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Neue jüdische Presse · 1921-05-12 · Heft 18 (12.5.1921) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 18 (12.5.1921)
Date
1921-05-12
Page
Seite 4 (sequence 6)
Language
German
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' Nr. 18. Ente 4. Eene ZMWe Vrche. Nr. Lea Lsav Kiwstlerspiele Kaiserstrasse 69. Beginn 8 Ulir. Tel. Hansa 5516. •"=■; täglich 4;lJfcr-Te© — - - nnter Mitwirkung erster Ennetkräfte. Bad Nauheim. Zionisten treffen sich jeden Mittwoch 8 llfjr abends, iu der Villa „Valeria» d", Zeppelinstraffe. Aus der MiSrachi-Bewegimg. Wien. Rabbiner Moritz K r a m e r, der Führer des Misrachi in Wien, eine ungetvöhnlich sywparhische Persönlichkeit nnd ein Gelehrter von großen jtitHjVtat W-sfeu, ist im 71. LebeMjahrc verschiede n. Perso»«1ie» A. ttei«e Mttteitu»ge». Berlin. Die Repräsentanten der jüdischen Gemeinde — d. h. die liberale Majorität — beschlossen, die Entbinduiigsabteiliiiig des Krankenhauses zu schließen, um dadurch 140090'Mt. zu spare»: dagegen bewilligten sie der Rcforingemeinde, die statt des Sabbats deif Sonnttzg feiert, 150 000 Mk. Subvention, damit den Miltzo^ nären der Ncformgenieilide' ihr ' Judentum 'nicht zu viel kostet. ' Setlta.. Die „Welt amMontag" schreibt: „Wenn ein Antisemit aus »patriotischen Motiven" ausfordert, die größte Zierde der deutschen Wissenschaft, Professor Albert Einstein abzuk»allen, ifö hält das Gericht dieses mit 1000 M., der Staatsanwalt gar mit 500 M. für gesühnt. Man fragt sich, wieviele Jahre Gefängnis unter; Wilhelm II. wohl ein Journalist der Linken bckoiinnen .hätte, der aus patriotischen Motiven zur Ermordung eines Kriegsverlängerers aufgefordert hätte." Frsnktnrl «. M Nächsten D-enstag nnd Mittwoch tagt hier in der FrMikfurt-Logc der R a bb i n e r-Be rband in Deutschland mit seinen Unterabteilungen. Forst. Prediger Max Pulvermann ist —73 Jahre alt — plötzlich verschieden. Er hat sich als. Verfasser jüdischer Romane bekannt gemacht. Wien. Markus Bondi Sohn des Mainzer .Thoragelehrten Samuel Bondi s. 91. und Vater' des Mainzer Rabbiners Dr. Jonas Bondi, beging den*0!>. Geburtstag. Er ist Präsident der Adas; Jisroel-Gemeinde und der, Talnrud Thora. . Budapest. Minister o. D. Eugen Beniczky, ein Führer der Antisemiten, hat eine reiche, ungetanste Jüdin, eine Tochter des Börsenagente» und Gutsbesitzers Berthold Blunr, ziu: Frau. — 91» den Budapester städtischen.Schulen wirken als Leh re r: 4408 Ehriste», 81» Juden, 102 getaufte Juden und 5 Konfessionslose. Nach einer der letzten Sitzungen des Genieinderates zu schließen, dürfte nunmehr auch Billig» EeivgonboilLbLuIs iu k|aeb-, BDpo*i Schreib* masoblnantlschen, Stühlen, Sesseln, ' eiserne Kontor-Schränke.. yrfeya,B5ro-Einrichtiingen>TiieaterpI.i4 eine systematische allmähliche. Säuberung des Lehrerstaudes von 'Juden vor sich gehe». - Minsk. Hier, wo er feit fünf Jahren wohnte, vrrschied im Alter von 84 Jahren 'der Gaou und Vorsteher der Jeschiwa in Woloscin, Rabbi R a s a e 1 S ch a p i r a. Vor seiner Wolosriner Zeit war er Raw in Bobroisk. ' Araukfurter Berichte. Frankfurter Veranstaltungen. Talmud-Thora-Verein. (Hörsaal Gemeindesynagoge Börneplatz.) Samstag, »ach