Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 22 (9.6.1921)
- Date
- 1921-06-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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ihlchev altucn. au De ebrhdji enszle» Witt? ifffl?'*) iifclluc- IICIICII OtlClk'P ilfaiueo habe» idischr bische», Drama stehen -J mb bei 8 ’ i a l> j-5mei.ilifibi|(i)>- n ca; ■")H c o. iegimiv beton I tSiijeii iirtiijen imenev Lesen» ig vor d a ü i e 8 e l banne,i »nächst an lisch einem »drei , steiger '«fl im uschen, « selbst in ba-5 stiege i t, von J-mtttb, en zur. au ba-3 Rosse, icfäitbe, et Ge Schnee rgossen Goldü Zchnee iel ge- , eine» Felsen >e, ba-5 >i trat che Ge richtete if ihn. schnieiastge :r sein Laute, iberias nb ber iebliche tinune, itfc erolenws i Singe tef aus Nischen reit' tut hereinite ihn Wohl- Wohl- :u An tzatrika st dem Nr. 22 | Conditorei und^Caf6 Wilhelm Wendel . Aljtigass« 6:; ' ■ -.ri TelefoirHansa 1288. f | Frau klarier Breul en u.Betniänneheu. letzten Stufe bei Lebeiisschau bereitet unb ijcläutert ihiizmitckbaiuit in die Lpiegelsläche, anS der er ihn iieroor Ichvst. Itiib bei- Spiegel der vSitclfeiieii, ber üiuje wandelt füf) zu in Fenster bc» beginn», zu», (Siiujanij in eine Sphäre der -jch-Erlvsiing, der jch-Ans>ösu»g. . Mit ber smnbolischen Wefraliuiiij dieser Gegensätze Inaren die Bed ingn»gen znm Drama.in, europäischen Sinne gegeben: Kamps zwischen Wahrheit und Spiegelivahiheit, zwischen dem Menschen »nb seinem „Feind". ,\u '\bce oder Gestaltung kommen „Faust" und „Peer Gi)»i" hier nahe, Kristallisaüvne» dieses Konslilts. Hier.aber liegt dcx.Schwerpunkt anders: nicht der Kampf mnstle gestaltet loerben, er ist nur magisches Spiel, Durchgang zur Sphäre des-Gewesen'Sein». Hier ist kein „Held", nur ein Shni.bol für den Weg mit all seinen Verzerrungen (die .einen liefen Sinn. ei»..tiefes Fiel haben): Spiegelmensch. Er, nicht Tlianial, gibt bem Spiel den Rainen. . ES liegt also ein klare-? Prinzip hier vor: nicht etwa, daß gegensätzliche Pole, die im klassische» Geiste als Drama in tektonischer Form ansstrahleii tonnten, liier so nniniltetbar wirtten, daß diese Form -zerrissen worben wäre. Picht ein Answirken lvSmischer Prinzipien g e g e n e inan b e r, wie bas europäische Drama sie kannte, ist hier gezeigt, sondern, da-? Ansivirken eine» kosmischen Prinzip» in sich selbst, ltnd dies gibt den Sinn eine» neuen nicht-europäischen Dramas. Zn sagen, wieweit ba-5 den Ginstellnngen des-asiatischen und zumal denen des in bischen. Schvpjergeiftes, entspricht, ginge über den Rahmen dieser Ausführungen, jedenfalls müßte dabei Asiens . Stellung zum jch nnb zur Sinnenwelt den Schlüssel der Betrachtung geben. Wersels neues Werl zeigt Ziel und Weg unseres Dramas: es ist. nur eine Station ans diesem Weg. - . Den» diese neuen Prinzipien sind eher erahnt als tonsegnent gestaltet. Der .Kamps zwischen Mensch nnb- Zpiegelinciisch ist iiiiiiicrbin nott> nefentlich — ein .Rest de» alten Dramas. So bildet die Schöpsnng noch leine Einheit im ästhetischen Sinne. — Aber nur im ästhetischen Sinne! Denn über dies hinaus müssen wir mitiiiiiinc» vor der Uimtittelbärfeit dieser burchbliiteien. leidentsachteii Pisionc». M n n ch e n. z>t lfred j a r o h. Literarische Rundscha«. „Freie zionistische Blätter." DÜS zweite (April-) Heit der „F re ic u Fio» istilirlieit Blatt e r" (Heransgeber: Dr. j. Klankin und