Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 10 (11.3.1921)
- Date
- 1921-03-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10. €eöe 4. \ Neue Jüdische HresZe. A.l.Thissen Stets Eingang WM- Neuheiten in Tapeten *98 Teppiche Läufer Verlagen 20 Nene Mainzerstrasse 20 Koke WeissfrauenBirasse. Telefon : Hansa 1784. begrüßen, so werde ich gegen dich Feldherren, Legionen und Reiter senden. Und fragst du: welche Feldherr», Legionen und Reiter hat der König Salomo? so wisse: bas Mild des Waldes sind Eine Feldherren, die Vögel am Himmel meine Reiter, die Geister, Dämonen und Lrliths meine "Legionen, die euch in euren Betten erwürgen; das Wild des Waldes tötet euch auf dem Felde, die 'Vögel des Himmels verzehren euer Fleisch." Als die Königin Saba den Inhalt des Briefes erfahren hatte, machte sie aberinals einen Rist in ihr Kleid -und ließ die Alten und Großen des Reiches holen und jagte zu ihnen: „Wisset ihr nicht, welche Botschaft der -König <Salomo an mich geschickt hat?" Sie aber antworteten: ,FSir kennen den König. Salomo nicht und achten nicht seiner Herrschaft." Sie aber kümmerte sich, um ihre Reden nicht und ließ alle Schisser rufen, denen sie -dem König Salomo zu bringen Ringe, Perlen und Edelsteine zum Verladen gab und schickte sechstausend Knaben und Mädchen, die alle im gleichen. Jahre, gleichen Monat, glichen Tage, zu gleicher Stunde geboren, gleich und gleichen Wuchses waren; alle waren sie in rgewänder gekleidet, und durch sie schickte sic dem Salomo folgenden Brief: „Von der Stadt Kitor nach dem sieben Jahresreisen entfernten Lande Israel werde ich nach Verlauf von drei Jahren zu dir kommen, um Fratzen an dich! zu stellen." 4kach Verlauf von drei Jahren iam die Königin von Saba zum König Salomo. Als der König hörte, daß sie - fcnune, schickte er ihr den Benajahu bar Jehojada! entgegen, der schön war wie die Aiorgenröte, der dem Gestirne Venus glichbas hervorlcuchtet unter den Sternen, der Rose gleich am Wasserteiche. Als die Königin Saba den'Benajahu sah, stieg sie von ihrem Wagen. Auf dessen Frage, warum sie dies getan, sagte sie: „Bist du denn nicht der König Salomo?" er antwortete: „Ich! bin nicht der König Salomo, ich bin nur einer der Diener, die vor seinem Angesicht stehen." Sogleich wandte sie sich zu ihren Großen um mit dem Gleichnis : „Nicht den Löwen sehet ihr, ihr sehet seine Klaue,'ihr sehet hier nicht den König Salomo, chr sehet den schönen Mann, der vor ihm dienmid steht." Benajahu geleitete sie nun zum König. Als dieser hörte, daß die Königin Saba nahe, nahm er seinen Sitz in seinem Glassaale. Die Königin, in der Meinung, Salomos Thron stände milten im Wasser, hob ihre Gewänder hoch, daß sie nicht naß werden, bei welcher Gelegenheit der König bemerkte, daß ihre H. Plochmann, Verwalter Hanauerlandstr. 2 Telephon: H. 2802 Reeippnnlvnr bestens bewährt, zahlreiche Annasierpmver,artrcnnnntratl Proben gratig Füße behaart waren. Da sagte der König: „Schön bist du wie ein Weib, dein Haar ist aber wie das eines Mannes, für den ManN ist solches schön, für das Weib häßlich." Ta entgegnete sie: „Mein Herr und König! Ich werde dir drei Rätsel aufgeben, löst du sie, so' werde ich erkennen, daß du ein weiser Mann bist, wenn aber nicht, so bist du wie jeder andere Mensch." Min fragte sie: „Ein Brunnen aus Holz, der Eimer aus Eisen, er schöpft Stein und bringt Wasser hervor?" Er antwortete: „Das Schminkbüchschjcn." Ta fragte sie ch» dann toieiter: „Staub aus der Erde hcrrorgegangcn, seine Speise Staub von der Erde, wird ausgegossen wie Wasser und bescheint das Haus! Was ist das?" "; Er antwortete: „Naphta." Ta legte sie ihm ein Rätsel vor, das an Dunkelheit alle übertraf: „Es schreit laut und jäimiierlich, sein Haupt ist wie Schilf, eine Zier für die Freien, eine Schande für die Armen, eine Zier für die Toten, Schande für die Lebende», Wonne für die Vögel, Verderben den Fischen?" Er antwortete: „Das ist der Hans." Tarauf sagte sie; „Nicht habe ich den Gerüchten geglaubt, bis ich hierher gekommen und meine Augen es gesehen. Nicht die Hälfte ist es, was mir von deiner großen Weisheit erzählt morden ist, heil deinen Männern, heil diesen deinen Dienern!" Er führte sie dann in seinen königlichen Palast, und als sie die Größe und seine Pracht sah, pries sie seinen Schöpfer sind sprach: „Gesegnet sei der Ewige dein Gott, der an dir Wohlgefallen gefunden, dich aus den Königsthron zu setzen, Wohltat und Gerechtigkeit zu üben!" '■ idefs SM.