Schacharis: 11: Schulchan 9lrnch (Unna)*), 3:iA : 9fafd)i (Lipiiisky), », Stunde vor Nacht: Mikro (Unna). ■ Sonntag, nach Schacharis: Mischna- (Groß), 9Vi: Schulchan 9lruch (Lipiiisky), ->, Ttd. v. Rächt: Menanras - Hmiioanr (Dr. Brau»).' Montag nach. Schackyiris: Mischna (Gros;), -1', Stunde - v. Nacht: Menanras Hamoaur (Dr. Braun). Dienstag, nach Schacharis: Schulchan 9lruch (Unna), ->/r Std. vor Nacht: Ncwiim (Unna). Mittwoch, nach Schacharis: Mischna (Gros;), Gtyi: Chauwaus halewowaus (Dr. Braun), */« Std. v. Nacht: Menanras Ha»ioan»(Dr. Braun). Donnerstag, nach Schacharis: Schulchan Aruch (Unna), 81/2: Gemoro (Unna)*), 3/i Std. v. Nacht: Menanras Hamoaur (Dr. Braun). . Freitag, »ach Schacharis: Mischna (Groß). Fortbildung für Knaben: Samstag, 3 >4: Schulchan Aruch - (Abt. A. Dr. Unna, Abt- B. Groß, Abt. 6. Dr. Brau»). Dienstag, 6: Schulchan 91rnch (Abt. C. Dr. Braun), Mischna (Abt. A. Unna), Mittwoch, 6: Schulchan Aruch (9lbt. ll. Gros;).' Donnerstag, 6: und Freitag, 4: Gemoro (Abt. .A. .Unna). " ' Schiur f. Damen: 'Mittwoch, 6>,4: Diniin (Unna). I ü d'. F r a II e IIP c re i II i g II n g , Langestr. 26, Mittwoch, 7i/ä: Hesped aus Frau Rabbiner Dr. Breuer s. 9l. ' (auch Herren haben Zutritt). 9lg. Jisr.-Jngendgrnppe, Sonntag, 8vorni.: Raschi (Oppenheimer), 2>,4: Tillim. 8: Hebräisch»), Montag, 8>4: Büro, 0: Gemoro (Dr. Ehrmann), Dienstag, 8: TesiUo (Kaufmann), 0: Gemoro (Dr. Hofmami), Mittwoch, 8: Diinni (Munk), 8>,4: Sprechstunde d. 9lngestelltrnausschiis;, . 8:!/i: Rewiini») (Unna, Kl. Oberinainstr. 30), 8: Gemoro (Dr. Ehrmann), Donnerstag, 8: Versammlung, Samstag,!>»/-:' Gemoro (Dr. Posen, Tiergarten 38), II: Gemoro (.Haipern), 11;1/i: Mischna (Hirschberg), 4: Gemoro (Dr, Hofman»),. 5: Gemoro (Oppenheimer), Mädchengr), Montag, 8>4: Dinini (Schachiiowitz), Mittwoch, 9: Tauro (Dr. Ehrmann), Samstag, 11>/»: Sidra (Kahn), 4: Tauro (Hirschberg). - . . Frei c s I ü disches Lehrhaiis, Eschersheimer Landstraße 27, Mittwoch, , jüö. Wissen (Dr. Rosenzweig),. 7l4 : Jüd. Literatur (Rabb. Dr: -salzberger), 8>4: .heilige Schrift (Dr. Strauß): Donnerstag, (>',4: Die 10 Gebote (Robb. Dr? Lazarus). ' 'Agstdäs'-Jisröel Orts - u.?Ju gendg ruppr. Donnerstag, 10. Mai^ 8 Uhr findet im Volksbildniigsheim, Saal 2, Berichterstattung über die Sitzung des Zentral- *) ReligionFschnle Hermesweg 27. ») Auch für Damen. gelegt hatte. Roch schwebte ein Schatten der alten republikanischen Formen über diesem Platze, wen» auch , nur als ciiie leichte Staubwolke, welche die verzehrende Sonne des kaiserlichen Despotismus, nicht zu schwächen oder _abzukühlen vermochte. Die kaiserlichen Dekrete wurden dem - versammelten Senate verlese» und dem versammelten Volke bekanntgeinacht, um die'stolze Floskel Senatus Populusque Ronurnns zu rechtfertigen. Auch heute strömte das Volk von Rom aus dem Forum zusammen und scharte sich Kopf bei Kopf um die marmorne. Rcdnerbühne und füllte den ungeheuren Raum des Forums .mit dichtgedrängten Massen an. Aber es war längst nicht mehr das Volt, das in seine Comitieu geteilt und mit seinen Tribunen voran in ernster, .männlicher Haltung seine bestimmten Plätze einnahm, und aus. dessen Mitte jeder Fremdling, jeder Niedriggeborene, jeder