Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 28 (26.7.1921)
- Date
- 1921-07-26
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2692297-2693227-2693255--11544-2707015- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2. - feie Persönlick)keit W c i zm a n n s" zivingt Die Kritiker in -cn 'Bann seiner menschlichen Ktasi. Man Mit, alle - fühle»/wenn er spricht/die Größe der historischen Situcuivn, der nur -er einen Menschei! enlsprechenden Formates e»t- ,gegenstellen kann. Weizman'.r ist ein iyülji'ci, den die Perantwortnng, die ans seinen Schultern ruht, hat weit über die 7. aiidereii und vor allem über sich selbst hinauswachsen lassen. Das ist vielleicht das Eharakierististtst seiner Persönlichkeit, 'wie er ans das Wachstum der Verantwortung reagiert. Andere slüchren, andere suchen sie.abznwälzen, aicherechrechen - znsmnmeu: er nimmt die Perantwvrtniig ans sich und erstarkt unter ihrer Wucht. Das ist der uinniltelbare Eindruck, .den er mackst, .Wenn er sprichi, ans seiiiem Innersten die Worte hervorholt, im Moment schlagende Formulierungen - findet, wenn er berichtet, aus seinen Gesprächen mit den - englischen Politikern Anekdotenhaftes erzählt, wenn er sich mit seinen Kritikern ansei »ander sehr, wenn er fordert. Man 'glaubt ihm die magische- Wirkling, die er auf seine' diplomatischen Partner iir England ausübt, man versteht seine,E» solge in ülmerika. Er kennt die siitliche »rast der /monistischen Idee,-er snhll sie in-sich lvirken und suhlt, das; er das höchste Instrument ist,- durch, das sie ans andere lvirkt. Und dieses Gefühl teilt sich schließlich auch' seinen Kritiker» mit. Weizn^annsintuitive >l rast ergänzt sehr glücklich tot o w s geistige Schärfe. Okicht nur in den Reseraien der A. E.-Sitzung, sondern anck, allgemein in-ihrer diplomatischen Wirlsainteit. Mit feinster Klugheit und vollständiger Beherrschung des Materials, mii dem Temperament des Verstandes weist er die Lage zu überblicken und darznstcllen. Es wirkt nicht so unmittelbar wie Weizmann, aber er. ist nmsasscndor, shstematischer »nd schmiegsmner. - Fu sachlicher Hliisickst stand sehr bald Fabotiiiski, im Mittelpunkt der Debatte.. Fahotinskh vertritt ein scharf mnrftstiles Programm mir beispielloser Energie. Ertritt für den Selbstschutz i» Palästina, ein, wobei er das „selbst" - betont. Er glaubt, das; weder der englische Soldat, noch der arabische Polizist ans die Dauer ein hinlänglicher ^chni, ist. -Er kennt den 'grosten Eindruck, den die jüdischen Legionen, die er'selbst geschussen har, und die bei der Eroberung Palästinas mitgrwirklhaben, im Lande gemacht - haben. Er will Sicherheit in Erez Ffrael und hält dies für die erste Poraussetzniig einer gedeihliche» Arbeit. JabotinSky ist-ein -Redner, dessen L> im me die straft seines Willens beben inackil, -.in desseit Satzgefüge bie Wucht seiner Ileberzengnug poi- -teri. Anr manchmal durchbricht seine ganze >trast elementar die gebändigte Ruhe seiner stiebe. Er argumentiert. mit . geduldiger Üiiermüdlichteit, er slehi seine Hörer, an,- er beschwört sie .und überwältigt sie schließlich zu seiner Meinung. Die Jydeu im Wirtschaftsleben Deutschlands. 