Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1921-03-04 · Heft 9 (4.3.1921) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 9 (4.3.1921)
Date
1921-03-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2692297-2693227-2693236--11397-2706849
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Lrite 4. Säte Jüdische HMe. Nr. Ä. n u .Teil 56—B8 im Haus« der Kammerspiele "Täglich 4 Uhr»-Tee™ SVr, Klingeroberrealschule, Mauerweg 1; Zöglingsabt.: Moniag,'SV», Deutschherrnmittelschule, Deutschherrnkai 17 (Franhnsteinerplatz); Knabenabt.r Montag, L Uhr nachmittags, Klingeroberrealschule, Mauerweg 1; Daiiienabt.: DonnerstLg,".S'/e Uhr abends. Herderschule, Wittelsbacher Allee IO? IMjdchenabt.: Donnerstag, 4 Uhr nachm., Herderschule, Wütelbacher Allee 10. Technischer Leiter sämtlicher Abteilungen: Turnlehrer Niemeyer. Regelmäßige Wanderungen. — Heimabende. — Sport. ' Tise res .B ä'ch ri r i m, Lauistag, 8'i,, Bottsüildungsheim: Reiseeindrücke i» Palästina (Edwin Feist), La'ngestraße 30, Sonntag, 7’i: Kursus über jüdisches Recht (-liechtsailw. Horovitz). ' Jüd. Frauenvercinigung, Hörsaal, Sonntag, 6: Pwphetenworte (Dr. Breuer), Kaffee Knrsaal, Dicnstag," 4% r gesellige Zusammenkunft. Mekor Chaj im, Samstag: Mikro (Holpern), Sonntag, 6: R. b. b. Ehono und sein Begleiter (Emil Goldschmidt), Montag, Mittwoch, 7: Gemoro (Dr. Breuer), Allabendlich, 8^/i: Gemoro (Holpern). Winke zur He^anbUonng jüdischer Mbetter. , Bon. David Droller, Buchdruckercibesitzer. In Rümmer '8 Ihrer gesch. Ztg. verössentlichcn Sie unter obigem Titel eine Zuschrift — versaßt .von. Herrn! Isaac M. Mainz, eingesandt von Josef Meier, Weiß- Dindermeister. ' Es ist sehr zu begrüßen, daß, endlich auch einmal diese doch wirklich nicht unwichtige Frage in die jüd. Oefsenrlichkeit geworfen wird. Doch glauben wir, daß die Frage, wie sie in der betr. Zuschrift behandelt wird, äni verkehrten Ende angefaßt wurde. Bon vornherein darf eines picht vergessen werden: Mit einem überschniäng- S Idealismus, wie er sich in besagter Zuschrift aus- , ist nichts anzusangen. Auch wir wollen die Frage nicht des Ideals entkleiden, bleiben ober doch auf deni Boden der unbedingt notwendigen Realität des Lebens stehen. Bevor wir jüdische Lehrlinge heranbilden, müssen wir sie List haben. Daß eine kleine, verschwindende Minderheit der jüd. Jugend nur sich deni Handwerk zuwendet, ist eine bekannte und bedauerliche Tatsache. Hier muß ei» altes, tiefcingewurzeltes Vorurteil bekämpft werden: Bis in sehr werte Kreise hinein wird angenommen, daß zum Handwerk, der geistig Unfähige, oder sozial und WirtsMsÜöche.TiefstHende gerade gut genug sei. Es gibt nichts Bühängnisvolleres, für junge Leute, die infolge dieser irrtümlichen Ansicht zum. Handwerker gepreßt iverden sollen. Gerade aus geistige Regsamkeit muß gesehen werden, soll xin Junge Handwerker werden. Die Äusocderuugen, dieAheute an den Handwerker gestellt werden, sind sehr mämlfgHcher pub schwieriger Art. Ws» erst müssen wir LArlinqc hüben; damit wir diese bekommen, sei allen gesagt, daß Mm Handwerkerlehrliug dieselben geistigen Fähigkeiten perlangt werben, als vom Lehrling jeder anderen Berüfsklasse. Was nun die Ausbildung des