Dr. Iti. Gotdmann) liegt vor. Bemerkungen „Für Lage" macht lüiichiiiii Goldiiianii: er bespricht die Perspiial-Beränderiiiigeii liimrrhalb der zionistischen Exeluiive, ohne seine Iliiziisriebeii- Iliiit über die „diktatorische" .'Art der Ren Ernennungcn ly.t verbergen, warnt davor, allzu große Erivariungen hin- Ijichtlich der Ergebnisse des bevorstehende» .Kongresses z» I liegen »nd erklärt eS für'die allgemein bedeiitsamste Aas-. Iihibe der Kongresjtaginig,-den nationalen, volkiimfasseudeii Iliharakter der zionistischen Bewegung erneut für die wei- Itiic Zukunft zu bestätigen und sestzulege»: män must ihm [»'- diese n l.tzten Punkt znstiiümen. Han-:- K»h n he.rachick. I»»b erörtert die „Ausgaben der Stnnbe" unter-dem allmei,leinen Aspekt der Regenerierung des jüdischen.Volkes; ch» erwähnen ist aus dem Aufsatz vor ailem die enischiebene iKetotiinifl der Aotiveubigkeit einer Berstänbigiiiig mit den ^Arabern. In benirrkensiverten Ausführungen beleuchtet ü » gen H ö f l i ch bas allgemein noch wenig beachtete Pro-!l'lcm: „Der BolscheivismijS nnb die Besreinug des Orients", luäiiilich. die Selbstbesreinng aus der politischen Bviinuiid- |jrt,rtft enropäischer Mächte. Welche Rolle hierbei der russische Neue Jüdische Presse. Bvischi-tvisnius spielt, ist' insoweit, klar, als er bie p a ui s laut t s ch e, gegen Englaiid und Frankreich gerichtete Be ivegung mächtig fördert nnb damit den „ZersetzungSprozeß der europäische» Hegemonie im Orient" beschleunigt. Es ist gut, schon heute den Blick ans diese — nattirnotwenbige — ZukiiiistSeniwicklnng hiiiznlenken. 'JCn-J dieser Einsicht ergeben sich zunächst zwei Grniibforberiingcii für bas jüdische Volk in Palästina: Berstänbigiiiig mit der arabischen 11 m Welt und B e r io i r k t i ch it it g des w i r t s ch a f t - I i ch e n Sozial! -? in n s. Da» ist nicht müßiges Znkniistsplaneii anf-S Geratewohl, sondern wirkiichkeitspolitische Erwägung lind Einsicht. Eine neue jdee zur „jnie,-nationalen Regetniig der Fndeiifrage" wird von E. B- S a d i n » k » in längere», sachliche» Ansfühningen verfochten. Der Borschlag lautet: Zn.r Lösung des altgemeiiieii a t i o n a l e „ P r v b k e S „ns des s ü d i s ch - »ativiialeii im besonderen ist jede Ration in einem Gesamtverbande mit n a t i ö n a len S o u v e r ä » it ä t s r e ch t e n zu organisieren, jede Ration erhält ans ihre,» l> i st o r i s ch e n Boden st a a 11 i ch e Unabhängigkeit. Die einzelnen Mitglieder einer Ratioiiaigemeinschaft, sofern sie in anderen Staate» lebe», sind somit solvohk ber Rationalmacht wie der Staatsmacht »nlertau. Staäisgeivalt unb Ralionsgewalt, jede für sich souverän^ sind in ihre» Funktionen voneinander geschieben. Der Staat besitzt Steuerhoheit für seine staatliche» Bedürfnisse, die Ration besitzt Tieuerhoheit für ihre nationalen Bebürs»iss-e. Rationen, die aus ihrein'historischen Boden keine staatliche Unabhängigkeit besitze«, habe» st a a f I i dl e A n t v n o m i e. D ies a: f da» jüdi s ch e Volk ang.