Freigelassene verbannt war, so das; nur der legitime römische Bürger hier erscheinen durfte. Ein unabsehbares Gesindel iu den verschiedensten' Trachten, von der verschiedensten Gesichtsbildung und Gestaltung, die .Hefe des Volkes,, die. aus allen Weltteilen zusaiiimeiigeslossen schien.und den schmutzigen Niederschlag uckler Völker und Länder bildete, drängte sich aus den Kanälen der ln bas Forum sich mniidenden Straßen wie in ei» ungeheures Bassi» zusammen und flutete so lange durcheinander, bis es an Raum zur Bewegung gebrach.- Die Sonne stieg bereits zum Mittag herauf und brannte viifdie Köpfe her versammelten Menge, aus welcher Stimmen der Ungeduld hervorbrachen. Ein dumpfes Gerücht war Durch die Stadt gegangen, daß' es eine große, bis jetzt unbekannte Maßnahme gelte, welche aber "nicht das gesamte Volk, sondern einen Teil, einige sprachen schon von Hm Juden, treffen werde. »Die zusammengeströmte Menge wiegte sich daher in dem doppelt erfreulichen Gefühle eigener Sicherheit und eines stauncsiverten Ereignisses, das ihrer warte. Endlich erschienen die Liktorenreihen der beiden Konsuln, welche unter dem Ruse:'„Es lebe der Augustus Constantiusr Platz den Konsuln!" die gaffende'Menge auseinandertrieben. Langsam und im Bewußtsein ihrer Würde schritte» die beide» Konsuln nach den kurulischcn Sitzeil zu beiden Seiten des Rednerstuhles und ließen sich auf sie nieder, von wo sie die harrende Menge überblickten. Bald darauf betraten ^ÜL-LiltLrüiKrLs^Praetors die.Grenze des Forums und gedie Wogen des Volkes wieder und drängten sich vorwärts nach der Rednerbühne. Den» obschon der Praetor ein Mann von außerordentlicher Lunge sein mußte oder sich Lurch einen solchen ersetzen'ließ, so hatte doch das Forum eine so nugehenrc 9lusdehnung, das; nur der vordere Menschenknäuel die Worte deutlich zu vernehmen hoffen durfte.' Der Praetor trat vor ^md cnifalteie ein langes Pergament. Ei» allgeineincs „still! still!" erfolgte und störte länge Zeit die Ruhe. 9lnf seine 91lirede.au die' Eivcs romaiii ließ er keine Schiiicichclworte folgen, >vie es ehemals zu geschehen pflegte, leine captatio benevolentiae, keine Bitte ch» Gehör, keine Worte der Hosfniiiig, daß daS weise und .einsichtsvolle Voll' dem Beschlüsse des Senates seine Zustimmung geben werde, sondern nur Blicke der Verachtung über die versammelten Hauscii schweifen. Bon der Majestät und Weisheit des Kaisers sprach er, von seinen Heldentaten und seiner uiibegrenzten Fürsorge sür das Wohl des Volkes. Heute fügte er nun noch «inen Wortschwall über das Heil der . Seelen, über den Glanz uiid die Macht der Kirche, über den Sieg der Wahrheik und das Verderbnis der hartnäckigen Ketzer hinzu. Die Langmut sei erschöpft, die Geduld bis auf den letzten Tropfen verbraucht, - es gelte mm, jede Schonung bei. Seite zu setzen uiid die Gefahr der Gläubigen nicht zu -mehren. Doch eines klang aus alten Zeiten .wieder: Rom lvurde auf den-Gipfel der Welt erhoben, ihm die Siegerkrone über die Menschheit dargereicht. 