7 - .. Dr. Felix A- Theilhabet, Berlm-Wil»iersdorf7 (Fortsetzung.) . . - Ein-.Hundert Fahr'später gibt die Lrandesrrchebiingen Frankfiirier Juden diese glückliche -Mitlertätigkeit - wieder. ^Dietz zählt 20 geadelte Frantfiirter Fnden, wooeiseine Fu sainmeiistelliing noch nicht vollständig ist. Dienennt La-' in n c l O o p e n h e i iic. den Fugger seiner Fest Die taiserliche Regierung icchildele ihm 1702 bereits t>>/n chiiltio -neu Gulden, und da sie ihren Fahlnngs-verpftichtiliigen nicht nachsommeu konnte, beging sie nach Oppenheims Tod den Geivallstreich, einfach über sei» Permögen den stonkurs auznuielden. Die Folge war natürlich die FahlnngsschN'ie- ' rigkeil aller Firme», vor allem der jüdischen, bic Oppenheim Geld geliehen harren. Ei» Verwandler Samnel Oppenheims rvar auch der bekannte württembergische Finanzrar F o s e f L ü s; Oppenheim. Die Tätigkeit dieser Finaiizleutr erstreckte sich weit über die Grenzen Deutschlands hin- - aus. So verschaffte z. B. Elkan :-iO ()«>/> starolusgntden inr den stnrfiirsten von Würzbnrg in Amsterdam gegen Ptzr- - pfändnng - von Perle». 1 " Im Porden harte der wirtschaftliche Einsliist der Juden - schon früher durch die Piederlasjnng spanischer Fnden eine Wandlung erfahre». Diese Grostkausleute, die nicht gebrochen waren durch die Fahrhnnd'erle lange Entrechtung nnd Versolgling, nicht so verarmt wie ihre deutschen StanuneSgenossen, wisse» von dem eisten Tage ihu:r-Niederlassung - sich inr Wirtschaftskainpse diirchznsetzeii. Spanien/Portugal, , Dänemark und Schweden übertragen ihnen die Vertretung . ihrer Staaten. Der stönig von Portugal bestimmte znerst Dnart Nu » es da Co sta und dann Jacob L u r ie l ' als seine Agenten, die katholische Majestät erhob sogar einen indischen Schriftsteller Fmannel Rosa les znm . Pfalzgrafe». Die Königin Christine von Lchwede» weilte; alle Augenblicke bei ihren jüdischen Residenten, jene Ehristine, -die in .Ihm ziim statholizisinnS üdertrat. Reils hat in der . „Zeitschrisl des Pereins f. Hamburger Geschichte" Pst. k. ». f. dchi Eiilflils; dieser Einn-anderer. nachgewiesen. „Fn -ein Kgentliche» Handel und was dahin gehört, was denselben - schulte nnd fördern -konnte,- zeigten die Fndeii große Peiriebseinheii nnd Tüchtigkeit. Wie weit .sie bei der im Fahre lOl'.I stattgehabten Gründung unserer Batik persönlich tätig gewesen, ist vielleicht'uichi mehr zu ermitteln, soviel aber ist gewiß, da» iinter den erste» Baiikinteressenlen vom Fahre . UiW bis t>!23 sich nicht weniger als!>> Rainen portugiesischer Inden vorsinden." Grätz konnte Nachweisen, daß mindestens 12 jüdische stapitalisten sich an der Bankgründung. interessierten, Männer, die auch an der Entstehung überseeischer Gesellschaften beteiligt waren. F»-der schweren /seit des tk» jähngen strieges greifen deutsche Fürsten in ihrer Rot ans die Wirtschastsbegabnng ihrer Fudcir zurück. Der Kaiser Ferdinand U. hatte einen grösst» Bedarf an Hosshde», von denen z. P. F a k o b B a s - sew i L (lim te t c s in den Adelstanü mit dem Paineii von Trcuenbnrg erhöhen wurde. Um die Fahrhundertivende . (ckveffe» wir jüdische Bankiers' mr allen -Höfen.' Dex Kaiser, - ' -Der König /von Sachsenbadische und mitteldeutsche'Für- -steil bedictien sich ihrer. L am n.c l O p p e n h e iui in Dien, . -Reue. Jüytjcye Prc»e Be h r e n ü L e hm « n n in Halberstadt, W „ l s-f in Dessau, L ä m l e M o s c ij; ■)! e i n g a n n in (in Mannheiin sind einige der bekanntesleii jener /seit. Die Geldmeiische» beleuchtest viele Einzetheite». Die Wulfs s. und L o h m a-n n s haben viele Tausende.für die hebräische Wisseiuchast ansgegeben: u. a. eigene. Druckereien für hebräische Werke, Penailfl-geit des Talmud nsw. gegründet