Lehrlings betrifft, so ist in der Wahl des Lehrherren größte Vorsicht am Platze. Nicht jeder jüd. Meister, auch trenn er noch« so religiös ist, ist geeignet, Lehrlinge auszubrlden. Wenngleich das religiöse Leben der Boden ist, auf dem charaklerscste, rückgradstarte Juden emporwachsen, so ist es doch nicht der Boden, auf dem tüchtige, konkurrenzfähige Handwerker emporblühen. Für den Jungen aber, der Handwerker werden will, gilt es, daß er ein tüchtiger Arbeiter m seinem Berufe wird; da ist eben beim Suchen der Lehrstelle die Tüchtigkeit des Meisters maßgebend. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Auch deute nicht, nachdem der Staat und die Berufsgenossenschaften das Lehrlingswesen geregelt haben. Wenn aber von dem Lehrling verlangt wird, daß er seine freie Zeit für evtl, rasch oder pünktlich serti,gznstelle»de Arbeit dein Meister zur Verfügung stellen soll, so ist das eine Verkennung der elemelitärsten Rcalitätsprinzipieii. Es kann nur dazu führen, daß .geldgierige Lehrherren stets etlvas rasch und pünktlich zu liefern haben und so den Lehrling ansbeuten. Jeder Lehrling ist für mehr geleistete Arbeitszeit nach Gebühr zu entlohnen. Noch ein Wort über Lehrlinge und Gehülfen, die bei christlichen Meistern in Arbeit stehen. Hier .gilt das, was in der' Zuschrift von Ar. 8 dss. Bl. gesagt ist. Nicht jedes Worr darf aus die Wagschale gelegt oder mißdeutet werden. Schreiber dieses war acht Jahre als Gehülsc bei einem christlichen Meister. Mancher Gehülfe übte da feinen Witz, aber man läßt ihn eben abpralleu. Tie Hauptsache bleibt: man sehe das Beste in der Arbeit zu leisten. Es wird dies auch vom nichtjüdischjen Meister anerkannt, und mit Leichtigkeit wird die Sabbatruhe gewährt. Wir brauchen jüdische Handwerker aller Schattierungen. Tüchtigste jüdische Handwerker sind für oie Zukunft nötig als Mithelfer am Aufbau unseres jüd. Volkes. Heute geht eine Welle jüd. Begeisterung durch alle Länder. Tas Palästinaproblem ist aufgerollt. Mit Ausnahme unverbesserlicher Assimilanteii streben alle Juden, zum Wiederaufbau unseres Volkes beizutra.gen. Sollte der jüdische Handwerker nidjt berufen jein, mitzuwirken am großen Werke? Doch. Aber nur. dann, wenn er Tüchtiges leistet, iveiin er als jüd. Handwerker auf den-Boden des Jnoentuiiis sich stellt, d. h. die Thauro mit allen ihren Konsequenzen für immer und überall als allein verbindlich für sein ganzes Leben betrachtet. KSfc ii Lea HantiKttnstlerspiete~ KataerstraBse 69. Beginn-8 Uhr* -Tel. Hansa 5516: - Täglich 4 Uhr-Tee — ' _unter Mitwirkung eratei ganstkiätta. ,.j- : ‘ Literarische Rundschau. „Freie Zionistische Blätter." Das erste Heft der Zeitschrift, die in einem Halbjahr mindestens dreimal erscheint, enthält neben einem Geleitwort ' Aufsätze von Jacob Klatzkin, Nachum G ri l d - m a n n, Hans K o h n, Arnold Zweig, A m i t a i, Hermann Frank und Dr. 2L P aquet. Daran schließen sich eine Reihe von Glossen an. Die grundlegenderen Aussätze von K l a tz k i u und Goldman n werden von ü»K im Leitaussatz dieser Rümmer in größerem Zusammenhänge kritisch besprochen. Die übrigen Beiträge des Heftes sind aus den gleichen Grundton der Kritik gestimmt. Hans K o h n wendet sich gegen die