Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 4 (28.1.1921)
- Date
- 1921-01-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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H. Ploclimann, Verwalter Hanaaerlandstr. 2 Telephon: H. 2802 Ra«iarnnlvpr bestens bewährt, zahlreicheAn- .n^ierpuiver, erkennnngenj p^ben gratis. der Liebe und Verehrung für den Entschlafenen. Der Gemeinderat, sämtliche Vereine des Ortes unb zahlreiche Kollegen tum nah und fern nahmen daran tell. Nach der non Rabbiner Dr. Hirschfeld-Gießen gehaltenen Grabrede rief der Nachfolger Wertheimers im Namen der israel. Gemeinde dem Heimgegangenen Worte der 'Anerkennung und des Dankes nach. Für die politische Gemeinde zollte der Bürgermeister des Ortes dem.Verstorbenen den Dank aller Bewohner für die Pflege des religiösen Friedens. Ein christlicher Ortskollege' und ein solcher aus dem Bezirk Selzerbrunnen xühmten die Treue und Kollegialität des Heimgegangenen, während Lehrer Simo n-Darmstadt im Namen des hessischen israel. Lehrervereins und des Lehrerverbanbs Wertheimer den -Demi für seine rastlose Tätigkeit im Interesse seiner.jüd. Kollegen in die Ewigkeit nachrief. Der freundliche und ardeitsfreudige Mann wird allen, die ihm näherzutreten Gelegenheit Hatten, in treuer Erinnerung bleiben. G. Garschau. Mendel Litewski. »elannt als Dichter und Schriftsteller, von Beruf hebräischer Lehrer, ist im Aller von 65 Führen verschieden, London. Oderrabbiner Ch ajeS auS Wien, der auf seiner Reise nach Amerika! nur drei Tage hier weilte, hielt mehrere Reden für den Keren Hajesfod und erntete großen Beifall. Artmkftlrter Berichte. vealetndedertretnng der Israelitische Gemeinde. Die Tagung des Deutsch-Jsr. Gemeindebunbes, die über dessen Umwandlung in eine Gesömtvrganisatton der Lyrischen Juden auf Grundlage eines von Dr. JsUrar Fremid «msgearbeiteten Statutenentwurfes beraten sollte, hat vor e urigen Tagen stattgefunden. Die zweite Debatte der Gemeindevertretung der Frankfurter Jsr. Gemeinde über diese Frage ist deshalb bereits überall. Trotzdem erscheint es uns wichtig, auf die dreistündige, tiefgehende Gegensätze zeigende Sitzung einzugehen. 3Beim sich die Versammlung schließlich: auch einmütig zu der Ndtireuditzkell einer Gesamtorgänisation bekannte, sowie einmütig darin war, daß im Rahmen dieser Organisation die religiöse Autonomie voll gewährleistet, und der Aufbau der Organisation ein möglichst demokratischer, mller weitgehendster Einbeziehung der in Deutschland wohüend'en ausländischen Juden sein müsse, — so blieben die Ansichten über den Umfang des Programms doch strittig. Der des öfteren angeführte Einwand' hinsichtlich' der Kosten erscheint nicht stichhaltig. Selbst wenn der erhoffte staatliche Anschuß durch die Kosten der Organisation twf- ' gezchrt wurde und nicht den leistungsschwachen Gemeinden zugute käme, wäre der moralische Vorteil einer solchen Organisation für die Hebung des jüdischen Lebens doch so groß, daß demgegenüber das finanzielle Moment nicht in.Erwägung käme. Gegen den jetzigen Zustand kann übrigens auch selbst die ungünstigste finanzielle Gestaltung der Organisation keinen Schaden bienten; bei einer sorgfältigen Handhabung lassen sich aber finanzielle Plus herausbrmgen, die die deutsche Judenhell ohne die Organisation entbehren müßten - Ueberdlls bringt dach der Deutsch-Jsr. GeMeindebnnd' bereits eine Reche stattlicher Fonds mll. Ans finanziellen Gesichtspunkten dem.Vorschlag des Entwursesi ans je 2006 Seelen einen Abgeordneten