-wai,dt, ergibt iotgende Berhältnisse: Alle Fnden in der ganzen Welt bilden eine organisatorische Einheit: die j ü d i s che g, a t i o ». Die l e - giSlative Gewalt der jüdische» Ration liegt in den Händeii des R a t e s der j ü b i s ch e u ')i a t i o ». ber ans Grundlage des allgemeinen Wahlrechts für beide Geschlechter im Gebiet des ganzen Erdkreises gewählt Ivirb. Die exekutive Gewalt der jüdischen Ratio» liegt in.den Händen der vom Rationale» Rat gewählten Regieeiing. Der Sitz des Rates und der Regiernng der jüdischen Ration ist jerusalem. Damit ist der Entiviirf in seine» wesentlichen Züge» kurz wiebergegeben. Was ist der Sinn de» Planes, welche Wirkung wirb davon erhofft'? Zunächst die Heranziehiing des ganzen jüdischen Volkes zicr Mitarbeit am Ausbau Palästinas. Andererseits, voin Stanbpiinkt der Gatiitindenheit gesehen, wird die Herstellniig eines engen Konnexes zivischen Diaspora nnb Erez jisroel von groher kulkurelter Bebeutiing vor aileni für bas Galut werden. ssLir halte» den Grniibgebanken des Eniwnrss für selir gnt. Der Plan könnie recht bedenlsain werden, ivenil er nämlich in der nächsten Zeit — der Zeit des Aizsbans von Erez jsrael — verwirklicht miitbe. Denn — darüber »et man sich bvch im klare» — der Wert des Plansliegt < .in erster Linie bnrchans in seiner Bedentung für Palästina, nicht für das Galni. Der- OrgaiiisatioiiS-entlviirf, als Leistitng sehr anerfennenstvert, kann jedoch erst onrchflefnhrt werden, wenn eine allgemeine, iuternakiottale Regelung des »ativiialeii Problems laut jenem Programm getiossei! ivirb. Eine Hoklnnng ans lange .Frist ~ - ein schivarher Trost. Abgeschlossen Ivirb bas Heft von.Glossen, beiten man teils ziistimmen, teils widersprechen miih. —tz. Kautsky: „Raffe und Andentum". Nichts ist leichter und „selbstverständlicher" als kühne Znkuiifsgebanien für wirklichkeitSferiie Träume, für müßige Spekulatioiieii ohne RealitätSwert zu erklären. Ziiweilen -aber auch nichts falscher und kurzsichtiger. Man kann entschiedener Evolntionist sein — iuie der Marxist par eerellence K a r l K a n t s k h nnb die i.e'chichtSsorme.-de Ulacht der — nationaleii und religiösen — Idee oder, wenn man ivill, Itlnsion im Leben des Eiiizelnen und der Genieinschaft anerkennen als Folge tieferer Gesetzlichkeit in der Entwicklung. Auch die Idee ist im Grunde historisch nvtlvenbig, historisch bedingt, ihre — auch unvollkommene Perwjrllichmig — ein vorbestimmter realer Für die Reise! m Wir tuchen Stellen für Pf Ittgerinnen (Wochenbett u. Kranke), Ansbilfen- und Monatfranen. Arbeitsnachweis für weibl. FBrsorge, Langesti asse 30II. Sache im Ostend noch Steife als Putzfrau od. Schabbes* frau. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. (wie Abbildung) aus modernem Homespunstoff ]ad<e vollständig mit halbseidenem Serge gefüttert Brfinn Adlergasse 9. -U Mk. 590.- Zeit 127. Zionistische Parteiliteratnr Uebr. Lehru. Wörterbücher NeuhebriHsche Literatur Rabbiiiische Literatur Uroeses Antiquariat Wiederverkänfer überall g c - sucht. Katalog gegen Einsendung von Mk 1.— Nenerscheinnngen: llickls Jüdisch. Volkskalender 21. Ja! rgang, hr. Mk. 10 - Pinski l>aw«d: Ausgewählte Erzäblung. Autorisierte Üeborsetzung v. Herrn. Blumenthal, eleg. gbd. Mk. 14.— . Owuloth, Doppelnummer 5/6 hr. M. 10.—. Ocvrulotbband, Heft 1-6 schön gebunden ä Mk. 5.—. Seite 5 Ostend -jßpofhefte II. Ploohuiann. Verwalter Hanauerlandstr. 2 Telephon: U. 2802 Lebertran,., Wert. Kautsk» aber kennt uvie i>>. seinen übrig.-u Werken) in seiner Schrift: ,.R a s i e it n d j u d e » t n m" {-■ Ausl., bei j-- H. W. Dietz, Stuttgart. 