Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 23 (16.6.1921)
- Date
- 1921-06-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2692297-2693227-2693250--11512-2706978- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 23 Neue Jüdische Presse. Seite 5. Ar»»lsurrer Barm izwos: Ferdinand Grünsfelder, Reuterweg 59, Synagoge Königstrinerstraße. , Gestorben: Simon 'Brenes, 78' I., Mainzerland- ^iraße 36. — Alfred Auerbach. Auswärtige Famitteuuachrichteu. Gestorben: Elisabeth Schwabe, geb. Landau, 51 I., örcsden. — Abraham Groß,, 65 I., Frankenthal, -r- Isaak Heumann, 51 I., Gau-Odernheim. — Max Strauß, 63 I., Mnnheim. — Sofie Goldschmidt, geb. Dülken, 35 I., gab Homburg. —. Bernhard Marx, 59 I. — Heinrich S. Epstein, 78 I., Freiburg. Gpeudeui Bei der Jüdischen Nationalfondskommission (I. eimann, Postscheck 41,441) gingen ein: S. Baum, Griesheini a. M.» 1VV, Sammlung Hochzeit trautz-Rosenthal 200, Sammlung durch Herrn Josef 15V, ammlung des Herrn Rosenberg 550, Spende des Herrn cbber 200, Mark^n-Berkaus des Herrn Horovitz 100" Mk. Büchsenleerung: Tr. Schapira 13, Birnbacun!.L0, Kahn 3.05,' M. Rapp 5, Pension Mannheimer 8.30. lara Moses 10, Trude Grünebaum 11.25, Dr. Horovitz 6.30, Helfrich 7, Dianlant 10, Goldschmidt 8, MischliolvZki 60, Eva Grunebach 13.45, H. Gerlich 34, Schiatsky 16.65, Jelen 4.15, Sundheimer 50, Martha Wolfs |19.56, Hilde Schulhaus 6.50 Mk. Eingesandt. Furchtbar ist die Kunde, die aus dem Osten uuo linsbesvndere aus der, Ukraine zu uns dringt. Hundert- Ijeusende unserer Brüder, unserer Schwestern sind die Opfer Igrculichcr Schandtaten geworden, in Scharen wurden sie Ihingcopfert, -hingeschlachtet. in Aame[dangen schriftlich : JQd. Turnverein( Unterlindau 21. Was ist zu tun, wie ist zu Helsen? Bor'allen Dingen, — denket der armen, kleinen Waise», die ihrer Eltern beraubt, hilflos, einsam einherirren. Hört ihr es nicht, daß aus dem Munde von 200000 Kindern der Ruf an uns ergeht: Gesinnungsgenossen der gesamten Diaspora, helfet uns, rettet uns — wir verhungern, wir gehen elendiglich zu Grunde, — wenn .Ihr u n S n i ch t sofort zur Hilfe eilet? Nein, es kann, es darf nicht sein. Wir müssen es hören und wir hören es', dieser gellende Schrei nach Errettung vom Hungertodc, er kan» nicht ungehört an unserm Ohr verhallen. Heute noch, nicht erst morgen, müssen wir das tun, was in unserer Macht, steht, um den Kindern vcizusteheM Heute noch müssen.wir an geldlichen Mitteln das Aeußerste leisten, um das für den ersten Augenblick notwendigste zu tun. Nicht dürfen wir uns ciu Leckerbissen ergötzen, nicht dürfen wir unser Geld für Belustiguicgen hingeben, wenn wir nicht der kleinen Waisenkinder^ im Osten durch eine unserem Vermögen ’ entsprechende Spende gedacht haben. Nicht dürsen wir ruhig schlafen, wenn wir cs versäumt haben, Geld zu geben und Geld zu saurmeln. Wohl ist es das Erste, was wir zu tun naben: das Spenden, nicht aber genügt das. 200 000 Kinder liaben ihre Eltern verloren. 