Verheimltchungstaktik der zionistischen Leitung und fordert in seinem Aufsatz über „Ditz Krise" Klarheit und Ossenheit voiiseiten der Führer). Arnold Zweig brandmarkt das gewissenlose, brutale Schweigen dev. deutschen „Judenpresse" und der deutsch-jüdischen Literaten zum Judenmorden in Südrußland. Hermann Fra n k kritisiert die, wie er meint, allzu galutnationale, allzu weniggesamtjüdische Politik des Zionismus in Polen. Alfons. Pag net weist auf die Krise des. Zionismus-iirilerhalb der' jüdischen Masse im Osten hin. Einen immögUchen, gefährlichen Vorschlag macht Amitai: nämlich,-Städte im Osten mit einer großen jüdischen Mehrheit wie Wilna-, M i n s k und D ü n a b n r g zu j ii d i s ch e n F r e i - st ä d t e n zu erklären — zumal diese Städte einen Zankapfel bilden zwischen den einzelnen östlichen Staaten — und sic dann zu einem ganzen jüdischen S t ä d t e b u n d zu vereinigen. Der Gedanke, auf den ersten Blick vielleicht bestechend, erweist sich bei einiger Ueberlegung als politisch unbedachte, utopische Konstruktion. Er ist entschieden zu verwerfen. Von den Glossen ist noch die Polemik von Hans K o h» gegen den Plan der jüdischen Legion zu erwähnen.. Die Zeitschrift bietet wertvolle gedankliche Anregungen und ist wohl geeignet, die allgemeine zionistische Diskussion zu beleben und zu vertiefen. H. Plochmannf, Verwalter Hanauerlandstr. 2 Telephon; H. 2802 Rattinrniilvnp bestens bewährt, zahlreiche Angasierpaiver,crWMnn„gfln Prfthaf, gratig Wsches-Aslerrd'er. Samstag, 5. März (25. Abar I). . Sabbat-Anfang in Frankfurt 5 Uhr -10 Min. (Gemeinde), 5’A (Religionsges.). Sabbat-Ausgang in Frankfurt 6 Uhr 55 Min. (Gemeinde), 7 Uhr (Religionsges.). Wochenabschnitt: Wajakehcl Parschas Schek o l i m. Donnerstag und Freitag: Rausch CH au de sch A dar II. Wochengottcsöiciist morgens 6Ve, abends ö'/e in den meisten Synagogen. Arrmksurter KamUie»»achrichte». B a r m i z w o s. Bertholb Schmitz, Herbersir. 5, Smiagoge Börneplatz. — Jsaac Lange, Schützeiibruiiiic» 8, Shuagoge Friedb. Anlage. . ' G e st o r b e n. Leonhard Hirsch, 72 I., Bergerstr. 12. — Aron Mühlstein, 23 I., Gagernstr. 36. —Amerika«. Vize- Geiieral-Konsnl a. D. Simon W. Hanauer, 82 I. Änswärtige FamUiermachrichre». Gestorben. Sofie Kaufmann geh. Drehfnß, 64 I.? Mainz. sperrde». Bei der Natioiialfondskoiiimission '(I. Heimauii, Zeit 21, Postscheck 41441)' gingen ein: '• beiden Vertrauten, die sich alsbald ebenfalls erhoben hatten: ,Düt, weigern sie sich, so will ich meine Geißel mit Stacheln besetzen) die ihnen in das verstockte Fleisch eiiidringen soll. Hinterbringc mir ihre Antwort, sobald sie erfolgt ist, und bereite zur Audienz des römischen Bischofs' alles vor." Unruhig maß er das Gemach noch einige Male mit seinen Schritten, und entließ dann durch eine Handbewegung den Bischof und den Oberkümmerer. ' ' Die Versammlung der Notabeln aus der jüdischen Gemeinde zu Rom unter dem Vorsitze Meschullam's kam bald?