zu wählen, nicht zustimmen zu wollen» sondern deshalb - vielleicht erst auf 5000. Seele» einen Abgeordneten zu bewilligen, erscheint uns nicht opportun. Dann bekämen wir in Bylin. eine .Notableuversammlung ohne Resonanz in der jüdischen Masse und. kein jüdisches Parlament; dieses jüdische Parlament wäre freilich einem Tell der Liberal«» unsympathisch, denn es würde etwas' ganz anderes wie em Katholiken, oder ein Protestantentag fein, da üus ihm gerade die religiösen Probleme sorgfältig gemieden würden und der jüdische Bolkschararter zum Ausdruck käme- Aber gerade in Rücksicht auf die starken religiösen Differenzierungen und besonders auf den bei einem sehr erheblichen Tell der deutschen Judenheit bestehenden religiösen. Jndifserentismus wäre eine Stärkung des Zusammenhaltsgefühls, des jüdischen Bolksbewußtseins ein er» hallendes Element und zu begrüßen! Bemerkenswert auf der Sitzung der Gemeindevertretung war das unsichere Gefühl der Vertreter der. Gemeindeorthvdoxie gegenüber den Folgen des Beitritts der Stets Eingang :Üitgr Neuheiten in Teppiche Läufer Vorlagen 20 Mene Mainzerstrasse 20 ' Ecke Weiasfranenstrasse. Telefon: Hansa1784.- Treflnungsorthlckdxw zur Gejanitorganifatüm. Die letztere 'ist gut organisiert llrw arbeitet und Pll so bereits von! Halberstadt, aus, einem Zentrum, d^ deutschen Gruppenverbandes der Agudas Jisrvel-Organisation, einige hundert meist kleine Gemeinden zu einem „Bund gesetzestreuer Gemeinden" vereinigt. Die Gemeindeorchodoxie jedoch entbehrt jeder organisatorischen Festigung Und jeglicher bewußten Führung von einer Zentralstelle-aus. Interessant war auch der Kampf um die Person des Delegierten für die Berliner Tagung. Im Hinblick ans 'die Kosten hatte man von drei Delegierten Abstand genommen und beschlossen, nur einen $u senden. Nachdem der Vorstand zufällig zwei liberale Herren, delegiert hatte, bestanden die Konservativen und die Zionisten daraus, daß in der Person des Rechtsanwaltes Dr. Emmerich ein Vertreter ihrer Gesinnung nach Berlin entsandt werde, und erreichten ihren Willen nach längerer Debatte mll einer Stimme Mehrheit. Die Delegierten haben nur die Ausgabe der Berichterstattung an Borstand und Gemeindevertretung, die definitievc Entschließung Über den Beitritt zur Gesamtorganisation behielten sich Vorstand und Gemeindevertretung vor, Verein selbständiger israelitischer Handwerker. Unter Anwesenheit von 56 Mitgliedern eröffnete der Vorsitzende, Wershaupt, die Generalversamimlung. K. Aretz erstattete den Jahresbericht. Wie daraus zu entnehmen ist, wurden im verflossenen Jahre 24 Mitglieder^ Versammlungen, 18 Vorstandssitzunaeu und verschiedene Vortragsabende abgehalten. Die Zahl der Mitglieder beträgt 155, zwei Mitglieder des Vereins wurden zum ersten Mal in die jüdische Gemeindevertretung gewählt. Aus dein kurzen Kassenbericht ging hervor, daß ein Bardermögen von 418 Mark da' ist. Die Darlehenskasse soll wieder nen belebt und weller ausgebaut werden. Nachdem eine kleine Statutenänderung vorgenommen worden war, schritt man zur. Dorstandswahl. Es wurden gewählt: Schneidermeister I. Weis hau Pt (1. Vors.), Steinmetzmeister I. Schwarzschild (2. Bors.), Weißbindermeister Joseph Meier, Kaufmann Karl Rosenthal, Schneidermeister L. Straiiß, Wägermeister Isidor Kaiser, Dachdeckermeister Julius Lang, Buchdruckereibesitzer W. Jakobsohn, Bäckermeister MaxLevy, SchuhmachermeisterMosesSchloß und Schneidermeister August Köstrich; zu Revisoren wurde Wetzlar und Friesen bestimmt. Vetfonatten. Am 