9lber ehemals war cs die Macht und die Herrschaft der Welt — jetzt die Heiligkeit und Göttlichkeit seiner Stätten. Es wurde übersehen, daßwie Rom ehemals die Götter aller Länder in seinen Mauern versammelte - und sich so nur zmn Piedestal dessen machte, was die Völker als göttlich verehrten: so auch jetzt der Glaube aus einem eiftlegeneir Winkel des Ostens gekommen ui^i sich Rom unterworsen hatte. Es: tat, als ob es bk von der Vorsehung erkorene Gcburtsstätte und der allein geheiligte Platz der neuen Religion sei; doch wie dem auch sei, der Praetor ging nun aus seinen eigentlichen Gegenstand über. Allerdings hatte man damals noch nicht die Stirn, die Inden für den 9lbschaum der Menschheit zu erklären, sie als gefährliche Feinde der menschliche». Gesellschaft zubrandmarken, ihnen die feindseligsten 9lbsichten und verbrecherische Künste zuzuschrejben. Teils war man hierauf »och incht gekoninieii, teils scheute man doch »och die öffentliche Meinung und (die ällbekanute Wahrheit.zu.sehr, um ihr geradezu ins Ge- ^MM^Mgggz^MgjtMußte(erji.die Juden aus der ganzem lefcfi M- M IlMll-MW-WM Bergerstrasse' 149. " ' H. 4642. . — ottenwernlohlunn unter Garantie. "•* rates in Wien statt. Die hiesige» Teilnehmer a» der Konferenz werden referieren. Allabendlich 3/i Stunde vor Nacht doziert Dr. H o f - »i a n n über Eiiisührung in den Talmud. Die 9l. I. J.-G. veranstaltet in diesem Sommer regelmäßig Ausflüge. .Der erste Ausflug findet Sonntag, 15. Mai, statt und zwar für die männliche Jugend nach Cron-. berg-Feldbcrg-SanbpläckKn-Honiburg (Treffpunkt: 7\4 Ilhr Hauptbahnhof, Hauptportal), für die weibliche Jugend »ach .Hohemark-sandplacken-Fcldberg-Croiil'crg (Trcfspimkt: 814. Uhr Schauspielhaus). ’ - ( Jüdischer Turnverein, I. T. V. Heim und Büro: Unterlindau 21. Turnzeiten: Herrenabt.:. Mittwoch, 8, Kliugeroberrealschule, Mauerwcg 1; Zöglingsabt.: Montag, 8, Dentschherrnmittelschule, Deutschyerrnkai 17 (Frankensteinerplatz); Knabenabt.: Montag, 5 Uhr nachmittags, Klingeroberrealschule, Mauerweg 1; Damenabt.:-Donnerstag, 8 Uhr abends, Herderschnle, Wittelsbacher Allee 10, Mädchenabt.: Donnerstag, 4 Uhr nachm.. Herderschule, Wittelsbacher Allee 10. — Jeden Dienstag abend 8'/e, Unterlindau - 21: Heimabend. Literarische Rundschau. Jüdische Geschichte. (Von der Zerstörung des erste» Tempels bis zur Gegenwart, in Charakterbildern dargcstellt. von S. M ü l l e r, niiter Mitwirkung von'Dr. M. B ec rm an ii (He'ilbronu), I. B. M e tz l e r s ch e B ir ch h a 11 d l n 11 q, S t uti - gart, 483 S., geb. 24 Mk.) ' . Die Iü d i sche Gesch i ch te vo» S.- M ü l-ler ist in erster Linie für eine erste Belehrung, für eine Vvrberoi: tuiig zu wgitereiir, vertieftem Studium geeignet und Wohl auch bestimmt. Es ist klar, daß jüdische Geschichte auch „nur" innerhalb des zweieiiihalütauseiidjährigcn Zcitraiiiu.» von der Zerstörung des ersten Tempels bis zur Gegenwart iu einem Bande nur in groffepi Umriß, mit Beixcitelassen vieler auch weseutlickier Eiuzelheireu dargestellk werden kann. Zweifellos: Jüdische Geschichte in eineii; (verhältnisiiiäffig) kleinen Buche bleibt immer Fragmem und Extrakt, die tieferen Ansprüchen nicht genügen. Ein solcher kurzer 9lbriß der jüdischen Geschichte hat daher nur Sinn und Wert als erste Eiiisührung und Anleitung zu tveitercr Beschästigung mit der Historie des jüdische!; Volkes. Das Buch Müllers dient dem Zweck einer ersten Belchrmig