ü -einem Beschlüsse. Sie willigten ein, die verlangte Anleihe bS.Kaisers zu übernehmen, jedoch so, daß die Zahlung in monatlichen Raten auf vier Jahre verteilt und der Ertrag der iberischen Silberbergwcrke ihnen dafür verpsänbe£ werde. Ihr geheimer Gedanke war hierbei, daß sie, sobald eine lünwälzung im Staate vor sich ginge oder das 'Schwert aegeN Constantius entschiede, sie mit jedem Mönche die Zahlungen einstellen konnten, und daß andererseits Ler-Käiser auf diese 'Weise an sie gebunden war und jcke^Cewalttat von . ihnen sernhalten'müßte. Der Kaiser üM seäne Räte durchschauten dies wohl und waren nur um - so ' erbitterter gegen'sie, als sie sich diesen' Bedingungen unterwerfen mußten, um nur Etwas in die leeren Staatsckassen zu erhalten. Aber sie hielten sich hierdurch nur. um so weniger verpflichtet und waren entschlössen, die Juden zu'opfern, - sobald ihnen ein höherer. Preis oder Vorteil geboten würdet ' " "-Bald darauf sollte die Zusammenkunft des Kaisers - mit^.d«n-römischen Bischof stattsinden.-'Män war überein- '-gekömmenj4»aß der Kaiser dem Gottesdienste in der Lateran- 'beiwohnen und nach dessen Beendigung.den Mschof - LiberüS in der Sakristei finden fällte. Sobald der Kaiser hier"eintrat, hielt ihm der Bischof das Kruzifix entgegen; .der Kchser-neigte das-Haupt und empfing'.den Segen des Bischofs, der ihn sodann zu einem Thronsessel geleitete. '- Der Kaiser begann: ^Heiliger Vater, Dü hast eine Unterredung mit mir gewünscht, um mir Einiges vorzutragen, ' 'lmS' svE am Herzen liegt, und nachdem ich dem Herrn- )"§er'Heerscharen!.meine Huldigung dargebracht, will ich) 'gern - -Lie!Md^e :einK seiner ehrwürdigsten Diener vernehmen.". E-.''^WbeÄüs'.lseß Tange Zeit 'semen 'forschenden Blick aus? d»n"Mlg^ichke des ' Kaisers ruhen, und hob dann an: lauchter Augustus, Du hast den Bischöfen der h. katho- -MÄe a'eväwn) in' Rimini zu 5 einem. Konzil mit jenen verirrten Söhnen der Kirche zusammen zu koiiime», die sich »ach dem Namen ihres Verführers Arianer nenne». Eine große Anzahl meiner Brüder hat sich auf »ieincil Ruf hier versammelt, um nach dem Gebote des Herrn untertan zu sein der Obrigkeit, dieweil sie von Gott eingesetzt ist. Aber wir fragen uns, was sollen wir dort? Denn wohl tut es Not, uns im Voraus zu verständlgen, um nicht noch einmal das unwürdige Schauspiel zil bieten, nach nutzlosem Streite erfolglos anSeinanderzugcheii, dem christlichen Volke zum Aergernis und Anstoß, den Feinden der Kirche zum Ergötzen und Hohne, v Man antwortet uns: wir sollen uns mit jenen Ketzern vereinigen. Aber vermögen wir dies? Dürfen wir von den Lehre» und Satzungen der h. Apostel und Väter der Kirche abweichen? Dürfen wir unsren Herrn hingeben, dessen Gottheit jene Jrrlehrer anaetastet und verleugnet haben? Wir suchen nach eineni Wege, erhabner Kaiser, Deinem Willen zil genügen, aber wir finden ihn nicht, denn wir können selbst dem Kaiser nicht geben was Gottes ist." 'Der Kaiser hatte aufmerksam den.Worten des Bischofs zugehört, erwiderte aber, da er sie nicht'anders erwartet hatte, sofort' darauf: „Heiliger Vater, Du weißt besser als irgend wer, daß außerordentliche Umstände auch außerordentlicheZugeständmsse von uns verlangen. . Mit tiefer Herzenstrailer mutz ich es sagen: Die Christenheit ist von den äußersten Gefahren, umringt. Denn während ein gewalttger Feind, jener von meinen Wohltaten genährte Julianus, auszieht, um sie zu verderben und den heidnischen Hunden hinzuwerfen, ist sie von innen durch einen tiefen Riß gespalten, und diejenigen richten die Waffen gegeneinander, welche sich verbinden sollten, um dem Feinde mit aller Kraft jzu begegnen. Mein großer Vater hat der Lehre Christi zum Siege verholfen, aber noch unvollständig. JchMill ihn vollkommen machen, aber dazu inüsset Ihr mir beisteheiil Und was ist es denn, was ich verlange? Haben Worte so viele» Wert, daß ihnen der Bestand der Kirche geopfert werde?"'