1. Januar ist der Sekretär der Israel. Gemeinde, Daniel August Worms, offiziell in den Ruhestand getreten. Herr'Worms/ der einer Altftankfurter Familie entstammt und im 67. Lebensjahr steht, trat 1889 in den Dienst der Gemeinde, kann also auf eine 32jährige Dienstzeit zurückblicken. Es hieße eine Geschichte der Frankfurter Gemeinde während des letzten Menschenalters schreiben, wollte man der Tätigkeit, des Herrn Worms in ihrem ganzen Umfang gerecht werden. So sei nur darauf hingewiesen, daß er wahrend der ganzen Zeit an der Seite des Heimgegangenen Syndikus Justizrat Baer 'die Geschäfte der Gemeinde mit größter Hingabe Und unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit verwaltet hat. Well entfernt davon, ein trockener 'Bürokrat zu sein, hat er stets seine Arbeit mit wahrhaft jüdischem Geist erfüllt und das Interesse der Gesamtheit zu wahren gewußt. Seine außerordenlliche Kenntnis der Personen und Verhältnisse, verbunden mit Herzensgüte und treffendem Humor verhallen ihm in allen Kreisen der Gemeinde zu größter Beliebtheit. lieber seinen engeren Tätigkeitskreis hinaus hat sich Herr Worms auch auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge große und anerkannte Verdienste erworben, so bei der Gründung und Verwaltung der Kuranstalt Soden und - der Lungenheilanstolt Nordrach, in der Männerkrankenkasse, dem Verein zur Bekleidung bedürftiger Schulknaben unb in der Verwaltung mehrerer Stiftungen. Wir wünschen dem, allverehrten Mann, daß er in sein«: jetzigen vollen Mistigkeit des Geistes und Körpers im Kreis seiner Familie und umgeben von der Dankbarkeit der Ungezählten, denen er in der Stille Wohltaten er-. wiesen hat, sich noch! viele Jahre der, auch unter den jetzigen schweren Verhältnissen, immer reicheren Entwicklung des Frankfurter Gemeindelebens erfreuen möge, und daß ihm nach wohlgetaner Arbeit all die Ruhe und.Befriedigung zuteil werde, die den schönsten Lohn ein^ gesegneten! Lebens bedenken. ' r. Frankfurter Veranstaltungen. Talmud-Thora-Verein.;: (Hörsaal Bürneplatz.) . Freitag,nach. Mariw: Vortrag (I. B. Levy).») . Samstag,- nach Schacharis: Hastoro (Dr. Räbin),*) 11: Schulchan-Aruch! (Unnad?). 3 V«: Raschä (Lipinsky), nach Mincha: Mikro (Unna). Ws ' Sonntag, nach Schacharis: Mischna (Groß), 9VZ: Schulchan Aruch (Lipinsky), 9Vs: Gemoro (Unna),*) nach Mincha: Nttoiim . (Unna). Montag, Fortbildung. für junge Leute, 8»/«: Gemoro (Unna). - ' Dienstag, nach Schacharis: Mischna (Groß), 6Vr: En Jakauw (Unna). Mitttooch, nach Schacharis : . Mischna-(Groß), Ki/z: Chauwaus halewowaus (Dr. Braun)." Donnerstag, 8: Gemoro (Unna).*) Fortbildung für Knaben: SämStag, 3 Uhr Abt. I und U. 4% Abt. 1U, Dienstag. 3-/r- Abt. IH, SVr, Abt: I,! MillwochiS^-. - Abs. 7 II, Donnerstag; ,äVs,'Wü £ ~ Schstlr:: für-. Damen, Sonntag, 6: .Dinim (Uwna). > . ..... .. .. - c ». -. ...... :. i.... - * ■ i , i •. *) Beligionsfchule Hermesweg (27. j l) Auch, für Dame.n. . - - - Vaff eeVaieergarfen «m Openplatz... - EmtblatMiges Faiiillteii-Kaffe e Täglich von 4 Uhr ab: Künstler - Konzert Agüb. Jisroel, Freitag nach Mariw': Gemoro (Oppenheimer), 8: gemütlicher Abend, Samstag, 9Vr: Gemoro (Dr. Posen, Tiergarten 42), 10?/«: Gemoro (Holpern), 11V«: Mischna (Hirschberg), 3Vs: Gemoro (Dr. Hof-, mann), Sonytag, 8: Rajchi (Oppenheimer), 2Vr: Thillim, 5:. Hebräisch (Jelensi), Montag, 9: Gemoro (Ehrmann); Dienstag, 8: Tefillo (Kaufmann),. 8Vs: Gemoro (Dr. Hofmann), Mlltwoch, 8: Dinim (Munk), 8%: Newiim (Unna, Kl. Obermainstr. 