und die Bücher an schule» verschenkt. Die Wohltätigkeit der F-iiianzgrösten jener Feit ist sprüchwörtlich. Den Hosjndeu L a »i u c 1 OPpe ü h c i m wustte Prinz Engen nicht besser zu bestimme», als wenn er ihm Handschristeil für seine Bibliothek versprach »siehe Grätz). -Die Bibliothek kam geschlossen im Fahre!8ck<> au die' Oxsorder Bibliothek. Dentschkand, das an den Folgen der inneren striege noch iuiiner litt, konnte ohne eine Ordnnitg der Finanztvirtschast nnd ohne -Fndnstrie nicht ansbliihen. Wer die Geschichte der Fnden Deutschlands studiert, wird überall finde», das; Iiop der Gegnerschaft der lsteistlichkeit, der Behörden nnd der Bnrgerschast lediglich ans ivirtjchastlichen Gründen die Fndeii ins Land gezogen lv,irden. Friedrich der Grone, der „vor die Fnden -überhaupt ihn nicht portiert" war >stabinetlSordre vom >7. -t. 1.771,/hat skch in vielem an die Fnden geivandt und sich sogar in Miiuztraiisaklioiiei; eingelassen, die weder LI»», noch seineni Geschäslsangencen E p h r a i >» Ruhm einbrachlen. An Lkrupellojigteit aber überirasen alle Fürsten die Herrscher der kleinen deutschen Mittelstaaleui die sich durch den Perkaiif von Laiideskindern ins Ausland Geld.beschafften. 7-.deutsche Fürsten verschafften sich ans der Belieserung der e>,glischen Armee im strieg mit Rordamerika eines Pertnögens, siir das der hessische Laildgras sei dem Licgeszng Rapoleons bangte. -M a i r t>l n s e l in R o t hschild benutzte das. Geld, um den englischen strieg in Spanien, den niemand finanzieren ive'llte, zu subventionieren, Der glückliche Ansgang des Kampfes z>visel>ei: England »nd Napoleon trug beiden Teilen .einen recht erheblichen Gewinn. - | *" r und Laoten I «SB«» / bereitet Ihnen das doppelte Vergnügen in j /zweckmässiger Ansiüstivig! .. . Die Anschaffung eines richtigen Sport- Anzages war für .weite Kreise der Bevölkerung;j bei den seitherigen Preisen sehr erschwert. i] ljumnehr bieten wir Ihnen mit unseren l Anzügen zu Mk. 400.— und 600.— wieder J j Gelegenheit zur Anschaffung richtiger und j!> guter Sportbekleidung, - und Sie sollten nicht i i - versäumen. Sich diese Anzüge zu Mk., 400.— : jl ui.d 600 — in unseren Geschäftsräumen, vor- |! ' i| legen zu lassen. - ' - i; Bamberger L Hertz | Zeil 112 ——-—r neben der Hauptpost, j Wenn in den nächsten Fährzehnten viele der denischen Staatsmänner nnd Fürsten niit den 0,'othschilds arbeiteten, so geschah das nichl ans einer besonderen Poreiiigenvmmenl)i ii inr die Fnden. Die Rothschilds nberflügekten eben ihre christliche stouknrrenz, von der sich in Frankfurt nur die Brthmailns neben ihnen halte» konnleii, und erwieien sich als mindestens eben so reell, zuverlässig, fähig nnd leistnngs-- träflig. Beim Ausbau Deutschlands nach den »apoleoni- ' scheu st riegelt, bei der Anlage der Eisenbahnen,. bei der Begriiudnug der Banken, bei den.Regungen der Weltwirischäst liehen die Rorlischiid ihre stapitalien, die immer-mehr einer.sriedlichen Politik Kienen sollten: Als Bankier der Habsburger -erbiltene» sie die damals revolutionären Burschenschaftler, die ans die bestochenen jüdischen Reaktionär» scktünpfte», ebenso wie 100 Fahre später dieselben st reise den Battkiets die iknterstiiniing der Revolntioii als Perbrechen vorhielten. Fm übrigen konzediert ein Ehronist, der nicht sehr gut ans das von ihm (Leipzig l st.77 ,-beschriebene Hans Rothschild zu sprechen ist: „Bei . de» vielfältigen Anleilfk», welche das