200 000 Kinder sind erzieherlos, 200000 Kinder wollen ihre Eltern ersetzt haben. Brüder und Schwestern hört ihr diesen Ruf, versteht Ihr. was er von uns' fordert? Au Euch, Ihr Eltern, ergeht dec dringende Apell, nehmet diese Kinder auf, seid diesen schutzlosen Kindern Vater und Mutter. Eltern, Ihr müßt es tun! Es ist zwar ein hartes Verlangen, gerade in heutiger Zeit, aber Ihr müßt es tun, Ihr seid es Eurem Judentum, Ihr seid es den Opfern des auch gegen E i: ch selbst gerichteten Hasse schuldig. lind der Ruf wird nicht ungehört verhalten. Ter Idealismus, die Opferfreudigkcit, die von jeher im Judentum dominierend waren,-sie werden auch unser heutiges Geschlecht beseelen.. Wir werden mit Freudigkeit einen Teil unseres Geldes, ja sogar Zeinen Teil unserer Persönlichkeit, einen Teil unserer Lebensaufgabe diesem dringendsten -Hilsswerk der Gegenwart widmen. In der sicheren Erwartung, daß Jeder das seinige tut, hat Agu das Jisro el sich der ungeheuren Aufgabe unterzögen, au der Lösung dieser schwierigen Aufgabe, die auf dem schnellsten Wege, auf rascheste Weise geregelt werden ^nuß, zu arbeiten. An sie sendet Eure Spenden, an sie lasset Eure Mitteilung ergehen, wieviele Kinder Ihr aufnehmen wollt. Der Kriegswarsenf o n d s in Halberstadt und jede einzelne Orts- und Jugendgruppe nimmt Geld und Meldungen entgegen. (In Frankfurt a. M.: A. F.-Jugendgruppe, Konto Frankfurtmain 42 822). Und noch einmal ergeht der Mahnruf an Euch, Juden des Weltalls, rettet, helfet, seid den Waisen Eltern, nehmet sie auf als Kinder, wie wenn sie sture eigenen Kinder wären, — und der himmliche Lohn wird icicht ausbleiben. Be» Hadaur. A. Rubin stein Uhrmacher u. Goldarbeiter 59 AUerheiligenetrasse 59 Wanduhren :: Taschenuhren :: Wecker Reparaturen in eigener Werkstätte za bekannt bill. Preisen Schokoladen-Geschäft A- Bauer Sandweg 12 Filiale Bergerstrasse 12 empfiehlt sein reichhaltiges'Lager in Kaffee, Tee, Kakao, Schokoladen, Dosen-Milch S Beithardsfabr ikate Streng reelle Bedienung zn billigsten Preisen. Lieferung frei Haus. Original Friedrichsdorfer Zwieback Angenehmes and beliebtes Tafelgebäck Spezialität: Diätetik» r Zwieback ffir Magen-, Darmn. Zockerkranke. Friedrichsdorfer Zwiebackfabrik Sommer & Co., Bad Homburg Tel 261. PostscheckamtPrankf.a.M.5236. Schutzmarke Tüchtige Vertreter gesackt. Privat-Korrespondenz mit Druck oder Prägung ' Wilhelm Büttel Papierhandlung 23 .Goethestraüe 23 I Dr. Goidschmidt Taunu«-Sanatorium Bi» HOBBVK6 Erstkl. Sanatorium mit bester "WS-Verpflegune Versilberte n. echt Silber Bebnaebs- und LuxasQigensUoilB. Frankfurt am Main Nur Sandwe^ Sil. Telephon Hansa KMO. Dai staabsangende Staubtuch (G. 17307 ges. gesoh.) „Gut-Heim“ ist wieder vorrätig. Allein-Vertrieb ' A. Gutheim, Zeil 104. Bad Soden im Taunus VILLA EBEN-EZER "1^3 Neu eröffnet HtSfD vorzügliche Verpflegung, angenehmer Aufenthalt N. W. Auerbach. 