e 23 Konditorei und Caf€ Plte Xi au b enstein Hahenzallerastraaaa 18. Telephon: Hansa 985. 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