Hans R ö t h > ch i 1 d mit Engiand. Oestmteich, Frankreich, Preufcn, Mailand, Neapel,. Dänemark, Belgien nnd den >neisten Fürsten des deutschen Bundes abschlost, hat es Hunderte von Millionen »in die betressenden Staaten-nnd oft in der 'Feit schwerer politischer Wirren init bewnildernngswürdiger- -Pünkilichkeit abgefiiyrt nnd auf diese Weise die Macht seiner theldkräfte beurkundei. Die Teilnehmer aber sahen ihre diessälligrn Lpekillationenstets mit dem giinsligste» Erfolge gekrönt, nnd das erworbene »rllgemein»' Perirauen wurde, mich ein unbedingtes. Fwifchen'ISU! nnd 182«, liait,/ das Hans für Rechnung der europäischen Souveräne 1200-Millionen als 'Anleihen'oder Snbsidien übernommen und Fwar -700 Millionen für England, 120 sjir Oesterreich,' 100 für Preiisten, .200 für Frankreich, l20 snr Ne»rvel, 00 snr Rns;-- layd, ' 30. für Brasilien »sn>." Bis ill die Zeit des dcntsch-sranzösischen Krieges fällt die ausschließliche Vormachtstellung des jüdischen Bankiers ans. dem . Gebiet des Geldmarktes. ~ 7,-' (Fortsetzung folgt.) ■ - : :>h. 28 . : Gebühren-Herabsetzung. Die T eleg e a in m g c b ü hren von-Denischlaud na»i, .Palästina sind' ans 2t Mark für. das ^ork heraogeiei r -wo»den. M - ' Die Trie st e r Schis s a h r l s g e je l bs-ch a f te» haben ihre Gebühren stark -herabgesetzt. - Deutsches Reich. I Aktion für ostjndische Flüchtlinge. > Der Hitss ve re in . der.D c u t ich e u Fude u , I Berlin, Steglitzerstr. 12, ist bereit,, ostjndijchen Flüchtling.n » in Dcntschlaild die Perbindniig mit ihren Verwandten I Amerika zu, verulilteln. Sollten Flüchtlinge/imchdem sie» von' ihren Perivandlen in Amerika die nötige llmerslntzung » erhalten haben, Dentscliland verlassen wollen, so wird ihnen I der Hilssvereiit zur Erlangung der zur 'Ausreije -tätigen » Papiere behilflich sei». » Wer nach Stargard geschleppt'wtird'e. » Die Reichstags»il>geordi,ete Mathilde Wurm he I stichle das Lager in Stargard nnd stellte eine mensche»-'» ilnivürdigelliitervringniig, Behrindlung und .Verpflegung» der Fnlernierien fest. So erhallen sie an Essen t ä g l i ci, » rin halbes- Pfund Brot, schleck,je Suppen nnd keine sonstige» feste Nahrung nnd wöcheiillich 1 Lössel Marmelade nnd» ci» Slückchen Wurst. Was für Len,e nach. Stargard ge I bracht worden find, darüber erzählt Mathilde Wiir-n» u. a. folgendes: , ' I Unter den Fnielpiertei, befindet, sich eine Gruppe von» -3.7 Polen. Nicht-Fnden! Lauter Landarbeiter, darunter ein» Man» mit 0, ein Mann »ki-t 4 Kindern. Sie, die au eine I starke »nd nahrhafte stost gewöhnt sind, verhungern imae» slüblich und fühlen iieh vallkominen cnikräslet. Nach itne» » Aussagen sind sie fast alle aus demselben Griiiide im Fiiler-I niertenlager, »ämtich. weil, sie in irgend einer Weist imi» „patriotischen" Herren Gutsbesitzerich bei denen sie arbeitet»'»,» -in Meiniliigsverschfedenheiten gerieten. 'Entsprechend' d»-r» Macht, die ein Gutsbesitzer noch immer in Pre»s;en-Dems»ti » land besitzt, h»it iivtii sie'k'nizerlmnd!!»tck> Slin'g-tt'd »/- » brackit. I Die größere Anzalst der ,Fil>ertiierteil sind Oirindru,» ursprünglich österreichijcknr Sla>ilsa»gehörigleit-, jetzt P»ast» polen, oder Staatenlose. Ein Teil van ihnen' t,at in Berlii»,» Leipzig und anderen Orten, .festen Wohnsitz, wo auch ihre» Familien znrnckgeblietzen sind. Biele von ihiien.oerrieheii» ein. offenes Ladengefchiin, »rudere stände» in Arbeit, die» allenvenigsten nur sind' Arbeitslose oder üriuüurile. Mit» Ausnahme der letzteren wurden sie rücksichtslos, ohne An-I gäbe von Grnnben-, znni Teil sogar ohne 'Answeisnngsbeiclill früh.