30), -9: Gemoro (Ehrmaim), Mädchengr., I Sreitag, nach Mariw: Sidra, Samstag, 4: Lauroh (Hirsch- I ng), Montag, 81/2: Dinim (Schachnowitz), Mittwoch, 8*/«I Chumesch (Joel). I Liferes Bachurim, Langestr. 33, Sonntag, 7Vs: I Wesen des Judentums (Dr. Grombacher). I Mekor Ch aj im, Freitag, nach Mariw: Mikro (L. I Oppenheimer), Samstag, 12>/>: Melochim (Prof. Wehl), I Sonntag, 6: Jecheskel (Dr. Breuer), Montag und Mlltwoch, I 7: Gemoro (Dr. Breuer). I Jüdischer Turnverein, I. T. B. Heim und I Büro: Unterlindau 21. Turnzeiten: Herrenabt.: Mittwoch, I 8Vs, Klingeroberrealschnle, Mauerweg 1; Zöglingsabt.: Mon- I tag, 8Vr, Deutschherrnmittelschule, Deutschherrnkai 17 (Fran- I lensteinerplatz); Knabenabt.: Montag, 5 Uhr nachmittags^! Klingerobxrrealschule, Mauerweg 1; Damenabt.: Donners- I . tag, 8V2 Uhr abends. Herderschule, Wütelsbacher Allee 10s I Mädchenabt.: Donnerstag, 4 Uhr nachm«, Herderschüle, Wittelbacher Allee.10. Technischer Leiter sämtlicher Abteilungen: Turnlehrer.Niemeyer. Regelmäßige Wanderungen. — Heimabende. — Sport. Freies Jüd. Lehrhaus, Goethepl. 5, Samstag,' 7Vs: Jüd. Geschichte (Dr. Salzberger), Montag (Gärtnerweg 56), 6: Aufbau Palästinas (Dr. Sternberg), 7: Bibel (Dr. Strauß), 8: Jüd. Haus (Dr. Salzberger), Dienstags I und Donnerstag, 6%: Jüd. Denke» (Dr. Rosenzweig), Mittwoch, 6V«: persönliche Aussprache (Dr. Rosenzweig). Montefiore, Goethepl. 5, Mittwoch, 8V«: Was ist uns Kunst (Res. Adler), Freitag, 8V1: gemütl. Abend. Zion. Vereinigung, Unterlindau 21, Donnerstag, 8»/«: Achad Haam (Dr. Emmerich). 1 ' ■) Woche«-S<le«der. Samstag, 29. Jaimar (20. Schwat), Sabbat-Anfang in Frankfurt 4 Uhr 50 Min, Sabbat-Ausgang in Frankjurt 6 Uhr 05 Min. Wochenabschnllt: Jisrau. Wochengottesdienst in den »leisten Synagogen 6 Uhr, 50 Min, morgens, 4>/s Uhr nachm. , . ' KrT»kf»rter KsckUie»«achrichte». Geboren: Zwei Söhne Max Wimpfhein^er.- Barmizwos: Eduard Fellnneier, Gärtnerweg^44, Fritz Feibel, Beettzovenstr. 62, Synagoge Königsteinerstr. Gestorben: Salömvn Simon, 69 I., Burgstr. 2. Auswärttge KamUie»»achrichte«. Gest» rben: Adolf Braunsvan, 56 I-, Berlin. — Alexander Freund «ms Ratibor, 7j I., Berllir. — Kavoline Sara Schönberger geb. Adler, Wwe., Mainz; London, 22. Januar 1931. Auf die Ausführungen des Hierrn-Jung folgendes Tatsächliches: . Was meinen Artikel im „Jewish Guardian" betrifft, so hatte ich dort einem anonymen'Agudistett, der den MiSrächi angrisf, geanMortet. / Hinsichtlich der Telegramme des Obexrabbiners Schapiro habe ich die Sache nicht als Tatsache veröffenllicht, sondern das Hauptbüro der Ä- I. um eine Erklärimg ersucht. / Nun zu den Verhandlungen bei Sir Stuart Samuel. Die Berichte, die ich veröffenllicht habe, sind von den Misrachidelegierten, die an den De'rhandlüngen,teilnahmen, als richtig anerkannt Wörden, und der einzige, der' die Berichte für falsch erklärte, w«kr Herr M. Jung,- der bei der Sitzung nicht anwesend war, und' daher die' Tatsachen nicht genau wisseu konnte, / . Die Frage besteht, warum nicht einer der Ugudah- ®elegierten, Sei. «it Len Verhandlungen teilnahm/ meinen Bericht'„verbesserte", sondern diese Aufgabe Herrn Jung überlassen wurde, der nicht anwesend war. 'Ich wiederhole, daß der Vorschlag für Zusammenarbeit in der Erziehungsarbeit von Rabbiner S. Groß, einem Mitglied der Gigs. Misr. Executive, kam und HoderneHolerel feinen Anstrich n. Lackierung führt preiswert ans. — ■" Ia. Befereneen. —— ■ Vy.Beols.er -__ -. . - — , ... Hochstrasse 59. TeL H. 6866. Prämiiert DdBBeldorf 1902 Atelier ächäfergasse 15/