21*78282!7"N28 Referenzen gerne zn Diensten. Anmeldungen erwünscht. Zell 39 Cafe Spiegel Zeil 39 Restauration nach Wiener Art. vu Renoviertes, vornehmes Lokal. ia Speisen, Gebäck und Getränke. Tel§fon Hansa 9607. .[lIO-DEIEKTlir Auskunftei Daniel Frankfurts M 6aliosanlage2 Tel H.4668 Beobachtungen jeder, Art, auch anf Reisen, in Badeorten etc., Ermittlungen, speziell Herbeischaffung von Bea. Entlastungsmaterial für Zivilu. Strafprozesse, Kriminalfälle etc. Heiratsanskfinfte an allen Plätzen. Diskrete Erled. durch absoL zuverl. Detektive u. Detektivinnen. Erstklassige Referenzen. Untersuchungen Gewissenhafte Ausführung Goethe-Apotheke Oederweg 61 Ecke Bornwiesenweg Telefon: Hansa 621 I» einer der nächsten Nnmmerw beginnen wir mit dein 'Abdruck eines größeren Romans aus der Feder de» vor einigen Wochen verstorbenen bekannten Schriftstellers P u l v c r m a n n, der als Prediger der jüdischen Gemeinde in Forst wirkte. Der Roman, betitelt „Jede m das Seinige", zeigt die Hohlheit, das Unbefriedigte und die Entgleisungen der heutigen jüdischen Gesellschaftskreise, wie sie in dem Westen einer jeden Großstadt in die Erscheinung treten, zeigt aber auch die Grenzen, die dem Assimiliernngsstreben gesetzt sind. Die Redaktion der Neuen Jüdischen Presse. Ich habe mich Bleidenstr. 22 Ecke Katharinenpforte als |ZaRnarzt niedergelassen. Dr. Salll Lowi Telefon Taunus 2424. Sprechstunde 9-12%, y6 Uhr 24 Stunden brennend. Strickerei Neun. Anstricken v. Strümpfen nnd Socken - Strumpfararen S.Teitelmann Frankfurt a. M. Altegasse 73 Tel H. 8588. Kuraufenthalt Bad Soden a. Taunus Villa Aspira Beste Verpflegung, eig. Milchwirtschaft. Prospekte durch Dr. phil. Ad. Kallner. Sali Weift Drucksachen nur Schäfergasse II. Telephon Hansa 3821. sowie sämtliche Toilette- und Kernseifen billig« Biebergasse 8. Schneemann { Zell 39. Zeil 39 empfiehlt alle ins Fach schlagende Artikel. Ala, Spezialität: Haarwässer ‘ Mundwässer Apotheker Schäeemanit Gesellschaft ffir Buch« n. Kunsfhandel m. b. H. Berlin NW 7 Dorotheenstrasse 35. Wir haben den Generalvertrieb übernommen von: D. Weinbanm Person Regensburger Ein jüdischer Bauer Erzählung Mk. 8.—. Das Buch behandelt novellistisch die Frage der Berufsumschichtung des jfid. Volkes und der Rückkehr zur Landarbeit. Gleichzeitig wird djeFrage der Mischehe, gestreift. Das anziehend n. flott geschrieb. Bach, dessen Preis angesichts des vorzüglichen Materials n. schönen Druckes sehr geringist, wird sich vieleFrenmf e erwerben. Brünn Adlergasse 9. Zionistische Parteiliteratur Hehr. Lehr* n. Wörterbücher Nenhebräische Literatur Rabbinische Literatur Grosses Antiquariat Wiederverkänfer überall gesucht. Katalog gegen. Ein- :: aendnng von Mk. I.— n Neuerscheinungen : Hickls Jüdisch. Volkskalender 21. Jahrgang, hr. Mk. 10.-— Pinski Dawid: Aasgewählte Erzählung. Autorisierte TTebersetzung v. Herrn. Einmentbal, eleg. gbd. Mk 14.—.Gewnloth, Doppelnnmmer 5/6 hr. M. 10—. Gewnlotbhand, Heft 18 schön gebunden ä Mk 50.—.