-morgens »ins ihre» Betten heraus verhaltet und',,,ich» Stargard gebimcht» Einige, die einen Anslveisiingsbefe».ll erballc» hatstn, luareii »ms ihr - ziisiändiges Polizeirevlerl gegangen »nd haben dort »ms Grund der Persichernngl des zuständigen Beamten, nicht ausgeiviesen zu werden."-»»» bis 100 Mt. bezahlt wegen unerlaubter Grenznberschreituii»l.» Trotzdem ivnrden sie interniert.. Andere indische Fnternstne» haben Pässe »ach Amecita in Hände», Lchisfskarken und» hi'ciiegel-d. Doch sie können d»rs- »merikaiiische -Pisinn' mdit» erhalten, weil dies .keinem Fnternierten erteilt wird. Tie» haben iviederholt um -Urlaub von S Tagen nachgesn>tn,» nur sich in Berlin.d»,s Biiniit zu verschaffen. Leider v»'r» gcblich! Warnm sie dieseil -Urlaub nicht-erhielten, ist vö0i»;I iii'iverständlich, denn es könnte, der deittschen Behörde ,d»>»t>I nur ' angenehm sein, die auf Slaakskösten Perpslegten st » . bald als möglich los zu werden. , I Ganz besonders schlimm lieg! der jogenannie Piipitzec» Fall. 0 indische^ Fnternierle, die ihren Wohnsitz in -Papst» bei Leipzig haben, 'wohnen dorr seit F-thlen nitbetzell-gt,» haben bis znm Mai,'ds. Fs. ordiinngsmäsrig ihre Skenenil bezahlt und sind vollkommen niipoliiisch,. also, nickst einnui!» der schäbige Vorwand sozialistischer oder konunii.nistiiclicrl Propaganda kann zur Enrschnldignng snr ein derartiges Por» gehen dienen. Eines Tages iverden sie ohne irgend welche«» Grund aus ihren Beticn heransgeholt, verhaftet'und iniÄ» Stargard gebracht. Seit':-) Mvngtei: vcrspricln inan ihn»'».» ihre Sache zn prüfen.- Wenn, sie, nicht gerade in de» letzmi» :-! Wochen entlassen worden sind,, dann warten sie mrii» immer auf das Resultat dieser Prüsnng. I Daß die Fnden von den Wachtposten mit „Sanjud"» und anderen Worten beschimpft werde», ist eigentlich bei» dem Geist, der dick Reichswehr, beseelt, nicht i'cbet'r»rschend"> Eine Kulturfchanve. ■ - Reichskanzler Dr. W i r t h empiing bei seiner Äinvest»-» heit in B r-o s l a n Dr. F o e r d e r und Dr. E r »stF r ä « I kel als Pertreier des dortigen Centralvereinsdelitschri» Staatsbürger jüdischen Glaubens und des Bundes südischcc» Fröntsoldaten-und hörte ihre Beschwerden über das ja n t l-» s e m irische P e r h a l te n des deutsche n 'S-.e l bst'» j cl> n Ii e s an. Der Reichskanzler versprach, sich .energischst» um Abhilfe zu bemühcic: es sei eine ,/inltnrschaiidc", ,»>»'»»» in der jetzigen Feil — und gerade in Breslau -- berarti» Ausschreitungen vorkämen. » Die Herren-sprachen »rin nächsten Tage bei dem Miniü»'M Dr. Do minie ns in der gleichen Angelegenheit-rwr I So weit ist es schon gekommen. I Fm Hauptbahnhos Breslau stieg rin. altesjüdisches EbcM paar — er 7.7, sic 73 Fahre 'alt — in, den F»ig. AW Eingang des bcn»rchbärien 'Abiciis stand ein Offizier dcW Setbstschutzes — dcis Monokel im Ange —und schrie sei»»,, Ehepaare zu: „Fhr verfluchteic Inden-diirsc.-nicht mitsabrenW ihr -müsst raus!" - Er zwaä.ig (datz/.-Ehepaär L—. tfoq be-M Protestes der Bahilbecimton — aliszusteiAen. ' Berschiedr«^ Angehörige des Selbstschützes, nähmen^Tiür dxn Offftl? Partei'. So schrie--.einer-, von /dicsini/Tapseren,, der Kaut mann.Wer ne-r B r'o.'de-.'äns P,h ritz, angenscheiiilich »m° ^firie«. >Du-verfluchtet. Aide, feir-drehe-ich den ,»o>? 6911