— Er hielt inrie, wie um die Wirkung seiner Worte zu erwarten. . Der'Bischof hatte den ersten Sätzen 'des Kaisers zustimmend gelauscht, — jetzt aber fuhr er wie entsetzt aus: „Um Gott, mein Kaiser, diese Worte, die Deinem erhabenen Munde, wohl unbedacht, entglitten, zeigen, daß Du Deine Seele vor den Ketzereien der Irrlehre nicht genug gehütet hast. Avas Wort ist .das. Heil, denn das Wort ist Fleisch geworden. Das Wort ist alles, denn int Worte ist der Herr selbst. Wir können das Work nicht Denen hingeben, die. es verdrehen und entstellen nach dem Sinne des Satans."' „Aber soll die Kirche darüber nntergehen?" warf Constaiitins unwillig ein. „Das soll sie nicht, kmd das wird sie nicht, — dazu ist sie auf den Felsen Petri gebaut, der nuerschüiterlich ist .in den Stürmen der Zeiten. Die Throne der Erde können zertrümmert werden, aber die Kirche und.ihr. Fundament sind ewig." Constantius biß sich auf die Lippen. Aber ehe er »och antwoiten konnte, fuhr Liberins fort. „Warum, erlauchter Kaiser, hast Du das Schwert Constantin's nicht zur Hand geiioinmen und jene arianischen. Ketzer niedergehauen, wie. Dein großer Baker die der Verdammnis geweihten Donatisten? Waruin gestattetest. Du ihnen, sich auszubreiten, bis sie selbst die Schwelle des kaiserliche». Palastes überschritten?" „Und waruin, ehrwürdiger Vater," erwiderte der Kaiser, „habt Ihr sie nicht Aberwundeu mit dem Schwerte des Geistes? Warum erhebet Ihr nicht das feurige Wort, um sie im Keime zu verzehren? Warum vermochtet Ihr nicht, um das Uebel eine Schranke zu ziehen, daß das. gläubige Volk davon verschont bleibe? — An Eurem'Willen zweifle ich nicht, aber Ihr vermochtet es nicht. Denn. das Wort des Arias war ansgegangen wie ei» Vogel aus seinem Neste und über Land und Meer geflogen, und bald hatte, es die Geister aller Länder ergriffen, baß sie dessen nicht wieder ftei wurden. Soll ich etwa die eine Hälfteder Christenheit bewassnen, um die andere.Halste auszurotten, und wäre dann doch 'nicht stchier, daß nicht einige Samen-: .körner jener Lehre doch zurückgeblieben und wieder emporschössen? — Nein, ehrwürdiger Vater, nicht ichj, nrcht:-Jhr. seid im. Stande, mit Gewalt zu vernichten, was überall ifc was alter Orten und, in allen Ländern gefunden tpird.. Da tut es vielmehr not, daß wir uns verständigen,-daß. Nachsicht und Verträglichkeit geübt werden; bis die -Zeit. kommt, wo das Böse seine Kraft verloren und von.selbst vom Baume des Lebens alle dürre Reiser absällt. :iJch habe Euch gezeigt, daß ich für die kathälischr! Kirche) tun will, was ich vermag, — so zeiget nun auch Ihr,-daß'Mr. für das Heil und den Bestand der Christenhert lut, waÜ JHr vermöget." ' --- . (Fortsetzung folgt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.