1 '-*ii 1) mir die wirtschaftlichen und sozialökoiiomischeii Tatsachen von Gestern unb Hente. llud überträgt seine Gcschichtsauisassiing restlos auf. die jüdische Historie. Den so viel und so oft »lißbrauchien Begriff der Rasse sucht er ad absiirdnni zu führen': nü£ Recht. Falsch ist bei ihm die radikale uiiterschiebS-» lose Ablehiiiiug des RassekriterinmS. Da»i: und mit bciE wirtschastlicheil Tatsachen will er die Rolwendigkeit deic llliislösiiug der Gesaiiiljiibenheii i» der eiiropäischeu und anterikanischen Menschheit begründen Die Rorivendigleit be>- Assimilatio» und die Unbaiibaikeit. die Ui>dnrchfül>rbarkcik deS Zionismus in Gegenwart und naher Znkiiiifi. D>rft Knntjki,'» ülonomijch kluger Rat an das Welrindenti-ni, im den übrigeit Böikerit völlig „nd jür immer ttitteeziiiaacheu. nicht ganz »en ist, wird auch ihm iclbst bekanitt »ein: der Sclbstmordnnb Selbstzerstörnngsgedanke wurde Nits zweitausend Fahre und i.o.li -m-.-hr täglich »>ik guten Worceu nnb vor allem mit lumai'r Geivalr natzegelegt. Wir ltzibeir ihn immer ivieder. unerschüttert in unsere», uatiumitcir LebenSwilleii, beiseiiegeschoben. Ziocitauseiid Fahre lang, tlin min, nach einem jahrhnnd.'rt volitischer Enianzipatioi» unsere BolkSeinheit aiifziigebeii, mit unfercc nationalen Kultur zu brechen, ans die jdce unserer Renaissaiice, der natu* Halen, sozialen, iulturellen Erneuerung in Erez FSraek zw verzichte»'? Eiil absurder Gedanke: für den. selbstbeiviißteii jildcic uiierträglich, sinuloS. Gegenüber Kautjkn ist zu berone»: ein Volk, das den W i l l e » z „ m nationalen Leben hat. kann als Volk ui ch t ft e r 6 c tt, zumak ein Volk von einer solchen iiaiioiiatcn Litilität wie bie zjudeii. Der Zionisiiiits. diese inoderne itationa'e Bewegung de» jübischeit Volke--, hat heute bi? jnüenheit der Welt zu einem großen Teil erfaßt und in seinen Bann gezogen. Soll Palästina, potirisch uns ziierlannt, durch die iüdischck Gesamtheit nicht auch lvirtschaftlich aufgebant unb znur „Iitdenland" gemacht werben können'? Kauiskri kennt diese Tatsachen nicht oder sieht einfach darüber hinweg, um nichts in seiner in k. Auflage Ende I!>l t -!> erschieneiien Broschüre revidieren und änbern zu niüssen. Er behaitptrt heute-, ganz im Stile der alten Zionistriigegner, steif unb fest, mit beneibeitswerter Sichertieit: „Der Zionisnius ist eine undiirchsührbare Utopie". Für den verbohrte» Marxisteir Kantsktz —. nicht für nn» naiionate jnden, nationate jdealisten. Nicht die zweiielude. billige Kritik kübler Znschauee wirb enkscheiben, sonberii n n s e r e T a t. K. S ch a k k o w i tz. Reue Bücher. ...Klarheit", ei» Ronian des Franzosen 'Hat? b i,} s e (bei Utax Rascher. Zürich! ist ein Belciinknisbuch, ein Dokiimeiit der Weltaiischaiiiing des Künstlersi.-D.ie Wandlung eines Menschen >'„jch"l von iiiihelbischei» Egoisinns iniib geivisseiiiosem Etzauvinisniils zur Ge»lei»jchaftsgesiu- »n»g, zur Wellbürgcrlichkeit — eigene Wandlung BarbnsseZ -- vollzieht sich in dem Roman mit eherner apitchsc Roc» wendigkeik, gedanUich überzeugend, nur häufig ohne dipia iiiisch-kebendigen Rhntiiinu» und innere Spaniiung. lieber St. Marcus' Roman: „Das verlorene Paradies" (Thespisverlagi ist kein Wort zu verliere»: es ist eine »imwral-isäi liiiästhctische 'Angelegenheit, die mit wahren Knust nichts zu tun har: ein Machwerk. Und die Papienwt'? —tz. f— ---V Neuheiten; in Sportjcicken Wolle und Seide. Nur ciätklo&bige Pahvikote, Höglmciyr & Bonitz Steinwc^ ir.- Spezkilhatis füt (eine Sportjacken tir.d Blusen. <___^ ''