sicher und zuverlässig. An Hand von Eharakterbildern bedeutender jüdischer Männer (von den.letzten Propheten über die Tanann. und Amoraün, über Jchnda halcoi und Maimonides bis zu Moses Möntefiore' und Crömieiix) wird der Verlaus der äußeren und vor allem der kulturellgeistigen Entwicklung des Judentuiils dargestellt, übersichtlich und mit strenger Sachlichkeit. Rur ist .in, dem Buche Conditorei und Cafd Wilhelm Wende! Altegasse 6 Telefon Hansa I2S8. Frankfurter Brenten u. Betmänncheu. Gesellschaft ausschließe», sic in eine Stellung und zu Beschäftigungen zwingen, welche sie dem Volke 'in mißlicheni Lichte sehen ließen, — dann hatte man einen scheinbare» Inhalt, sie zn verurteilen und zn verunglimpfen. Sondern der Praetor begnügte sich mit.der Behauptung, daß es notwendig sei, zwischen den Gläubigen und Iliiglänbigeii einen Unterschied zu machen, jenen die ihnen gebührenden Vorzüge, diesen die durch ihre Hartnäckigkeit verschuldeten.Nachtcile zukoiiimen zu lassen, und die erstcren vor de» gesährlichen Berührungen mit den'letzteren zn bcwahrKi. Ans der iinerschöpslichen Onelle des väterlichen Herzens seien daher die folgenden kaiserlichen Befehle 'geflossen: Zuerst wurde das Dekret des Eoustantiu aus dem Jahre 321 bestätigt, durch welches den Juden, das Recht, von den Knrialpflichten frei zu sei», genommen tvorde», wodurch, da jene. Pflichten nur als eine Strafe wohlhabender Bürger, die sich eines Verbrechens schuldig geinacht, angesehen wurden, die Juden alis - der Reihe der höheren Bürgcrschast.hcrausgestoßen wurden. Zu zweit wurde den Juden bei Strase der Konfiskation alter Güter verboten, Sklaven zu kaufen und zn halle». Alsdann wurde die Ver heiratnng zwischen Juden und Christen mit der TodeIstrasc bedroht. Endlich wurden sie vom 'Kriegsdienste ausgeschlofsc», uüd alle, die jetzt unter den Massen ständen, sollten „ohne Beiilcksichtigiing alter Verdienste" sofort entlasst» werben; ebenso wenig sollten sie das Recht zu advozicrcn -behalten, „ivenir sie - es auch nach 'dem Prärogativ der .Geburt und dem Glanz der Familie erlangt hätten"; ja, jede-Ehrenstelle und Würde, jede Verwaltung eines bürgerlichen Amtes sollte ihnen versagt bleiben, und wervo» ihnen bereits zu einer Ehrenstelle gekommen sei, sollte unter den Pöbel gerechiiet werde», „wenn er auch die ehrenvolle Würde verdient hatte."*) 9lber mit allem diesem war man noch nicht zufrieden. Der Praetor fügte Hinzu, daß" cs der .unveränderliche Wille des Kaisers sei," das; die in Rom ansässigen Inden binnen zweier Monate das 'Weichbild der Stadt mit aller .ihrer beweglichen Habe verlasse» und ihre unbeweglichen Güter veräußern sollte». (Fortsetzung folgt.) *) Wörtlich nach den desfallsigen Novellen im jrheodosianischen Codex... - . - : nicht, d. stes';zch fassung scharf ai zag und icnS 811 Fehlt d und dil gung i und inn neuen j( cs nicht des Buci und sei .«rt Die hcrausgi cssierter, stigeu S zustellcii neuer A Die die Reti mit ihr Kraft r „Di Dorothe - (G Baue, Zürich, (Hi trübt rich Mi « (D salu> Wi scheu B gang de ivurzelu wir wis reden, u Väter c lvicder Erz rend al fremd - Zerrbili leicht a. T "81 Ne Haie Lach '7 V ■iU

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