- and Dwkluft-Teppidi lisipg. Bergerstrasse 149, B. 4612. W Hottenwernichtuno unttei* Garantie. Bon ver jüdischen Nationalbibliothek in Jerusalem. Im Laufe der letzten zwei Monate sind der Bibliothek 386 Bücher, 136 Dokumente und 6 Handschriften geschenkweise zugcgangen. Unter den Spendern sind zu erwähnen: American Jewish Congreß, Norman Bentwich, Verlag Gesellschaft und Erziehung, Jüdischer Verlag (Alle Publikationen der Kriegszeit), Verlag I. Kaufmann-Frankfurt, Drei-Masken-Verlag, Verlag Neue Erde, Hebrew Publishing Company, A. Asricl (6 Handschriften, die durch ihr hohes Alter, zirka 500 Jahre, besonders wertvoll sind). Central Zionist Office, Comit« des delogations juivcs, Oberrabbiner M. Ehrenpreis; Jacob Fachmann, Oberrabbiner Kuk, Ministerium für öffentliche Arbeiten Mexico, Berlag Rowohlt, de Sola-Pool, Andre Spire, Union pour la Berits, Volksverband der Juden für die Slowakei. Notizen. Band 2 Hcs „ L u a ch A ch i c b e r " ist erschienen. Es ist eine reichhaltige literarische Sammlung, die ein Spile-- gelbild des geistigen, kulturellen und politischen ^ebenI der amerikanischjcn Judenheit gibt. Bon Beiträgen (seien erwähnt: Dr. Neumark, „Zur Frage der Bibelkririk", Dr. Davidjohn, „Unsere antihe Poesie", Scheint,», „Die Zukunft der hebräischen Literatur", Seifert, „Ursprünlac des jüdischen Theaters", Saks, „Bolschewismus und die Inden" üsm. Unter der Redaktion von Jakob F i ch m a u n erscheint demnächst eine hebräische Kinberwochenschrist „Haarez" im Verlag der Tageszeitung „Haarez" in Jerusalem. Anmeldungen schriftlich : JQtä. Turnverein, Unterlindau 21, Woches-Salender. SamStag. 12. März (2. Mar II). ' Sabbat-Anfang in Frankfurt 5 Uhr, 55 Minuten. Sabbat-Ausgang in Frankfurt 7 Uhr, lt> Minuten Wochenabschnitt: Pekudei. KMLkfsrLer MuMiö«vachrtchterr. . Silberne Hochzeit: 15. März, Hermann Mansbach und Sofie geb. Löwenstein, Hochstc. 3. Gestorben: Louis Stern, 66 I., Schar,ihorststr. 35. — Olga Lion, 18 I., Waldschmidtstr. - 26. — Moritz .hraemcr, 50 I., Schadowstr. l2. — Earl Attmann, 76 Jahre. — Lena Schleedorn geb. Strauß, 81 I., Baustc. 6. Ättswartige FsmUtermachrtchreA Gestorben: Helene Abraham geb. Kann, 78 I., Windsheim. — Adolf Grünewald, 70 I., Mainz.— Ottilie Rosenau geb. May, 75 I., Kissingen. — Benno Molling, 57 I., Hannover. G-eru»es. Be: der Nationalfondskommissioi, (F. Heimann, Zeil 21, Postscheck 41441) gingen ein: Spendenbuch: Moses Isaak anl. Verlobung s. Tochter Rosel mit Rechtsanwalt Seemann Mark 500; M. Seemann anl. Verlobung s. Sohnes 100; Rechtsanwalt Jul. Seemann anl. s. Verlobung mit Rosel Isaak 150; A. Schwabocher 2 Bäume anl. Verlobung Lina Schwabacher 50; durch Salomon Sticbel von Alfred Stiebel, London 500; Sally Kahn und Frau 50; Frau Recha Scharlachj a. Namen Miriam Darmstädter 1 Baum i. Lud. Rapp-Garten 25; Herr und Frau A. Sulzbacher gr. z. Verlobung Seewald/He,mann 10; Fritz Darmstädter a. Namen von Emilie u. Fritz Darmstädter i. Lud. Rapp-Garten 2 Bäume 50; Wilhelm Grombacher a. Namen Msriam Darmstädter 1 Baum i. Lud. Rapp-Garten 25. Ges. b. Verlobg. Rosel Isaak Dr. Julius Seemann f. Landsond? 500 Mk., f.' Tachtemonischule 500 Mk., Mgeureise Mitteilungen. Herr LouiZ Spiegel hat Zeil. 39 ein "rituelles Etablissement — li n f e u. Restanratiion — eröffnet. In „Rappmauns Bunte Bühne" spielt vom 16. März ab das Jüd. Vereinigte Miniatur-Quartett aus Warschau." I» dem Leitaussatz der vorigen Nummer „Ethos und Politik" muß cs Spalte 3, Z. 21 von oben richtig heißen: . . . „Die heroische Existenzform" der radikalen Mittel „sw. bür kunstfertige Ausführung Prämiiert Düsseldorf 1902 ruostyinsfr* AtittTtlUM [nwa»tnwt«Ba| iRsnataromun, Moderne MM feinen Anstrich n. Lackierung führt preiswert aas. ——- Ia. Referenzen. — W. Beclier Hochstrasse 59. Tel. H 6866. Atelier Schäfergasse 15. Telephoni Hansa 1866. 6ehr. Holfter. Telephoni Ham Damen^p Herren» und HaushaBtungswäschep Lieferzeit 6—8 Tage. Wäsche nach Gewicht nass, trochen und gemangelt. Lieferzeit 3 Tage. IW“ Spezialabteilung Färberei. Färben von Stoffen “”d14K'e‘dun3ssta°keB’ -M A/ Die Gebart einer Tochter zeigen in dankbarer y' Freude an Arthur A. Apelt u. Frau Jenny geh. Langstädter Frankfurt a. M., den 5. März 1921. HSlderlinstr. 4L Einheirat. 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